
Die GEMA ist wohl die umstrittenste Organisation neben der GEZ. Und mindestens genauso beliebt. GEMA steht für Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Sie ist Zitat Wikipedia: “Eine Verwertungsgesellschaft, die in Deutschland (Hauptsitz Berlin) die Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte von denjenigen Komponisten, Textdichtern und Verlegern von Musikwerken vertritt, die in ihr Mitglied sind.”
Mit einer freiwilligen Mitgliedschaft sorgen sie also dafür, dass die Rechte von Künstlern zu Geld gemacht und verteilt werden. Die Idee ist schonmal ganz gut, aber die Umsetzung ist katastrophal. Die Einnahmen kommen in einen großen Topf, und nur wer Erfolge nachweist, bekommt Knete. Somit gehen die dicksten Batzen Geld an irgendwelche Chart-One-Hit-Wonder. Und nun will diese Organisation die Gebühren um satte 600% anheben, das bedeutet das aus für viele kleine Clubs, denn wenn mal zu wenig Leute kommen (und glaubt mir, bei Aachener Alternativkonzerten passiert das öfters, da spielt sogar die Band vom Die-Ärzte-Bassisten vor 20 Leuten), dann wird das ein sehr teures Minusgeschäft.
So und wer spätestens nach der größten ePetition (und leider der am meisten von den Politikern ignoriertetsten Petition) zur Internetzensur noch keinen Account hat, sollte sich schnell auf https://epetitionen.bundestag.de anmelden und die Petition, zur Überprüfung der Methoden der GEMA, schnell unterzeichnen. Ich würde behaupten, die Internetgemeinde und jeder Musikfan würden es schaffen, die 130.000er Petition noch zu übertreffen.
Meiner Meinung nach geht die Petition noch nicht weit genug, ist aber ein Anfang. Ich bin eher für Methoden, die dem Internetzeitalter angepasst sind, z.B. klingt die Version einer GEMA 2.0 der Piratenpartei sehr interessant und würde nach den paar Jahrzehnten der Regenschaft raffgieriger Musikfirmen die Musik, die Fans und das liebe Geld wieder auf eine normale Ebene bringen.
