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Ich find das grandios! Der hat damit dieser Amateurpolitik eine schallende Ohrfeige verpasst. Dieses Wahlkampf! Gesetz! Getöse! Ups! Murks! Unterschreib mal doch nicht! ist ja mal voll nach hinten losgegangen. Jetzt muss die Regierung den umständlichen und vor allem peinlichen Weg gehen, ein Gesetz gegen das Gesetz zu beschließen

und groß einen auf Datenschutz und so weiter gemacht haben, jetzt lauthals in Twittermeldungen und Foren die Meinung vertreten, der Staat möge auf den Datenschutz scheißen und sich als Datenhehler betätigen, um die bösen Steuerhinterzieher aus der Schweiz zu schnappen.

Keine Panik, Blog ist wieder da. Hatte ein paar Technikprobleme

Im letzten Wahlkampf konnte jeder, der ein wenig Ahnung von Technik hat, wunderbar miterleben, wie inkompetent, unerfahren und hilflos die meisten Politiker sind, wenn es um das Thema Internet geht. Aber Beispiele gibts nicht nur zu Wahlkampfzeiten, jeden Tag gibt es einen neuen Leckerbissen:
Heute ist es die Stadt Mannheim. Sie schickt ernsthaft einen Anwalt vor, der vom Besitzer des Twitteraccounts twitter.com/mannheim die Herausgabe eben jenes Accounts fordert. Namensrechte blahblahblah.
Was glaubt die Stadt eigentlich, wieviel Anrecht sie an einem Login-Namen oder einem Pfad (/mannheim/) auf dem Webserver einer Firma hat, die noch nichtmal in Deutschland sitzt? Was kommt als nächstes? Werden alle verklagt die “Mannheim” als Teil ihrer Mailadresse haben? Oder die, die ihre Fotos auf dem Webserver nach /fotos/staedte/mannheim ordnen?

Eigentlich könnte man es als Musterbeispiel für die Integration sehen. Ein islamgläubiger Mensch iranischer Herkunft wird zum Karnevalsprinzen in Bonn. Ausgerechnet bei der konservativsten und urdeutschesten Tradition, die dieses Land hergibt, steht er mit dem Namen „Prinz Amir I.“ an der Spitze. Nun, Karneval interessiert mich nicht sonderlich, aber vom Grundgedanken find ich das toll.
Nun, es wäre toll, wenn nicht irgendwer in die Suppe spucken würde. Der Suppenspucker hier nennt sich Stadtdekan Wilfried Schumacher, der zwar mit seinem Twitteraccount jugendlichkeit und moderne simuliert, aber so dermaßen rückständig ist (oder zumindest die rückständigen Positionen seiner Firma vertritt), dass er dem Prinzen die traditionelle Rede im „Mundartgottestdienst“ im Gegensatz zu seinen Vorgängern verbietet. Moslems beten für ihn den falschen Gott an und müssen schweigen. Und laut einem Fernsehbericht, den ich gesehen habe, hatte der Herr Stadtdekan nicht mal den Mumm, ihm das persönlich zu sagen. Er hat es über seinen o.g. Twitteraccount verbreitet. Er schrieb:
- Karneval und Christentum gehören zusammen.Ob es Tollität Amir gefällt oder nicht. Im Münster habe ich es das sagen.Er wird es lernen müssen. 2:53 PM Jan 15th from web
- Einige Leute in unserer Stadt brauchen Nachhilfe:Karneval und Kirche gehören zusammen – sie werden sie erhalten.Freuet Euch! oder auch nicht 11:53 PM Jan 14th from web
Nunja, lasst euch nicht die Karnevalsfreude durch solche Leute vermiesen, feiert, trinkt und kostümiert euch. Für Herrn Stadtdekan hab ich auch glatt einen Kostümvorschlag, wie wäre es als Gespenst?

(Leute in Gespensterkostümen, Quelle – Wikipedia)

“Der Deutsche Bundestag möge sich dafür aussprechen keine Ganzkörperscanner (auch Nacktscanner genannt) an deutschen Flughäfen zuzulassen.” Kurz und prägnant. Hier gehts zur Petition: http://is.gd/64CbG
