Das private Backup zuhause – wenn man mal in den Regen kommt

Es gibt einen schönen Spruch: „Backups sind wie Regenschirme – Hat man einen, passiert nichts. Vergisst man ihn, dauert es nicht mehr lange bis zur Katastrophe.“ oder kurz: Man weiß erst, dass man ihn hätte gebrauchen können, wenn es zu spät ist.


Backup – Immer eine gute Idee (Foto: Jaymis / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

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Das wichtigste beim Backup ist wie gesagt, das ihr es überhaupt macht! Heutzutage gibt es glücklicherweise zu jedem Betriebssystem mitgelieferte Software, die das auch für Laien einfach und verständlich durchführen kann. Und externe Festplatten kosten auch nicht mehr die Welt. Es gibt also außer (nach besagtem Regenschirmvergleich) eurer eigenen Dusseligkeit keine Entschuldigung, nicht ein Backup gemacht zu haben

Backup Stufe 1: Heim-Backup

Der erste Schritt in eine sicherere Computerwelt führt über das Backup auf externe Medien zuhause. Ihr solltet eure wichtigsten Daten oder gleich die ganze Platte auf eine weitere externe Platte spiegeln. Ihr könnt das entweder von Hand machen oder automatisiert von einem Programm erledigen. Letztes ist eher zu empfehlen. Regenschirm, ihr wisst schon.

Unter Windows ist ab Windows Vista “Sicherung und Wiederherstellung” im Betriebssystem integriert. Das ist relativ einfach zu bedienen. Platte anschließen, Button klicken, warten, fertig. Tutorials spare ich mir an der Stelle, da hilft euch Google weiter.

Beim Mac ist seit längerem “Time-Machine” als Standardbackup-Software integriert. Auch hier geht es – wie beim Mac üblich – kinderleicht. Platte anschließen, Button drücken. Da ich hier mit einem Mac arbeite, weite ich diesen Teil meines Textes etwas aus:

Heimbackup auf dem Mac

Time Machine ist toll, denn es spiegelt nicht nur die Festplatte, sondern hält auch verschiedene Dateiversionen und gelöschte Dateien vor. Es hat aber einen Nachteil: Es kennt im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen. Es macht immer weiter Backups, bis die externe Platte voll ist, erst dann werden alte Backups gelöscht. Das funktioniert also nicht besonders gut, wenn die externe Platte auch noch für andere Daten genutzt wird. In diesem Fall solltet ihr Time Machine eine eigene Platte spendieren.

Time Machine Alternative

Wenn ihr ein wenig ausgefeiltere Einstellmöglichkeiten haben wollt, kommt ihr mit Time Machine nicht weit. In diesem Fall ist die kostenlose Donationware Carbon Copy Cloner zu empfehlen. Dort kann man von Time Machine-ähnlichen regelmäßigen Backups bis hin zu einfachen Spiegelungen der Systemplatte alles machen. Auch hier spare ich mir Tutorials, Google weiß da mehr als ich.

“Ich speichere meine Arbeitsdaten nur auf externen Datenträgern!”

Solltet ihr ein großes externes Speichermedium haben, wo ihr ausschließlich eure täglichen Daten speichert und auf dem ihr arbeitet (also nicht backuppt), solltet ihr darauf achten, auch diese Daten redundant zu speichern. Dazu benutze ich z.B. eine Western Digital My Book Studio 2, dieser Speicher hat zwei Festplatten, die sich gegenseitig spiegeln, so dass eine auch mal abrauchen kann. Vorsicht: Damit hat man nur eine Dopplung der Daten als Schutz . Wenn man aus Versehen eine Datei löscht, ist die weg. Auch wenn irgendwo ein Dateifehler auftritt, wird dieser gespiegelt. Alte Versionen von Dateien und Verzeichnissen wie bei Time Machine findet man hier auch nicht. Solltet ihr so etwas wünschen, müsstet ihr wieder mit oben genanntem Carbon Copy Cloner und zwei Platten arbeiten.

Weitere Möglichkeiten der externen Speicherung

Es gibt Unmengen an Möglichkeiten, Daten extern zu sichern. Wenn ihr Daten und Betriebssystem auf einer Platte habt, reicht eine einfache externe Platte, wo ihr z.B. mit Time Machine regelmäßig das ganze System speichern lasst.

Wenn ihr zusätzlich zum Betriebssystem noch eine externe Platte habt, auf die ihr Arbeitsdaten speichert, wird es etwas komplizierter. Ich arbeite mit einer Western Digital MyBook Studio 2, die zwei sich spiegelnde Platten enthält (s.o.). Mittels Carbon Copy Cloner (nicht Time Machine, denn es kennt wie oben gesagt keine Grenzen) wird das Betriebssystem regelmäßig als bootfähige Imagedatei auf diese externe Platte gespeichert. Meine anderen Daten auf der externen sind durch die Doppelfestplatte gespiegelt gespeichert. Auf ein Backup mit alten Dateiversionen etc. verzichte ich. (Bei mir kommt jedoch noch ein Onlinebackup hinzu, dazu später mehr)

Weitere – etwas teurere – Möglichkeiten zu externen Platten wären NAS – Speicherserver die im Netzwerk hängen. Die liegen preislich etwas über externen Festplatten, haben aber die Möglichkeiten diverse Platten aufzunehmen, die sich in allen erdenklichen Formen gegenseitig absichern. Das Gerät liegt außerdem im Netzwerk, d.h. wenn ihr mehrere Rechner im Netz habt, können alle wunderbar damit arbeiten. Diese Systeme haben oftmals auch ein eigenes Betriebssystem an Bord und die Funktionen gehen weit über das schnöde Speichern hinaus. iTunes- oder Film-Multimediaserver, Druckserver, Webserver, FTP-Server, Daten per App vom Smartphone abrufen und viele weitere Möglichkeiten, gibt es dort teilweise. Empfehlenswerte NAS gibt es von Drobo, Synology und vielen weiteren.

Das Sahnehäubchen: Externe Speicherung außer Haus

In weiten Teilen Deutschlands ist das Breitbandnetz schon hervorragend ausgebaut und Onlinespeicher wird immer billiger. Jetzt können wir also unsere kleine Heimbackupstrategie mit einem Onlinebackup krönen. Stichworte wie “Cloud” oder Anbieter wie Backblaze, Mozy, Amazon oder Crashplan hört man sehr oft.

Wie meine Onlinestrategie gefahren habe, erfahrt ihr bald im zweiten Teil ;-)

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