Ein muslimischer Karnevalsprinz, nur die katholische Kirche spielt nicht mit
1Eigentlich könnte man es als Musterbeispiel für die Integration sehen. Ein islamgläubiger Mensch iranischer Herkunft wird zum Karnevalsprinzen in Bonn. Ausgerechnet bei der konservativsten und urdeutschesten Tradition, die dieses Land hergibt, steht er mit dem Namen „Prinz Amir I.“ an der Spitze. Nun, Karneval interessiert mich nicht sonderlich, aber vom Grundgedanken find ich das toll.
Nun, es wäre toll, wenn nicht irgendwer in die Suppe spucken würde. Der Suppenspucker hier nennt sich Stadtdekan Wilfried Schumacher, der zwar mit seinem Twitteraccount jugendlichkeit und moderne simuliert, aber so dermaßen rückständig ist (oder zumindest die rückständigen Positionen seiner Firma vertritt), dass er dem Prinzen die traditionelle Rede im „Mundartgottestdienst“ im Gegensatz zu seinen Vorgängern verbietet. Moslems beten für ihn den falschen Gott an und müssen schweigen. Und laut einem Fernsehbericht, den ich gesehen habe, hatte der Herr Stadtdekan nicht mal den Mumm, ihm das persönlich zu sagen. Er hat es über seinen o.g. Twitteraccount verbreitet. Er schrieb:
- Karneval und Christentum gehören zusammen.Ob es Tollität Amir gefällt oder nicht. Im Münster habe ich es das sagen.Er wird es lernen müssen. 2:53 PM Jan 15th from web
- Einige Leute in unserer Stadt brauchen Nachhilfe:Karneval und Kirche gehören zusammen – sie werden sie erhalten.Freuet Euch! oder auch nicht 11:53 PM Jan 14th from web
Nunja, lasst euch nicht die Karnevalsfreude durch solche Leute vermiesen, feiert, trinkt und kostümiert euch. Für Herrn Stadtdekan hab ich auch glatt einen Kostümvorschlag, wie wäre es als Gespenst?



MrLuzifer
Am 21. Januar 2010 um 21:53 Uhr
Vorallem ist Fasching/Karneval oder was auch immer urursprünglich heidnischer Herkunft…