Wie hoch ist der Verdienst des Mediengestalters? Diese Frage hat mich während der Ausbildung auch sehr beschäftigt. Es gibt viele Tabellen für den Lohn, aber keine richtige Zusammenfassung. Daher habe ich diese Seite erstellt. Letztes Update: 21.10.2012 (erweitert um Lohnberechnung und Arbeitszeit)

Warum das Gehalt eines Mediengestalters so schwierig zu beschreiben ist

Einflüsse auf den Lohn

Was man feststellen kann: Die Löhne gehen extrem weit auseinander. Viele Faktoren spielen hier mit, Geschlecht (leider immer noch), Ost/West, Alter, Erfahrung, Können. Nicht zu unterschätzen ist der Faktor Lohn vs. Lebenshaltungskosten in der jeweiligen Stadt. Mit einem 1.500 Euro Gehalt wird man in Berlin oder Leipzig sehr viel weiter kommen, als in Köln, Hamburg oder München.

Wieviel Lohn erhält ein Mediengestalter

Von Kleingeld allein kann man nicht leben – Wieviel verdient ein Mediengestalter?

Fachrichtungen, Fachrichtungen, Fachrichtungen

Da der Beruf des Mediengestalters äußerst vielseitig ist, gehen in Gehaltsumfragen ebenso Werte von kleinen, klammen Designklitschen ein, wie von großen Druckereien mit Tarifverträgen. Bis 2007 ist der Mediengestalter in 4 Fachrichtungen aufgeteilt gewesen: Medienberatung, Mediendesign, Medienoperating und Medientechnik. Danach wurde umstrukturiert und es gab noch 3 Fachrichtungen: Beratung und Planung, Konzeption und Visualisierung, Gestaltung und Technik. Und nicht zu vergessen gibt es noch einen gesonderten Mediengestalter für Bild und Ton.

Dieses Fachrichtungschaos hat einen Grund: So ziemlich alles, was man Medien machen kann, seit vielen Jahrzehnten, hat man im Mediengestalter zusammengefasst. Die altehrwürdigen Berufe Schriftsetzer, Reprograf oder Notenstecher zählen dazu. Vom Zeichner über den Planer von Marketingstrategien bis zum Mediengestalter in der Druckvorstufe und natürlich das riesige mögliche Arbeitsumfeld der Bild-und-Ton-Mediengestalter nennt sich heute Mediengestalter. Zusammen mit diesen ganzen Möglichkeiten und den oben genannten Faktoren ist es sehr schwer festzulegen: Dieses Gehalt verdient ein Mediengestalter.

Wie sehen denn nun die Verdienstaussichten aus?

Ich habe mich auf die Suche nach Zahlen begeben und hier etwas zusammengefasst. Falls du die oberen Abschnitte übersprungen hast: Lies sie! Der Lohn hat extrem viele Einflussfaktoren!

Momentan liegt das Durchschnittsgehalt eines Mediengestalters in den Anfangsjahren gefühlt bei etwa 1800-2500 Euro brutto. Je nach Qualifikation sind die Grenzen nach oben hin weit offen. Nach unten sind in Internetforen ebenso oft erschreckend niedrige Löhne von 1.500 Euro brutto und weniger zu lesen, natürlich bei 40 Stunden und Überstunden ohne Ende. Für dieses Geld solltet ihr ohne Aussichten auf schnelle Steigerung in einem anspruchsvollen Job schlicht und einfach nicht arbeiten gehen. Nur so könnt ihr höhere Löhne erreichen. Seht es mal so: Ein Mediengestalter im Webdesign hat mitunter einen ebenso anspruchsvollen Job, wie der Programmierer, der neben ihm sitzt. Aber der Mediengestalter verdient weitaus weniger. Warum? Weil er sich es bieten lässt und weil der Fachkräftemangel scheinbar noch nicht groß genug ist!

Die Zahlen

Hier habe ich ein paar Zahlenquellen zusammengetragen. Im Grunde sind Zahlen aber wie oben gesagt Schall und Rauch ohne die Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Auch geht aus diesen Statistikzahlen nicht hervor, wie die Rahmenbedingungen aussehen, also die restlichen Werte wie Wochenarbeitszeit, Urlaubstage, Gratifikationen etc. Aber es gibt zumindest schonmal eine grobe Richtung:


Achtung: Wenn du direkt hier zu den Zahlen vorgesprungen bist: Lies dir die vorigen Abschnitte durch! Es gibt zuviele Faktoren, als dass diese Zahlen reichen würden!

So sieht es die Bundesagentur für Arbeit

Mediengestalter Digital und Print:
Bruttomonatslohn:   €  2.341 bis €  2.928
Bruttojahreslohn:   € 28.092 bis € 35.136

Mediengestalter Bild und Ton
Bruttomonatslohn:   €  2.400 bis €  2.600
Bruttojahreslohn:   € 28.800 bis € 31.200

Tarifvertrag der Druckindustrie

Bei Lohngruppe 5 im Monat        €  2.389
Im Tarifvertrag gibt es genaue Angabe zu Lohn, Urlaubstagen,
Gratifikationen, etc. Falls ihr unter einen Tarifvertrag fallt,
solltet ihr Euch informieren, z.B. bei Verdi.

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Allgemeines Bild in Foren und Umfragen

Bruttomonatslohn     €  1.500 bis €  3.200
Bruttojahreslohn     € 18.000 bis € 38.400

Ausbildung
Ausbildungsvergütung mit Tarifvertrag in der Druckindustrie ab 2012

Jahr 1  € 853     Jahr 2  € 904     Jahr 3  € 955     Jahr 4  € 1006

Hinweis zu Tarifverträgen

Die Angaben hier sind nicht vollständig. Tarifverträge sind recht komplex, daher informiert euch z.B. bei Verdi oder der Gewerkschaft, die für euch gilt.

Kleinvieh macht auch Mist!

Wichtig ist (vor allem wenn ihr mehrere Jobangebote habt), dass ihr nicht einfach nur die blanken Monatslöhne nebeneinander setzt. Wichtig sind die Lebenshaltungskosten am Arbeitsplatz (in Berlin gibt es andere Mieten als in München) und besonders wichtig sind die restlichen Bedingungen im Arbeitsvertrag:

  • Wieviele Urlaubstage gibt es im Jahr?
  • Wieviele Stunden muss man in der Woche arbeiten?
  • Sind Überstunden automatisch mit dem Gehalt abgegolten (was eigentlich nicht korrekt ist) oder werden die ausbezahlt oder ausgeglichen?
  • Gibt es weitere Gratifikationen wie Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld?
Insbesondere die Überstunden/Mehrarbeit wird in vielen Agenturen gesetzwidrig gehandhabt. Pauschal sämtliche Mehrarbeit mit dem Gehalt abzugelten ist nicht zulässig, bzw. nur in Ausnahmefällen, wie bei Führungspositionen, die dafür aber auch erheblich mehr Geld bekommen. Mehr dazu gibt es in diesem Wikipedia-Eintrag.

Mein Tipp

Rechnet das Gehalt – insbesondere wenn es mehrere Jobangebote gibt – auf die Stunde genau aus! Das ist ganz einfach!
  1. Sucht euch die Jahresarbeitstage für das Jahr und das Bundesland heraus, z.B. hier.
  2. Zieht Eure Urlaubstage davon ab
  3. Multipliziert die Arbeitstage mit eurer Tagesarbeitszeit. Bei einer 40 Stunden Woche sind das z.B. 8 Stunden am Tag
  4. Rechnet euer Gehalt für das komplette Jahr aus inkl. Gratifikationen wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld (immer im Kopf behalten, dass der Arbeitgeber das jederzeit streichen kann)
  5. Teilt das Gehalt (4) durch die errechneten Stunden (3) und ihr habt euren Stundenlohn
Beispiel: Ihr verdient 2000 Euro im Monat. Dafür geht ihr 40 Stunden arbeiten, bei 25 Urlaubstagen. Es gibt als Gratifikation ein 13. Monatsgehalt. Es ist das Jahr 2013 in NRW.
Dann rechnet ihr: 250 Arbeitstage (siehe Link bei (1)) Minus 25 Urlaubstage. Sind 225 Tage mal 8 Stunden = 1800 Stunden. Jetzt rechnet ihr das Jahresgehalt aus: 2000*12 + 2000 Gratifikation sind 26.000 Euro. Rechnet jetzt 26.000 Euro durch 1800 Stunden und ihr habt in diesem Beispiel einen Stundenlohn von 14,44 Euro.
Habt ihr ein weiteres Angebot, könntet ihr das dann gegenrechnen. Im Hinterkopf immer die Überstundenregelung und unsicheren Gratifikationen behalten. Wenn ihr es genau nehmen wollt, müsstet ihr noch Steuerklassen usw. berücksichtigen, aber da fragt besser einen Steuerberater :-).

Zukunftaussichten / Fortbildung / Weiterbildung

Auch wenn ihr denkt: Beim Mediengestalter zählt nur das Können – nicht ganz. Weiterbildungen bieten Lehrinhalte, die mit gestalterischem Talent nichts zu tun haben und die ihr euch auch nicht mal ebenso selbst beibringen könnt. Insbesondere, wenn man später einmal eine Abteilung leiten möchte oder andere Führungsaufgaben übernehmen will, kommt man nicht um kaufmännische und betriebswirtschaftliche Weiterbildungen herum.

Weiterbildung zum Fachwirt bzw. Medienfachwirt

Der Medienfachwirt oder der Fachwirt allgemein (es gibt weitere, Verlagsfachwirt, Verwaltungsfachwirt z.B.) ist quasi das Meisterbrief-Pendant bei den Schreibtischjobs. Man qualifiziert sich dort für das „mittlere Management“. Das ist ein Gummibegriff, „mittleres Management“ sagt eigentlich gar nichts aus. Aber mit dem Fachwirt hast auf dem Papier eine nachgewiesene Fortbildung, so dass du nun Verwaltungs-, Planungs-, Budgetierungs-, und Personalentscheidungen fällen kannst. Das ist doch schonmal was und wenn es demnächst heißt: Wer wird der neue Abteilungschef, dann hast du etwas vorzuweisen. Nach einigen Jahren Erfahrung als Mediengestalter solltest du dir überlegen, den Fachwirt zu machen.

Übrigens: Die Kurse zum Fachwirt z.B. von der IHK oder anderen privaten Schulen sind zwar recht teuer, so um die 6.000 Euro, jedoch bekommst du durch das „Meister-Bafög“ fast 50% von der Summe durch den Staat erstattet, wenn du erfolgreich abschließt. Das „Bafög“ ist übrigens hier irreführend, es hat mit dem echten Bafög nichts zu tun, du kriegst es auf jeden Fall, egal wieviel die Eltern verdienen ;-). Der einzige Fall wo der Staat nicht zahlt, ist wenn du schon ein Studium hast.

(Fern-)Studiengänge

Ein Studium zu beginnen ist schwer, wenn man bereits im Berufsleben steht. Da bietet sich eigentlich nur ein Fernstudium an. Und da gibt’s extrem viele Möglichkeiten, z.B. in Richtung Betriebswirtschaftslehre für die Management-Anwärter, Richtung Marketing/Kommunikation/Social Media wenn ihr irgendwo in entsprechenden Abteilungen eines großen Unternehmens sitzt. Da kann ich echt keine Empfehlung geben… nur eines: Ich denke, dass bei den Fernstudiengängen jede Menge teurer Schrott mit unnützen Abschlüssen zu finden ist. Macht euch in Foren schlau, was das Beste für euch ist!

Mein Tipp

Kurz und knapp: Stoßt euch im stressigen Agenturleben ein paar Jahre die Hörner ab, lernt ordentlich und versucht mit den paar Kröten zu leben, die euch die Designklitschen zahlen. Irgendwann bieten sich Optionen in größere Firmen zu springen. Idealerweise in Branchen, die primär mit Mediengestaltung nichts zu tun haben, z.B. in einer Marketing- oder Kommunikationsabteilung eines großen Autohauses oder Chemieunternehmens. Dort könnt ihr dann ohne Burn-Out älter werden und euch wie oben genannt weiterbilden.

Nur eines dürft ihr niemals tun: Die Füße hochlegen und beruflich auf der Stelle treten! Denkt mal 10 Jahre zurück, da gabs kein Facebook und keine Social-Media Abteilung in großen Unternehmen, die sich um sowas gekümmert hat. Oder denkt 20 Jahre zurück, da existierte für uns das Internet noch gar nicht. Wer damals als Mediengestalter die ruhige Kugel geschoben hat, ist heute abgehängt worden. Seht zu, dass euch das nicht passiert!

NUN ZU EUCH

Wieviel Gehalt bekommt Ihr? Habt ihr schon eine Fortbildung oder ein Studium gemacht? Arbeitet ihr in einer Agentur oder wo ganz anders? Schreibt es mir in die Kommentare!

Ihr seid Mediengestalter? Werden Mediengestalter-Fan auf Facebook!

(Wenn euch mein Text eine Hilfe war, dann kauft etwas bei Amazon über diesen Link, dann kriege ich ein wenig Provision)

Andreas Poschen

ist ein 34jähriger E-Commerce Experte, agile Product Owner und UX-Fan aus Aachen. Er arbeitet in Köln in einer großen Agentur und schreibt hier über seine Profession, seine Gedanken, Netzfundstücke und zu seinen Lieblingsserien. (mehr zu Andreas). Folgt ihm auf:



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147 Kommentare zu “Mediengestalter Gehalt

  1. Ich, einfach unverbesserlich am

    Sagt mal, kennt Ihr das Wort „nein“? Schonmal darüber nachgedacht, dass der Markt so kaputt ist weil es soviele Schnarchnasen gibt, die alles mit sich machen lassen? Achso, ja stimmt: was soll ich denn tun, ich muss meine Miete zahlen, habe Hund und Katze zu versorgen und andere Verpflichtungen. Mimimi. Dazu sage ich: „Ihr wollt mehr Wertschätzung? Dann tut gefälligst etwas dafür und fallt nicht gleich um wenn mal eine etwas steifere Brise weht.“ Oder meint Ihr das sich irgendjemand dafür interessiert wenn Ihr ein, zwei Jahre braucht um aus dem Burnout wieder rauszukommen? Wenn Euch übellaunige Chefs und Kollegen den Tag versauen und Ihr immer schön lächelt und zu Hause die Kissen vollheult? Wenn Euer Betrieb, Agentur oder whatever ganz plötzlich im Insolvenzverfahren steckt, der Vorstand sich noch schnell die Taschen vollmacht und sich bei Euch mit einem seichten Lächeln und einem labbrigen Händedruck bedankt und Ihr entsetzt auf die 60% Arbeitlosenunterstützung schaut und hinterher mitbekommt das die Herren und Damen neu firmiert haben und lieber auf junge Willige setzen, denn Du hast schon lange nicht mehr diese anfängliche Leidenschaft und das Glühen in den Augen gehabt? Nehmt Euch ein Beispiel an den Leuten hier die anständig bezahlt und ebenso behandelt werden. Man bekommt ja bei der Mehrheit der Kommentare das kalte Grauen und den Eindruck dass es nur noch Opfa gibt.

    Für eine 40-Stunden-Woche, die aber wirklich eine sein sollte, geht nichts unter 2800 brutto bei 3-4 Jahren Berufserfahrung. Je mehr eierlegende Wollmilchsau und Mehrarbeit zusätzlich gefordert wird, desto mehr MUSS auf dem Lohnzettel stehen und sei es über Mitarbeitervergünstigungen wie Geschäftshandy, Fitnesscenter, Benzingeld, Urlaubsgeld, Gewinnbeteiligung etc. Auch Arbeitgeber haben es im Moment schwer, deswegen kann man gut in dem Bereich entgegenkommen, wenn der Rest passt. Und fangt jetzt nicht mit „heutzutage ist alles nicht mehr so einfach“ und „es gibt so viel Konkurrenz“ und what the hell noch an. Das war noch nie anders, in keinem Job, aber dann lernt endlich Euch angemessen zu verkaufen und hört auf zu jammern, dafür gibt es weder Respekt noch mehr Geld. Und wenn alle Stricke reißen macht Euch selbstständig und tretet Euren ehemaligen Arbeitgebern in den Hintern, denn schließlich habt Ihr die Arbeit gemacht und wisst wie Euer Business geht.

    Antworten
  2. Servus!
    Ich bin grad auf der Suche..Ich interresiere mich für den MG Bild &Ton.So nun die Frage:
    – Überstunden?Normal oder gibt es Firmen wo man nicht unbedingt länger bleiben muss(hab Familie)
    – In welchen Firmen sollte man sich bewerben um gleich ein besseres Einstiegsgehalt zu bekommen?
    – Wie bekomme ich die Weiterbildungen?
    Ich bin aktuell Zahntechnikerin.Gehalt bei 40h Woche( + jeden Monat 25Überstunden) ein Bruttogehalt von 2500Euro.

    Antworten
    • Hallo Sarah, kommt erst einmal darauf an, wie dafür deine Qualifizierungen aussehen. Wenn du eine MG Ausbildung hättest und in der Praxis als Cutterin auch was umsetzen kannst, kannst du mit einem Einstiegsgehalt von 1500-2300Euro Brutto rechnen. Später können es schnell über 3500Euro Brutto werden.(filmpool) Kommt aber sehr viel darauf an, wie du dich verkaufst und was du schon drauf hast. Ist halt kein Job, den man einfach mal so kann, bloß weil man eine Ausbildung dafür absolviert hat. Kommt natürlich noch darauf an, wo du wohnst. Umschulen kannst du z.B. auf private Medien-Berufsschulen, wie „Berufskolleg für Medienberufe Köln“, kostet aber. Oder du suchst Dir einen Betrieb, der dies Ausbildet(_wige).
      Was Überstunden angeht, bei filmpool kommt es an speziellen Tagen schon mal vor aber nicht die Regel. Und dann komme ich halt die nächsten Tage etwas später oder gehe früher, wenn nichts los ist, ohne dass man irgendwas einrrichen oder unterschreiben muss. Habe sigesehen Gleitzeit. Die Haupsache ist, dass ich Termine einhalte. LG Dirk

      Antworten
  3. Hallo Zusammen,

    ich habe meine Ausbildung zum Mediengestalter in einer mittelgroßen Agentur in Bayern gemacht (2012) und anschließen ein 2-jähriges Wochenendstudium zum Dipl. Kommunikationswirt absoliviert. Mittlerweile habe ich über 3 Jahre Berufserfahrung und verdiene bei einer 42h Woche und 24 Tage Urlaub 2900 Euro brutto. Ich arbeite immer noch in meinem Ausbildungsbetrieb.

    Antworten
  4. Shariherzl am

    Ich arbeite im Osten der Rebuplik (Oberlausitz) und arbeite seit 5 Jahren beim gleichen Arbeitgeber. Jetziges Bruttogehalt bei 32 h beträgt 1088€ … Also grad mal Mindestlohn. Vorher war es also noch weniger! Urlaub habe ich nur den gesetzlichen, 21 Tage, da ja nur Teilzeitbeschäftigt (habe einen freien Tag in der Woche). Ich bin als Mediengestalterin eingestellt, mache also den ganzen grafischen Teil (Print), aber auch Rechnungen/Mahnungen schreiben, Angebote schreiben und auch anderweitige Büroorganisation (Büromaterial bestellen etc.). Überstunden müssen auch mal gemacht werden, was aber nicht sooft vorkommt, die werden dann aber auch vergütet oder eben Freizeitausgleich.
    Betriebsklima ist sehr gut, das ist dann wohl der Grund warum man immer noch hier arbeitet. Derzeit bilde ich mich selbst weiter in HTML/CSS/Javascript um meine Qualifikation noch zu steigern. Leider gibt es vom Arbeitgeber her gesehen keine Weiterbildungsmassnahmen, da muss man sich selbst kümmern. Aufstiegschance im Betrieb auch null. Betriebsgröße so etwa 8 Mitarbeiter.

    Antworten
    • Hallo Shariherzl, das ist aber wirklich sehr sehr wenig Gehalt. Nach 5 Jahren sollte Dir da schon mal die eine oder andere Gehaltserhöhung bevorgestanden haben. Auch ohne Weiterbildung! An deiner Stelle würde ich etwas mehr Druck machen, in Regelmäßigen Abständen. Funktionierte bei mir auch ganz gut(aber größerer Betrieb). Man achtet umgekehrt vielleicht mehr darauf, was du wirklich für den Betrieb leistest aber somit gehst du auch weniger unter.
      Und wenn da wirklich kein Entgegenkommen auftaucht, würde ich den Betrieb wechseln. Schließlich willst du ja irgendwann auch mal größer Investieren. (Auto, Haus etc…). Man lebt nicht nur für seinen Arbeitgeber!

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      • Shariherzl am

        Hallo Dirk, danke für die Rückmeldung. Leider denke ich das da nicht viel Rauszuholen ist. Da ich ja auch Rechnungslegung machen, weiß ich ja in etwa was jeden Monat rein kommt. Von daher habe ich mich auch entschieden mich umzuorientieren. Ein paar Firmen in der Nähe suchen derzeit. Ich habe zwar kein Auto, aber wenn es doch was werden sollte, muss man sich halt kurzfristig eins besorgen. Ich hoffe sehr das ich Glück habe und was neues finde. In unserer Gegend ist es mit Jobs in der Grafik-Branche leider auch schlecht bestellt. Mal schauen. Frohe Ostern 🙂

        Antworten
  5. Der letzte Abschnitt trifft den Nagel auf den Kopf…

    durch Weiterbildungen und das ständige „am Ball bleiben“ habe ich nun nach 8 Jahren den Betrieb gewechselt.
    Von einem Anfangsgehalt von 1800€ für 37h/Woche; 161h/Monat habe ich es in der Firma auf 2800€ gebracht.

    Nach meinem Wechsel stehen jetzt 40h/Woche auf dem Zettel. Da ich gelernter MG Digital und Print bin, aber durch Weiterbildungen den Bereich Bild und Ton mit bediene gibts nun mein aktuellstes Aufgabengebiet Filmschnitt, Komposing, 3D, etc für immerhin 3.200€ pro Monat plus Projektbeteiligung.

    Dafür ging ich aber aus einem Tarifbetrieb mit 30 Tagen Urlaub und 36 paar zerquetschte die Woche auf 25 Tage und 40 Stunden die Woche.

    Fazit: Bleibt am Ball und wenn ihr eine interessante Stelle findet testet euren Marktwert.

    Antworten
  6. B. Scheid am

    Ich, gelernter Mediengestalter für Digital- und Printmedien, habe während der Ausbildung im ersten Jahr 750, im zweiten 800, im dritten 850 € bekommen. War aber auch ein internationales und sehr erfolgreiches Unternehmen mit rund 1000 Mitarbeitern. Abgeschlossen habe ich 2004 oder 2005.

    Anschließend hat es ca. 8 Jahre gedauert, bis ich den richtigen Job und Arbeitgeber gefunden habe. Ich mache nun genau das, was ich machen möchte, was ich gerne und gut kann – in gutem Arbeitsklima und zu fairen Konditionen (gesamt ca. 40.000/Jahr). Ich habe grafische Verantwortung, im Schnitt viel zu tun, gebe aber lieber Vollgas statt viele Überstunden zu machen. Lieber verkürze ich meine Mittagspause, statt abends länger zu bleiben (mein Privatleben ist mir sehr wichtig!). Ich weiß, dass meine Arbeit gut ist und mein Gehalt wert ist. Und es ist auch noch Luft nach oben.

    Meine Gehalts-Historie (alle Süddeutschland)
    1. Arbeitgeber: 2000 brutto (40h-Woche) (Agentur, 3-4 Mitarbeiter)
    2. Arbeitgeber: 1800 brutto (32h-Woche) (Agentur, 2 Mitarbeiter)
    3. Arbeitgeber: 2250 brutto (44h-Woche) (Mittelstand, 1500 Mitarbeiter)
    4. Arbeitgeber: 3000 brutto (40h-Woche) (Mittelstand, 600 Mitarbeiter)

    Man sollte (natürlich) etwas Talent mitbringen, die Bereitschaft und den Willen, sich stetig zu verbessern und sich niemals (weit) unter Wert verkaufen. Das mit dem Talent erwähne ich, da in meiner Ausbildungsklasse damals einige waren (am Ende zählte die Klasse allerdings nur noch halb so viele Schüher), denen es entweder an Talent oder an Interesse oder an beidem kräftig gemangelt hat.

    Antworten
  7. Welche Wahl haste denn bitte als Azubi? Es ist völlig egal, in welchem Beruf du ausgebildet wirst, Azubilöhne sind in jedem Bereich nur Hungerlöhne. Klar arbeitet man als Azubi Vollzeit, aber man ist eben noch lange nicht soweit wie ein Ausgelernter.

    Wer als Azubi verhandeln will, der kann schnell gehen. Gerade im Bereich MG gibt’s genug Bewerber. Wenn man eben der Meinung ist, man muss als Azubi schon Ansprüche stellen, bitte. Der Firma ist das doch egal, dann kommt eben der nächste Azubi, der keine Ansprüche stellt. Auswahl gibt’s für den Betrieb genug.

    Wie gesagt, der Hungerlohn für Azubis ist nicht in Ordnung, aber so geht es vielen anderen in vielen anderen Ausbildungsberufen auch. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. So ist das halt.

    Antworten
  8. Mediengestalter BW am

    Hallo zusammen,
    vorweg, super Seite!

    Ich habe mir hier schon einige Beiträge durchgelesen und verfolge die Seite nun auch schon eine ganze Weile.
    Immer wieder liest man: „Azubis lass euch nicht ausnutzen“, „Azubis verkauft euch nicht unter Wert und verhandelt“, …
    Das kann ich ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Natürlich sollt ihr euch nicht ausnutzen lassen aber ich kenne keinen Betrieb bei dem man das Ausbildungsgehalt verhandeln konnte und mal ehrlich, auf jede ausgeschriebene Azubi-Mediengestalter-Stelle kommen ca. 100 Bewerber. Da halte ich es für einen nicht all zu guten Rat bei der Ausbildungsplatzsuche all zu hohe Gehaltsvorstellungen zu haben. Vor der Ausbildung habt/hattet ihr (die meisten) keine besonderen Qualifikationen die ihr als Argument bringen könnt mehr Ausbildungsgehalt zu verlangen. Ihr wollt doch die 40 Jahre nach der Ausbildung gut verdienen, was sind da die ersten drei Jahre.

    Nach der Ausbildung solltet ihr aber verhandeln. Überzeugt mit guten Noten, besonderen Qualifikationen und anderen Alleinstellungsmerkmalen die euch von der großen Anzahl an Konkurrenz abhebt.

    Zu meinen Daten:
    Azubi
    1. Lj 600
    2. Lj 700
    3. Lj 800

    Festanstellung
    Übernahmegehalt 2500
    Nach der Probezeit 2800
    Jetzt (4 Jahre ausgelernt) 3200

    Antworten
    • Pixelfee am

      Hallo Mediengestalter BW,

      wer nix kann, kann auch froh sein eine Stelle zu ergattern. Aber die Anforderungen der Unternehmen sind sehr oft, dass du am besten alles kannst, was eigentlich der Betrieb bei bringen sollte, so dass der Azubi eben als billige Arbeitskraft fungiert und das ist nicht ok!

      Ich habe auschließlich 1er Zeugnisse gehabt, kaum Fehltage, mit erweiterten Kenntnissen in diversen Adobe Programmen und Programmierung. Das kostet uns Azubis auch viel Zeit und vor allem Kohle! Wenn man z.B. an verschiedenen Seminaren teilnimmt um das alles zu beherrschen und sich dann mit 400€ abspeisen zu lassen. Kann deine Aussage da echt nicht verstehen.

      Nimm sich ein Unternehmen wirklich die Zeit und investiert in einen Azubi, der geringe oder keine Vorkenntnisse aufweist, bildet ihn also wirklich vernünftig aus und fördert vor allem sein Engagement, dann gehe ich noch d’accord mit min. 400€ netto.

      Antworten
      • Mediengestalter BW am

        Hallo Pixelfee,

        ich verstehe was du meinst und das ist natürlich nicht in Ordnung aber du musst das auch etwas aus der Sicht des Betriebes sehen. Wenn du als Chef die Wahl zwischen einem MG mit und einem ohne Vorkenntnissen hat, wen würdest du einstellen? Genau so läuft das auf dem Arbeitsmarkt. Anders gefragt, fändest du es gut wenn du dich auf eine Stelle bewirbst, du diverse Qualifikationen vorweisen kannst, eigenes Geld investiert und Fortbildungen besucht hast dann aber eine Absage bekommst weil sie einen genommen haben der nach der Schule dachte er versucht das mal?

        Die Ausbildungsvergütung auf Grund der Kenntnisse anzupassen halte ich in der Praxis auch für schwer umzusetzen. Pro Qualifikation 50€ mehr? Dann hast du im Betrieb 3 Azubis im 1 Lj die alle unterschiedlich verdienen, das stiftet Unruhe und fördert keineswegs das Betriebsklima.
        Davon mal abgesehen 400€ sind wenig, 500€ sind ok? dann reden wir von Netto ~ 80€ dafür die Chance auf eine Einstellung zu reduzieren lohnt sich aus meiner Sicht nicht. Wie beim letzten mal schon geschrieben, finde es viel wichtiger was nach der Ausbildung ist.

        Antworten
        • Moin.
          Ich kann Mediengestalter BW nur zustimmen. Ich selbst habe eine Ausbildung in einem mehr schlechten als guten Betrieb gelernt. In der Schule aufpassen, alles aufsaugen was geht. Ich habe es jetzt innerhalb eines Jahres von Ausbildungsvergütung BRUTTO 550€ im letzten Ausbildungsjahr zu 2500€ brutto gekommen. Gute Arbeit zahlt sich aus, wenn man sich nicht unterbuttern lässt und die Personaler mit seinem Können überzeugt. Ausbildung durchhalten, von den Mitschülern lernen und üben üben üben!

          Antworten
  9. Pixelfee am

    Da ich mich damals und teilweise auch heute noch immer wieder mit der Frage beschäftige, wieviel denn das branchenübliche Gehalt beträgt und was man so verlangen kann, gebe ich mal ein wenig Senf dazu.

    In meiner dreijährigen Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print, Gestaltung Technik, Schwerpunkt Nonprint habe ich in NRW in einem 60 Mann starken mittelständischen Unternehmen

    30 Urlaubstage,
    1. Lj. 600€
    2. Lj. 650€
    3. Lj. 710€
    (alles brutto natürlich)
    bekommen.
    Wenn samstags gearbeitet werden musste wegen Auftragsspitzen gab es dafür einen Sonderurlaubstag gutgeschrieben. Wir hatten Gleitzeit und konnten nach Rücksprache dann auch mal nen Tag wegbleiben, um die Stunden abzubauen. Nach der Schule musste man nicht mehr in den Betrieb, wie es leider heutzutage bei vielen Agenturen gang und gäbe ist!
    Bei einer übernahme hätte ich für eine 40-Stunden-Woche 2000€ brutto bekommen, auch wieder 30 Urlaubstage. Kollegin hat ne 35-Stunden-Woche mit 2000€.

    Hatte mich auch in Bremen zur Ausbildung beworben, bei nem Headshop und bei einem naja nennen wir es mal Fotostudio (k**ikfoto), das Azubigehalt war auch lachhaft.
    1.Lj – 3. Lj. gestaffelt ca. 350€, 380€, 420€, natürlich auch wieder brutto.

    Habe zu einem mittelständischen Onlineshop gewechselt im Emsland ca. 60 Mitarbeiter, 1800-2000€ brutto, 24 Urlaubstage.
    Das war def. zu wenig besonders, weil ich sehr viel beherrsche, also Programmierung, Adobe Produkte die man so als Printler (Indesign, Illustrator) und auch Digilog Mensch braucht (Dreamweaver, Photoshop, Flash).

    Bin dann in Bremen angestellt worden, 2500€ brutto, 28 Urlaubstage und viele Benefits für Mehrarbeit etc. flexible Arbeitszeiten.

    Hoffe ich konnte euch somit ein paar Richtwerte geben.

    Ps. Liebe angehende Azubis, ich kann verstehen, dass man viel hinnimmt, wenn MG einfach der Traumjob ist, aber lasst nicht alles mit euch machen und euch gefallen.
    Nur solange Leute sich auf Hungeröhne und unverhältnismäßige Arbeitszeiten einlassen, können Betriebe sowas ausnutzen.
    Solltet ihr also wirklich was auf dem Kasten haben, verhandelt!

    LG und viel Glück

    Antworten
  10. Fest und Selbst am

    Erst einmal vielen Dank für diesen Block 🙂
    Den Fachwirt werde ich mir mal noch überlegen.

    Ich bin 27 Jahre, seit 1,5 Jahren festangestellt als Cutter in einer
    größeren Firma für TV-Entertainment mit ca. 100-150 Festangestellte und einige freie dazu.

    Zunächst als Kind und junger Mann bin ich irgendwie immer in die maschinelle Handwerksecke gedrückt worden. Konnte halt auch immer schon gut mit Felx und Säge^^
    Mitten in dieser Ausbildungszeit zum Anlagenmechaniker, wollte ich aber etwas anderes. Habe neben dieser Ausbildung angefangen mein Hobby weiter nachzugehen. Intuitiv mal ein Gewerbe angemeldet im Bereich Mediengestaltung.

    Die ersten Kunden zufriedengestellt als junger Cutter. Das gefühl endlich das richtige gefunden zu haben, leitete mich dann dazu meine damalige Ausbildung abzubrechen, um in Köln eine private Medien-Schule(Schulzeit selbst finaziert mit Selbstständigkeit) zu besuchen, um dort eine Ausbildung zum gestaltungstechnischen Assistenten zu absolvieren, welche ich mit 1,6 Notenschnitt abgeschlossen habe. Ich weiß, nicht die vielversprechenste Ausbildung in dieser Branche aber viel mehr war für mich nicht nötig, um selbstbewusst im Medienbereich Fuß zu fassen. Damals 23 Jahre alt.

    Mein Gehalt liegt momentan bei 2500€ brutto, ca. 1700 netto.
    Eingestiegen bin ich mit 750€ brutto, ging aber schnell nach oben.
    Vielleicht lag es mit am Talent 🙂

    Arbeitszeit von 9:00 bis 17:30, 40h pro Woche, 2,5 Tage Urlaub pro Monat, kurz befristete Verträge (ca. aller 2-6 Monate neu, zähle die Verträge schon nicht mehr), kein 13. Gehalt… null Zuschuss.

    Überstunden ist wie so oft ein Thema für sich.
    Um Ausbeute zu verhindern sollten wir offiziell nur in Ausnahmen überstunden machen und es vorher anmelden, was in der Praxis absolut unrealistisch ist, da bei uns gerne kurz vor Feierabend doch noch etwas rein kommt und fertig werden muss, weil Sendetermin gesetzt ist usw… Diese angefangene Sendung muss von mir nicht nur fertiggestellt werden sondern mit mir zusammen auch noch abgenommen werden, von Leuten, die 11 oder 15 Uhr erst im Büro erscheinen und mich dann unverständlich anschauen, wenn ich denen klarmache, dass ich eigentlich schon fast zu Hause wäre und sich so langsam Frustration breit macht. Seit kurzem bestehe ich aber auf diese Arbeitsregelung härter, da ich mich als einer der fleißigen und flexiblen Angestellten so lagsam etwas ausgenutzt und unter Wert geschätzt fühle. Das Schnittäffchen halt.

    Ja und nebenbei bin ich natürlich immernoch selbstständig als freier Cutter unterwegs. Mein Traum, der mich über Wasser hält 🙂
    Irgendwie ganz anders aber irgendwie auch das gleiche.
    Mir kommt es so vor, als wäre ich aber in dieser Situation mehr Herr der Lage. Und wenn es mit einem Kunden mal nicht so funktioniert, hat man ihn wenigstens nicht jeden Tag an der Seite.

    Eine Zeit lang konnte ich auch ganz gut allein von der Selbstständigkeit
    leben. Leider ist es aber sehr schwer unbezwungen so viel zu verdienen, wie als Festangestellter. Aber selbst nur mit Wochenend- und Urlaubsaufträgen verdiene ich damit gerne mal meinen Nettolohn oben drauf. Dafür gehen aber auch viele Wochenenden und Urlaubstage flöten. Sonntag ist dann ein Fremdwort für mich, weil ich auch von zu Hause aus arbeiten kann.

    Eigentlich wollte ich mich bloß mal nach einer alternativen Cutter-Stelle + Gehalt erkundigen, nun habt ihr aber mein Senf lesen dürfen:)

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  11. Hallo, klasse Seite, vielen Dank! Alles sehr informativ 🙂

    Mein Werdegang (w, 42 Jahre):
    1990 Lehre als Druckformherstellerin, danach für 2 Jahre übernommen worden.
    1995 bis jetzt: kleine, mittelständische Druckerei (10 Personen, davon 3 Chefs)

    Seit 20 Jahren decke ich ebendort selbstständig folgende Bereiche in der Druckvorstufe (insg. 3 Mitarbeiter plus ein Chef) ab:
    – Schriftsetzerin (Akzidenzen, Broschüren, Bücher, Mailings, etc.)
    – komplette Druckvorstufe (Druckformherstellung, Ausschießen, Platten belichten, Kontrolle)
    – System- und Softwarepflege
    – Spezialistin für anspruchsvollere setzerische Tätigkeiten (gerade in PS und AI, welche meine Kollegen nicht beherrschen, mein Chef auch nicht so)
    – Datensicherung
    – seit 3 Jahren zusätzlich zuständig für den neuen Digitalen PrePress Bereich, d.h. selbstständige Abwicklung aller Digitalen Druckaufträge auf einer hp Indigo, inkl. Aufbereiten/Ausschießen der Kundendaten, selbstständige Kontrollen und Austausch mit Kunden, zum Teil schneide ich mir sogar das Papier selbst, fülle die Aufträge aus, verarbeite zum Teil die fertigen Produkte selber weiter
    – zusätzlich werde ich bei Bedarf für Handarbeiten (Kuvertieren, Druckern zuarbeiten, Büroarbeiten <- meine männl. Kollegen übrigens nie, etc.) eingeteilt

    wie es halt in kleinen, familiären Betrieben vermutlich üblich ist.

    Beim Gehalt habe ich wohl eher Glück, er zahlt Tarif (aber alle angeblich gleich, keine Lohnerhöhungen außerhalb Tarif möglich, will er nicht).

    40 h/Woche | 30 Tage Urlaub | Urlaubs- und Weihnachtsgeld | Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge | VWL-Zuschuss
    Brutto: 3270 | Netto: 2098 (1970)

    was, wenn ich das hier so lese, oberer Bereich ist.

    Es bestehen aber keinerlei Möglichkeiten, seine Situation durch mehr Aufgabenbereiche/Verantwortung etc. zu verbessern.

    Bin also gerade am Bewerben, da ich dort inzwischen keine Zukunftsperspektive sehe (und noch mehr Arbeit bei gleichbleibenden Konditionen sehe ich auch nicht mehr ein; alle zwei Kollegen plus ein Chef stehen nämlich kurz vor der Rente und ich befürchte vermutlich zu Recht, mehr Arbeit auf weniger Leute, nämlich nur mich, weil ich ja alles allein abdecken kann)

    Insgesamt aber eher Jammern auf hohem Niveau, aber wenn man viel und gute Arbeit leistet seit 20 Jahren, möchte man ja auch ein bisschen was davon haben und nicht ins Gesicht gesagt bekommen, dass Leistung, Betriebszugehörigkeit & Co egal sind, weil man keinen Unterschied machen möchte. 😉

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  12. Hallo, diese Seite ist sehr gut und informativ. Vielen Dank.
    2001 habe ich eine 2jährige Umschulung zur MG Digital&Print, FR Mediendesign abgeschlossen.
    Danach einige Jahre durch Praktikumsplatz in einem Maklerbüro und später in einem hotel als MG geabrbeitet, Flyer, Websitenbetreuung, Stammdatenpflege, nach und nach immer mehr Bürotätigkeiten.
    Dann ein Sprung in eine ganz andere Branche für 4 Jahre und nun wieder arbeitssuchend. Derzeit mache ich, auf eigenen Wunsch und mit enormer Motivation, eine geförderte Weiterbildung, um meine Software-Kenntnisse einigermaßen auf den Stand zu bringen wie es heutzutage verlangt wird. Damals gab es das Internet zwar „schon“ 😉 aber wir haben wirklich alles irgendwie nur angekratzt und ausser Photoshop kaum ein Programm besser kennengelernt.
    Nun habe ich nächste Woche ein VG im Raum Hannover.
    Habe mich informiert über die Firma usw. und natürlich wie ich den üblichen „Gehaltswunsch“ am günstigsten beantworten könnte. Da ich weiter weg wohne, wäre eine tägl. Fahrzeit von 1,5 Std minimum pro einfache Autofahrt oder ein Umzug dann vonnöten.
    somit müsste ich schon etwas höher veranschlagen …
    VG Kat

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  13. Namen spielen keine Rolle am

    Hallo liebe Mediengestalter,

    meine Geschichte ist sicherlich recht interessant und hat natürlich auch etwas mit Glück und zur rechten Zeit… zu tun.
    Ich habe zunächst 7 Semester an der Uni in den Sand gesetzt um dann doch noch eine Ausbildung als Mediengestalter zu starten.
    Zunächst habe ich keine Stelle bekommen aber dann hat es quasi im letzten Moment doch noch geklappt, da der Azubi der Agentur abgesprungen war. In der Berufsschule war ich dann der zweitälteste und deutlich über dem Durchschnitt (27 Jahre). Gehalt gab es dann diese untertariflichen Beträge um die 500€.
    Nach Ausbildungsende (2,5 Jahre) gab es dann am letzten Tag eine Mail vom Chef in der er mir 1200brutto anbot für eine 6 monatige Probezeit (lächerlich wenn man schon 2,5 Jahre dort gearbeitet hat). Hatte natürlich keine Alternative und musste das Angebot annehmen. Dazu muss man sagen dass ich der einzige in der Agentur war, der digitale Medien beherrschte und ich hier alles alleine umgesetzt habe – der Rest/aber auch das Kerngeschäft war Print (hier habe ich aber auch sehr viel mitgearbeitet).Nach dem halben Jahr wurde „großzügig“ auf 1800€ erhöht.
    Nach einem weiteren Jahr hat meine damalige Ausbilderin gekündigt. Somit war nur noch ich und eine andere Gestalterin (die noch nicht lange in der Agentur war und angeblich Freelancer war, aber jeden Tag kam, den Chef umgarnte und sich als Chefin aufspielte) im Haus. Neu sollte auch niemand eingestellt werden, evtl. wollte man noch einen Azubi holen.
    Von meiner Ausbilderin wußte ich dass sie ca 2700 brutto verdient hatte (also durchaus akzeptabel). Also habe ich dann das Gespräch mit meinem Chef gesucht, der mit dann zähneknirschend 2100€ geboten hat – mehr sei nicht drin.
    Habe hin und wieder nach Stellen gesucht aber nie ernsthaft. Dann kam aber irgendwann der Entschluss, dass ich definitiv weg muss.
    Gerne wollte ich auch wieder in die Heimat (bin extra für die Agentur umgezogen). Auch meine alte Ausbilderin hat mir öfters geschrieben, dass ich dort so schnell wie möglich weg müsse.
    Dann habe ich eine Stelle eines großen Unternehmens mit eigener Werbeabteilung gefunden. Diese passte wie die Faust aufs Auge. Eine einzige Bewerbung und es gab die Zusage. Mit Freunde hab ich dann gekündigt. Das ist jetzt auch schon 2 Jahre her. Hier bekomme ich über 2900€ – aber 14 Gehälter – also über 40000 im Jahr. Demnächst gibts Gehaltsgespräche und dann steigt man alle 2 Jahre weiter auf. Perfekt!
    Vielleicht macht das Ganze ja vielen unzufriedenen Mut!

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  14. Katharina am

    Während meiner Ausbildung habe ich auch nur um die 400 Euro bekommen. Dazu unbezahlte Überstunden und einen ziemlich fiesen Chef… Am Ende wollte er mich übernehmen. Ich bin trotzdem gegangen. Hab ein halbes Jahr gesucht. ALG1 trotz niedrigem Gehalt bei fast 900 Euro! Während der Zeit wurde ich ungeplant schwanger. Nun arbeite ich befristet (halbes Jahr) bei einer großen Firma für Gebäudetechnik. Ich mach deren neue Broschüren und so. Kann mich nicht beschweren. Einstellung trotz SS. Achtzig Prozent Homeoffice, dh größtenteils freie Zeiteinteilung. 37 Stundenwoche. Drei Wochen Urlaub. Keine Überstunden. Nette Kollegen. Gehalt liegt nach Abzügen bei ziemlich genau 1700 Euro.

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    • Das ist doch super. Das ist extrem selten, dass Dich der Arbeitgeber unter diesen Voraussetzungen angestellt hat. Klar, Sympathie und die Chemie zählen immer, genauso wie das jemand sieht, dass man noch für die Sache wirklich brennt Aber sobald man weg von Agenturen geht, sind die Arbeitsbedingungen und die Work-Life-Balance wieder in Ordnung. Später kann man sich ja zusammentun und fortbilden. Dann kann man in die Zukunft sehen und planen.

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  15. Zufriedener MG am

    Kurz vorweg, finde es auch recht wenig für 15 Jahre Berufserfahrung in München und vor Allem bei dieser Arbeitszeit + Überstunden.

    Denke aber auch das Patrick etwas sehr theatralisch ist. Nichts für ungut. Aber mit der Vorstellung von Zuhause arbeiten, sich die besten Jobs rauspicken, die Spaß machen darf man sich wirklich nicht wundern enttäuscht zu werden.
    Das Agenturbetreiber/Chefs ein größeres Auto fahren als seine Angestellte sollte auch klar sein. Die meisten haben sich das auch nicht über Nacht aufgebaut. Und mit der Aussage man produziere nur unnütze Werbung machst du unseren Berufsstand ziemlich schlecht. Einer unserer Aufgaben ist es, das Verständnis der Nachrichten zu erleichtern und die Aufmerksamkeit auf sie zu erhöhen auch im privaten Umfeld schenkt eine individuelle/originelle Einladungskarte/Plakate und andere Werbemittel Freude.

    Stimme aber auch zu das kreative Jobs leider viel zu schlecht bezahlt werden. Hart körperliche Arbeit ist das Eine aber auf lange Sicht wird es keine Maschine geben die Kreativität schafft und Trends setzt.

    Ich kann zu meinem Gehalt nur sagen das ich zufrieden bin, weiß aber auch das dies eher eine Seltenheit ist.
    Angestellter (keine leitende Funktion) | 40h | 30 Urlaubstage | 3100 Brutto + Weihnachtsgeld | 4 Jahre Berufserfahrung

    Antworten
    • Das ist ja auch eine vernünftige Bezahlung. Man muss sich nur vergegenwärtigen, dass man deutlich mehr als ungelernte Kräfte verdienen muss. Sonst, auch wenn der Job Spaß macht, macht es auf Dauer keinen Sinn. Von zu Hause arbeiten, meinte ich, wenn man den Job als Freelancer oder als Nebenjob betreibt. Interessanterweise betreibt der Forenbetreiber den Kreativjob ungezwungen auch neben dem Hauptjob, genauso wie ich es machen werde. Als Hauptjob nicht geeignet.

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      • Dazu kommt noch erschwerend hinzu, dass Design subjektiv ist, d.h. gefällt ein Design dem Chef nicht, kann man das 16x machen und hängt 2 Tage lang an einer Visitenkarte nebenbei (obwohl das Kunden und Mitarbeiter selbst gut fanden), während die Webseite und die Rollups, die Newsletter und Flyer sowie T-Shirt Bedruckungen, Incentives (günstige Schmierstoffe für Kundenbeziehungen) noch gemacht werden müssten… und dazu E-Mails und andere Kundenanfragen sowie interne Anfragen plus Meetings am Telefon, per Web oder vor Ort, die genau dann reingesetzt werden, wenn man gerade konzentriert bei der Sache ist und kurz davor war, die Sache ein für alle mal zu beenden. Dann wieder nach dem meist ohne Ergebnis verlaufenden Meeting wieder in die alte Thematik rein und bei Rückfragen fragen Sie sich besser selbst, denn der Chef weiß es eh nicht oder er antwortet gar nicht oder ist gar nicht da oder hat einfach bessere Dinge zu tun, um dann nach Ergebnissen zu schreien, die dann am besten gestern erledigt gewesen wären… nein, da mache ich lieber einen weniger subjektiven Job, den man kontrollieren und beenden kann und der der Firma etwas bringt, so dass man mehr verdienen kann. Außerdem ist die Last auf mehreren Schultern verteilt deutlich leichter, d.h. ein stinknormaler Job, der von mehreren Mitarbeitern gemacht wird, bevor man als direkter einzelner Ansprechpartner die volle Breitseite der Geschäftsführung abkriegt.

        Antworten
  16. Supergrobi am

    Hallo

    Meine Eckdaten:

    Ausbildung zur Schriftsetzerin,
    15 Jahre Berufserfahrung. Ausbilderin.
    Gehalt im ersten Arbeitsjahr: 1600 brutto

    Heute:
    40 h/Wo.
    Überstunden nicht bezahlt/nicht frei, gerne mal 14 Std./Tag
    Arbeitszeiten fix ab 7.30, keine Gleitzeit
    Verlag, Buchproduktion,
    Mittelhessen,
    2700 brutto, 24 Tage Urlaub.

    Also, bei uns wird extreme Effizienz und eigentlich die Creme de la creme der Branche gefordert. Dafür finde ich das fixe Arbeitszeit-Modell und den gesetzlichen Mindesturlaub ohne Progression echt lachhaft. Internetnutzung ist untersagt, Knowhow soll aber immer uptodate sein. Bei uns haben schon Mitarbeiter nach 10 Jahren nach der ersten Gehaltserhöhung gefragt und sind gefragt worden, was ihnen eigentlich einfällt… Zudem werden die Leute systematisch klein gehalten, angemeckert, Informationen vorenthalten, Mitarbeiter gegeneinander ausgespielt und ich bin mir nicht mal sich, ob wir nicht abgehört werden…. Ich mach das nur, weil ich die Tätigkeit mag, aber über kurz oder lang werde auch ich zermürbt sein, grade, weil wir nicht mal mehr als 2 Wochen Urlaub am Stück nehmen dürfen, aber das reicht oft nicht.

    Antworten
    • Typographil am

      Hallo,

      hier entwickelt sich eine schöne Sammlung, schön zu lesen =)

      Gerne auch meine Eckdaten:

      gelernter Mediengestalter mit Fokus Print/Design und Konzept, ab dem ersten Jahr,
      Gehaltssteigerung alle 2 Jahre, Raum München, Agenturgröße 11 Mitarbeiter
      Später +Webdesign +Fotografie +Fotodesign +Außenwerbung

      1.600 brutto Festanstellung, 25d Urlaub, 40h Woche
      1.800 brutto Festanstellung, 26d Urlaub, 40h Woche
      1.800 brutto Festanstellung +Nebenverdienst Druckvorstufe, Produktion (s.o) +395
      2.100 brutto Festanstellung, 26d Urlaub, 40h Woche

      Aktuell leitende Position Grafikdesign (Art Director), 15 Jahre Berufserfahrung

      2.100 brutto Festanstellung +Nebenverdienst Druckvorstufe, Produktion (s.o) +450,
      +Nebengewerbe fotografische Tätigkeit +Illustration / 60h Woche / 130 Überstunden / 40 Tage Urlaub offen

      Somit komme ich monatlich auf ca. 2.200 auf die Hand

      lg =)

      Antworten
      • Nur so eine Frage, ist das nicht in Deutschland und vor allem in München nach so vielen Jahren Berufserfahrung und Vollzeit verdammt wenig Geld? Wie will man denn da eigentlich in München noch überleben? Familie? Oder lebst Du zig Kilometer außerhalb von München und darfst dann in die schicke Gewerbegebiet oder Innenstadtlage der Agentur jeden Tag pendeln? 2200 Brutto wäre mir nach einem Alter von 30 Jahren 100% in Deutschland mit hohen Fixkosten definitiv zu wenig. Das letzte Angebot, was mir jemand auf den Tisch gelegt hat, waren 1600 Brutto. Da wurde ich echt sauer und habe das erste mal endlich nach zig anderen Stellen gesagt „das ist mir eindeutig zu wenig“. Jetzt habe ich endlich auch einen Schlussstrich durch die Medienlandschaft und vor allem durch die Agenturxxxxxße gezogen, da ich es nicht einsehe, das Leben des Agenturbetreibers oder Marketingfuzzis zu bereichern, da auffallend viele Werbeagenturbetreiber Lancia Cabrios, Porsche, BMW oder Audi fahren, im Alter von mir selbst überall rumreisen, ein fettes Haus aufbauen und mich aber in der Agenturbutze bis in den Abend versauern lassen. Und was produziet man am Ende? Nur unnützige Werbung. Man hilft ja nicht einmal den Menschen. Aus all den Gründen habe ich mit meinem Traum, der leider wie immer nur der Traum einer geringen Prozentschicht ganz oben ist, resigniert und bin jetzt Realist und arbeite den Schlüsselindustrien zu, die ja sowieso von den Agenturen beliefert werden. Da kann ich auch direkt bei den Auftraggebern arbeiten und brauche keine Parasiten dazwischen. Meiner Meinung und Erfahrung nach werden alle Grafiker und Kreative komplett ausgenutzt, da sie A) nichts anderes machen wollen (Idealisten + „Spaß“, der aber zum Ernst wird, wenn man das mal objektiv betrachtet), B) oft nichts anderes können und c) keine andere Wahl haben (Konkurrenz, Spaßbereich und demnach melden sich viel zu viele Chaoten). Für mich ist Kreativität ungezwungen, vielleicht sogar mit etwas Nebenverdienst, der optimale Weg und das habe ich schmerzlich in der letzten Anstellung bemerkt, wo ich davon geträumt habe, von zu Hause aus zu arbeiten und mir selbst die Aufträge rauszupicken, die Spaß machen oder denen ich gewachsen bin. Ich weine der Kreativbranche keine Träne nach. Es ist euer Leben, was von der Zeit begrenzt ist. Und wie kann man diese Zeit nutzen? Mit Geld + Zeit + Gesundheit, nach der Arbeit, eben Freiheit!

        Antworten
  17. Hallo,
    ich halte mich mal kurz. Gelernter Grafik-Designer, mit mehreren Zusatzquali´s (Seminaren etc.), 30 h/Woche, Überstunden werden nicht bezahlt, angestellt als Mediengestalter ner 6 Leute Agentur in Niedersachsen. Jetzt seit 1 1/2 Jahren in der Firma.
    Gehalt 1125 Brutto :-/

    Liebe Grüße

    Antworten
    • So, nach 1600 Brutto, dann 1800 Brutto, dann 2200 Brutto, dann 2400 Brutto wieder bei einer kleinen Agentur Aussicht auf Grafiker-Job mit sage und schreibe 1750 Brutto im Monat. Das beste daran ist, dass ich anfangs noch 1600 Brutto Gehalt vorgeschlagen bekommen habe mit 24 Urlaubstagen maximum. Ich musste mich um 1750 Brutto und 26 Urlaubstage prügeln. Jetzt erhalte ich noch ca. 950 Euro Arbeitslosengeld, aber nur weil 60% vom letzten 2400 Brutto Job. Damit kommt man notfalls noch als Single mit HartzIV Wohnung über die Runden, aber 60% von 1750 Brutto wird knappe 739 Euro Netto Arbeitslosengeld. Ich glaube unter 850 Netto im Monat ist in Deutschland die Armutsgrenze… Man kann sich hier nichts ansparen, nicht privat vorsorgen, keinen mickrigen Urlaub machen und Hobbies heißen dann: saufen und TV glotzen. Für 45h pro Woche nur magere 250 Netto mehr als jemand, der zu Hause hockt ist übel… und das nach Studium, Berufserfahrung und zig Praktikas. Aber ich muss ja lächeln und für die Firma brennen…

      Antworten
        • Noch zig Jahren Kreativität und Verzicht auf Lebensqualität habe ich endlich nein gesagt und wechsle in die Industrie, weg vom Kreativbereich. Vielleicht hat jemand Glück und arbeitet in der Nähe eines Mittelständlers oder einer gößeren Firma in einem Marketingbüro und verdient somit 400-500 Netto pro Monat mehr als der Durchschnitt in einer kleinen oder mittelgroßen Agentur. Dann kann das interessant sein, wenn man das macht, was einem Spaß macht. Aber Spaß ist relativ. Auf der Straße zählt nur das, was man im Portemonnaie hat. Leider. Und ein weiterer Faktor, der mich bei Kreativjobs immer immens gestört hat, war die Arbeitszeit. Viel zu spät angefangen und somit immer ca. 18 Uhr bis 19 Uhr zu Hause angekommen. Das man bei solchen Arbeitszeiten nie zum Arzt kommt oder mal ein Paket versenden kann, ist klar. Und bitter ist auch, dass man für wenig Geld, während andere Freitag mittags schon zu Hause sind, während man selbst noch 4 Stunden länger arbeiten darf, um dann wieder in der Nacht zurückzukommen. Dass ist auf Dauer sehr viel weniger Lebensqualität. Und vom letzten Gehalt hätte ich nicht einmal einen mittelmäßigen Urlaub 1x im Jahr zusammensparen können, Vorsorge noch nicht einmal eingerechnet. Wozu geht man denn sonst arbeiten? Wenn ich arbeiten gehe, dann bitte mit den Möglichkeiten, die kein Harzer hat. Leben, NICHT überleben. Oder will hier jemand mit 37 Jahren noch leben wie ein Student?

          Antworten
  18. Hallo zusammen,

    zu meinen Rahmenbedingungen:
    – 40h/Woche
    – Überstunden unbezahlt/ nicht frei
    – 30 Urlaubstage
    – Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld (je 30% Brutto)
    – Unbefristet
    – 2700 Brutto
    – Firma (150 mitarbeiter, keine Gewerkschaft)
    _______________________

    Zu oben kann ich aus nähester Erfahrung sagen das Erzieher/in keineswegs stressfreier ist…
    Verantwortung über kleine Kinder oder Behinderte ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Ebenso sind Überstunden und arbeiten am Wochenende keine Seltenheit dazu kommt das sie noch schlechter bezahlt als sind MGs.

    Callcenter kenne ich auch andere Erfahrungsberichte. Genervten Kunden verträge aufschwatzen die meist unfreundlich reagieren ist nichts was ich gerne tuen würde.

    Aber bleiben wir beim MG, worums hier im Forum auch gehen sollte.
    Toller Job, mittelmäßige bezahlung.

    Antworten
    • Bei Inbound quatsch man keine Kunden zu 😉 aber das zeigt dass du eben noch keine Erfahrung hast. Du hast echt einen guten MG Job, Herzlichen Glückwunsch und halt den gut fest 🙂

      Antworten
  19. Ich bin 23 und gelernte gestaltungstechnische Assistentin im Bereich Grafik- und Objekt-Design.
    Ich arbeite nun seit 3 Monaten in einer Firma mit ca. 30-40 Angestellten.

    Rahmenbedingungen:
    – 38h/Woche
    – Überstunden bezahlt oder frei
    – 30 Urlaubstage
    – Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld sind im Jahresbruttogehalt mit einbezogen
    (es gibt also quasi keins)
    -15min Frühstückspause, 30min Mittagspause
    -Arbeitszeit von 7:30 bis 16:30
    _______________________

    befristeter Vertrag für 12 Monate:
    – Probezeit (6Monate)
    – 1500 Brutto monatlich (18000 Bruttojahresgehalt)
    – voraussichtliche Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis
    _______________________

    – Die Firma ist in keiner Gewerkschaft.
    _______________________

    Es gibt unglaublich viel zu tun und ich mache eg jeden Tag ne halbe Stunde bis Stunde länger und oft lasse ich auch die Pausen aus und arbeite durch. Da ich die Grafikabteilung alleine mit der Grafikerin leite, stresst die Arbeit mich sehr und abends fühle ich mich total ausgelaugt und falle nur noch in mein Bett.

    Auch wenn nach dem Jahr sicher eine kleine Gehaltserhöhung gemacht wird, überlege ich doch, ob ich nicht eher noch eine Ausbildung im sozialen Bereich (z.B. Erzieherin) mache und dann wahrscheinlich immer so wenig verdienen werde, aber dafür nicht so gestresst bin und ständig Überstunden mache.
    Wenn ich schon wenig verdiene, dann möchte ich doch einen angenehmeren Job haben.

    Liebe Grüße
    Sandra

    Antworten
    • Ernsthaft?! Erzieherin findest du einen wenig stressigen Job?! Dann mal herzlichen Glückwunsch zur Wunschvorstellung. Oder glaubst du, Verantwortung über einen Haufen Kleinkinder ist „leicht“? Warum bewirbst du dich nicht in einer anderen Firma?

      Aber wenn es dich beruhigt. Es gibt Menschen die Arbeiten bei einer regulären 40h Woche bei gleichen Konditionen (Bruttogehalt, kein Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld) mit 26 Tagen Urlaub im Jahr.

      Wenn du einen entspannten Job willst, dann empfehle ich dir ein Callcenter. Den ganzen Tag nur rumsitzen und nix tun. Habe ich 5 Jahre gemacht. Mir wurd’s zu blöd, weil ich nach 3 Jahren unterfordert war. Die ersten 3 Jahre ging der Job gut rum, die Telefonie (Inbound!) war angenehm. Aber danach kamen nur noch Projekte in denen man rumgesessen hat. Wär doch was für dich!

      Antworten
      • Quatsch Sabrina! Erzieherin muss nicht gleich mit Stress verbunden sein. Ich kenne eine, der das sehr viel Spaß macht mit Kindern oder Jugendlichen zu arbeiten. Das ist doch Geschmackssache.

        Als ich Sandras Bericht gelesen habe, dachte ich mir „Ach du meine Güte“.
        GTA ist zwar nun jetzt nicht MG, aber trotzdem: Wie kann ein Chef nur neben einer Grafikerin die GTA die Abteilung leiten lassen und dann auch noch so schlecht bezahlen???
        So eine Position ist mit hoher Verantwortung verbunden und bei Ihrem Gehalt und Ihrer Position (nicht Ihre Qualifikation), sollte ein Chef sich schämen.
        Denn man wird nach POSITION bezahlt und was man kann und nicht nach dem was man ist oder hat!

        ZUM THEMA CALLCENTER:
        Da bin ich nun auch, und ich muss sagen, es ist VIEL angenehmer! KEINE Verantwortung, sofern man sich an die Vorgaben hält (und die sind superklar strukturiert in unserem Unternehmen) eine GUTE Bezahlung wie ich Sie seit 4 Jahren nicht mehr hatte (2000 Euro brutto) und einen unbefristeten Vertrag…
        (mit Ausnahme der letzten paar Monate, da hatte ich kurz nen guten MG Job mit besserer Bezahlung, das war aber Glück und der war befristet)

        MG ist wie die Ostereier-Suche…Entweder du findest die dicken fetten Gehälter oder du findest gar nix. Wer sich für unter Wert verkauft und für 1500 Euro BRUTTO (!!!) arbeitet, der macht den Markt nur noch mehr kaputt, darum bin ich vorerst (und vielleicht sogar für immer) ausgestiegen (trotz Gehalt zwischen 1.8-2.0), dann soll es aber auch so gewesen sein. Ich mache mich nicht mehr für ’nen Job kaputt! Das ist meine Meinung zum Thema MG!

        Antworten
        • Sabrina, ich frage mich, was für Kunden du betreut hast, denn mit Rumsitzen ist bei uns nicht! Da ist Dauertelefonie angesagt, ebenfalls Inbound. Für mich aber trotzdem deutlich weniger stressig, als eine ganze Abteilung zu leiten!

          Antworten
  20. Ort: München
    Mediengestalter in Digital- und Printmedien.
    Weder Urlaubsgeld, Weihnachtsgehalt oder bezahlte Überstunden.
    Agentur und Druckerei als Arbeitgeber.

    Nach meiner Ausbildung wurde ich für 1.500 Brutto von einem anderen Betrieb beschäftigt. Nach einem Jahr bekam ich in einem neuen Betrieb 1.800 Brutto.
    Ich beginne jetzt mein drittes ausgelerntes Jahr und stehe gerade bei 2.100 Brutto.

    Ich kann über Print auch einiges im Web, Social Media, Apps und Marketing hinaus und bin guter Dinge das diese Lohnsteigerung weiterläuft. Ich denk mir immer: „Zähne zusammen beißen, besser werden und sich nicht unter Wert verkaufen ;-)“

    Hoffe ich konnte wem weiterhelfen.

    Antworten
  21. Hallo,

    ich bin jetzt fast zehn Jahre in einer Agentur angestellt und verdiene nun 3.500 Euro brutto. Mein Einstiegsgehalt vor etwa zehn Jahren in der Firma lag bei 2.300 Euro brutto. Ich arbeite 40 Stunden die Woche, von 8:30 Uhr bis 17:30 Uhr, mit einer Stunde Pause. Weihnachtsgeld gibt es leider nicht. Überstunden halten sich in Grenzen, sind aber unbezahlt. Deshalb mache ich meist auch keine.

    Von der Firma gestellt bekommen habe ich ein Macbook Pro (mit der kompletten Creative Cloud), ein iPad und ein iPhone.

    Bei dem was man hier so liest, kann man sich darüber ja richtig freuen. Sich für 1.500 Euro brutto ausnutzen zu lassen, finde ich schon sehr sehr fragwürdig.

    Antworten
    • OK, das klingt doch super. Klar, steckt eine Menge Arbeit drinnen (10 Jahre), aber 2300 Brutto Anfangsgehalt? Da hatte ich nur 1600 Brutto Anfangsgehalt nach Studium und glaube ich 5 Praktikas damals, bei der 2. Stelle 1800 Brutto (dafür aber minus 200 Euro alleine Benzin im Monat und somit weniger als 1600 Brutto Stelle in ÖPNV Nähe +- 45min Einzelfahrt). Dann kamen 2150 Brutto raus, daraus wurde dann aber 1,75 Jahre später eine Flaute, bei der fast alle Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt wurden – 900 Euro HARTZIV Niveau, da 60%. Manchmal ist weniger irgendwie auch mehr :), d.h. bei weniger Brutto-Gehalt bin ich am Ende höher rausgekommen, da ich dann deutlich geringere Fixkosten hatte, leider aber nie weniger Arbeitszeit :(, denn Zeit kostet ja nichts, nach der Wirtschaft zu urteilen?!? 3500 Euro Brutto ist jetzt aber auch wirklich ein Ausnahmegehalt. Das habe ich so bei Kollegen oder in meinem Umfeld noch nie gehört oder gesehen, vor allem nicht in dieser Branche. Anscheinend gibt es einen kleinen Prozentsatz an Agenturen, der die Großaufträge noch abbekommt. Der Rest darf sich mit ziemlich schlecht zahlenden lokalen Auftraggebern anfreunden. Allerdings hat es mir manchmal die Sprache verschlagen, was selbst kleine Agenturen bei Firmen für bestimmte Services verlangt haben, denn ab und zu habe ich die Rechnungen sehen können. Das war mal für 1 Monat Arbeit z.B. Suchmaschinenoptimierung und ein bisschen Konzept hier und da mein knappes Jahresgehalt. Und ehrlich gesagt habe ich ab da begriffen, was ich vorher in der gleichen Zeit für die Firmen fast umsonst so an Umsatz generiert habe, denn nichts anderes habe ich auch gemacht, nur eben zusätzlich noch andere Services. Eigentlich will man ja nicht viel, nur überleben und dann wenigstens ein wenig leben. Bei den mikrigen Gehältern kann ich ja gleich als Vollidiot ans Band gehen und herrlich mein Hirn abschalten und die gleiche Bewegung den ganzen Tag machen und kriege dafür auch locker 1800 Brutto und bin somit bei für mich weniger Aufwand bei fast gleichem Gehalt, ohne dass hinter mir direkt der Chef herumspringt. Aber am Ende kommt es eben auf die optimale Stelle an (Kollegen, Umfeld, Vorgesetzte, Arbeitgeber, Bezahlung, Arbeitszeit, Flexibilität, Weiterbildung etc.). Das, was mich immer wieder begleitet, sind die tollen ÖKO Zettel der Ämter und die 1-seitigen Papiere der Krankenversicherung, die mich nach Kündigung immer wieder nett darauf hinweisen, dass ich verpflichtet bin, lückenlos zu zahlen. Denen ist egal, woher das Geld kommt, Hauptsache du zahlst. Wieder bei den tollen Fixkosten… Mittlerweile ist man so trainiert und angepasst, nichts aufbauen zu wollen, dass man effizienter als jeder Penner ist, da der noch sein Bier, das Fahrrad, seinen Hund und seine Gitarre braucht :)… Ich denke, ich werde umschulen, da ich wie gesagt mit meinem Gehalt nichts anfangen kann. Entweder mehr Geld und klassisch angenehmes Leben (Familie, Urlaub, Auto, Wohnung, Rente, Konzert, Restaurantbesuch 1-2x im Monat, Absicherung, Wohnungseinrichtung, Klamotten) oder weniger Arbeitszeit und geringere Fixkosten, bei Low-Profile Leben. Aber so etwas will die Wirtschaft nicht, denn es wird durch sämtliche Regeln alles so programmiert, dass du gefälligst maximal lange zu arbeiten hast und bitte dabei keine Ansprüche stellst. Dir noch viel Erfolg in dem Job, damit kann man ja schon eine Menge anfangen.

      Antworten
  22. Bewerbt euch NICHT bei ********* in Hannover, und auch nicht bei seinem 2ten Standbein namens ********!
    Der ausländische Chef wechselt seine Mitarbeiter regelmäßig und bewiesenermaßen alle 3 Monate auf den Tag genau aus, nutzt die Jobbörse als „Idiotenfänger“ und schreit seine Mitarbeiter an (Choleriker). Seine Stellenanzeigen sind fast ständig online.
    Eine junge und eigentlich stresserprobte Kollegin von mir (ein 2er Team für Arbeit für 4) hat einmal einen ganzen Druckbogen falsch abgeliefert (180 gedreht) wegen Stress und er hat Sie nur noch angeschrien und zum Schluss eine Geste mit dem Finger am Hals gemacht, in etwa „dir schneide ich den Hals ab“. Ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen!
    Nachdem er nach seinen kläglichen und niveaulosen Flirtversuchen einen Korb bekommen hat von mir, hatte er mich dann endlich auch täglich auf dem Anschrei-Programm.
    Wer ********* (in Hannover) noch kennt, der weiß wovon ich spreche und weiß dass dies keine Lüge ist. Das Arbeitsamt weiß Bescheid, sieht aber offensichtlich keine Notwendigkeit diese Firmen zu sperren, weil Sie sich rein vertragsrechtlich gesehen, sowas im „legalen“ Rahmen befindet. Kann mir hier noch jemand ein paar Seiten nennen, wo man solche schwarzen Schafe anzeigen kann?

    Antworten
    • Andreas Poschen am

      Hallo,

      ich bitte um Entschuldigung, aber die Firmennamen musste ich rauseditieren. Für solche Einträge könnte ich sonst Ärger bekommen. Ich empfehle Portale wie http://www.kununu.com, da kann man seinen Arbeitgeber anonym bewerten.

      Grüße
      Andreas

      Antworten
  23. Esperanza am

    Hier nochmal mein Lebenslauf vollständig, oben wurde etwas versehentlich per HTML auskommentiert 😉

    Lebenslauf: 30 Jahre alt, weiblich,ledig

    Umzug von einer Großstadt in NDS mit 20 Jahren in ein Dorf im Sauerland, Praktikum 4 Wochen (200€ netto vergütung), Konkurrentin hat Ausbildung durch Vitamin B bekommen (Vater war Kunde der Agentur), trotz dass ich von den Kollegen für meine Arbeit mehr gelobt wurde und kreativer war.

    Umzug nach Köln und Ausgebildung als Mediengestalterin für Digital und Printmedien Fachrichtung Mediendesign (damals gab es noch 4 Fachrichtungen die man einschlagen konnte)

    Für die Ausbildung natürlich extra in eine andere Stadt umgezogen (damals fand ich es noch witzig und abenteuerlich)
    mit 24 Jahren Ausbildung mit 2,6 abgeschlossen (also keine Bombennote)

    Nach Ausbildung (1. 600€ 2. 650€ 3. 700€ brutto) in kleiner Agentur nicht übernommen wegen wirtschaftlich schlechter Lage, aber 1A Zeugnis bekommen (selbe Agentur hat aber einen neuen Azubi angestellt, Umschüler von MALER auf MG *lol* ist ja beides kreativ ;-), kostete die Dame also fast nix, da von der Rehakasse oder so bezahlt)

    Nach langer Suche und freier Mitarbeit Gehalt 2000€ knappes Jahr als Angestellte MG in einer Druckerei, 24 Tage Urlaub, Überstunden kamen nicht vor oder Ausgleich, danach Kündigung (wirtschaftl. schlechte Lage)
    Selbe Druckerei wollte mich nach 3 Monaten nach Kündigung zurück *lol* habe ich abgelehnt – ich lass mir nicht auf der Nase rumtanzen – wieder Umzug

    Dann Mittelständische Agentur Gehalt 1900€ brutto plus Schichtzulagen, 26 Tage Urlaub, nach 1,5 Jahren Kündigung (wirtschaftl. Lage angebl., Verlust eines Großkunden) ich befürchte der Grund war eher, dass man nach 2 Jahren unbefristet übernommen werden musste, was viele Unternehmen in Deutscheland einfach nicht wollen *haha*. Es folgte Kündigungswelle anderer Mitarbeiter (ich war noch verhältnismäßig teuer, Kollege, 2 Jahre jünger und weniger Berufserfahrung bekam 1600€ brutto)

    Danach ging es bergab, freie Mitarbeit, arbeitssuche, Druckereien und Copyshops die einen nur ausnutzen, 1600-1800€ Gehalt, 24 T Urlaub, unbezahlte Überstunden, auf Ansprache flippte ein Chef sogar aus (Choleriker).
    Weiterbildung 6 Monate als Webdeveloper und danach drei Monate wieder teils selbstständige Arbeit, unzureichendes Einkommen, also doch wieder beworben…

    Noch ein Umzug (ach, was man nicht alles tut für seine Berufung – nicht für den Beruf) für eine Stelle im Einzelhandel/eCommerce InHouse 2200€ brutto, 1 Jahr befristet obwohl unbefristet versprochen war (ja auch Chefs können lügen) zudem sollte ich noch 1 Monat befristete Proberbeit leisten, dann vorzeitig nach halbem Jahr ca. Kündigung (Chef hat sich preislich verkalkuliert mit seinem Projekt und nen Riesen Umsatz für seinen Online-Shop erwartet).
    In dieser Stadt (es war die Hölle meines Lebens) superunglücklich geworden weil Stadt Seniorenfreiluftheim… und alle Kollegen 40+ (Dorfochsen & Harzhexen) (eben keine Agentur).

    Außerdem ging ich auf die 30 zu und machte mir ernsthafte Gedanken wie mein Leben mit diesen von undankbaren und selbstsüchtigen Profitgeiern geführten Unternehmen weitergehen soll. Wie soll ich je etwas aufbauen?

    Wieder Umzug, wieder auf der Suche und ehrlich gesagt habe ich keine Lust mehr auf diesen Beruf als Angestellte… und als Freie habe ich zu wenig Kontakte und wohne in der falschen (Heimatstadt). Umzug kommt für mich nach insgesamt 5 beruflichen und 1 privaten Umzug nicht mehr in Frage!!!!!!!

    Kenntnisse immer wieder selbstständig vertieft (Autodidaktin), sonst wäre ich schon längst weg vom Fenster!

    Ich empfehle NIEMANDEN diesen Beruf neu zu erlernen, da dieser Markt so überlaufen ist wie ein Klo voller Sch**** und da wollt ihr sicher nicht drin schwimmen 🙂

    (Ein sorry an diejenigen, die keinen Sinn für Sarkasmus besitzen)

    Antworten
    • @Esperanza: Und hat sich jetzt deine Situation irgendwie verbessert??? Hast Du schon etwas aufgebaut? Klingt sehr stark nach mir, mit dem entscheidenden Unterschied, dass ich nicht bereit war, für ein Praktikumsgehalt umzuziehen, da ich realistisch kalkuliere. Sobald man es sich leisten kann und weiß, dass man mindestens 1 Jahr Gehalt erhält, kann man sich eine Billig Mietwohnung aussuchen. Aber wie ich schon bei mir ahnte, war Sicherheit nie der Fall und Gott sei Dank, habe ich immer versucht, die Fixkosten auf ein Minimum zu reduzieren. Aber ein Leben ist das überhaupt nicht! Ich meine, da ist überhaupt keine Freude drinnen, wenn man Päärchen in meinem Alter sieht, wie die schon ein Kind haben und durch das Möbelgeschäft laufen und über eine gemeinsame Inneneinrichtung sprechen, während man selbst nur denkt, wie man die ALDI-Rechnung oder das Benzin oder eine gebrauchte Jeans oder eine Reparatur bezahlen kann. Keine Konzertkarte, keine Freunde, kein Kinobesuch, nicht mal einfach Bier saufen mit Kumpels oder ähnliches. Nur Illusionen auf dem Gebraucht-Smartphone oder die Palme am Strand im Web anschauen. Und noch einmal von 0 anfangen? Komplett neuer Job plus Berufserfahrung sammeln? Über 5 Jahre wieder Verluste? Nur um an einen weiteren geringen Verdienst zu kommen, der noch geringer ausfällt, da man wenig in Rente eingezahlt hat? Irgendwann kann man den Abstand nicht mehr aufholen. Vielleicht eine Solidargemeinschaft bilden, teilen, ausleihen von Wissen?

      Antworten
      • Esperanza am

        Noch nicht, aber ich bin zuversichtlich, dass es jetzt wieder etwas wird, bekomme derzeit ca. dreiviertel positive Rückmeldungen, aber am Gehalt ändrt sich nix, zumal ich weiblich bin und für AG eine Risiko darstelle.
        Auto habe ich ebenfalls nicht, aber Kino oder feiern gehen ist schon noch drin, wenn es nicht so oft ist. Ich rede auch von Eigentum zum Beispiel, Männer verdienen heute viel weniger, sie sollten aber soviel verdienen, dass Sie eine vierköpfige Familie ernähren können, falls die Frau ausfällt. Denn Kinder müssen auch mit den Eltern aufwachsen und nicht mit dem Wohnungsschlüssel und Babysitter.

        Nee, ich stelle meine privaten Wünsche nicht mehr zurück, ziehe auch nicht mehr um und plane nebenbei mit meinem Freund eine Familie, auch wenn es nicht einfach wird finanziell. Jeder Mensch hat das Recht darauf. Alles andere ist mir dann ehrlich gesagt egal – soll der Staat zahlen, ich habe immerhin auch mein Leben lang gearbeitet und die eierlegende Wollmilchsau für nen Hungerlohn gespielt (Print, Web, CMS, Programmierung).

        Antworten
        • Esperanza am

          PS Kopf hoch Patrick! Es gibt auch Frauen, die nicht so sehr auf das Geld achten. Klar ist es nicht schön einen arbeitslosen Mann zu haben, aber du musst kein Chef oder Bonze sein um eine Frau zu finden. Dass du Spaß am Leben hast ist wichtig. Lass die Arbeit nicht dein Leben bestimmen. Dein Leben bestimmt welche Arbeit du nimmst. Und wenn du dazu komplett den Beruf wechseln musst. Eine, die dich gut findet der ist deine Karriere egal. denke ich zumindest Du hast studiert, sei stolz darauf. Dein langer Kommentar hört sich an, als hast du einen langen Kampf hinter dir… genieße dein Leben, du hast es nur einmal!!! Versuche vom Land wegzuziehen in eine große Stadt, wenn dich das Dorfleben und der Stellenmangel dort traurig macht. Hamburg, Berlin, Köln, glaub mir da wirst du glücklich… Alles Gute!

          Antworten
          • Bei uns in der Arbeit sind viele Frauen am Empfang oder in der Verwaltung halbtags eingestellt. Im Schnitt sehe ich die mit einem kugelrunden Bauch im Alter von ca. 32 bis 35 Jahren (was früher um die 25 Jahre vom Alter war) und dann sind die Frauen ca. 1 Jahr weg. Finde ich total okay, aber dann denke ich mir auch gleich „Ups, ich 900 Euro, sie 400-650-800 Euro, das wäre aber verdammt eng.“. Aber es stimmt, sich zu sehr am Geld zu klammern ist oft eine gefundene Ausrede dafür, dass man doch am Ende irgendwie immer durchkommt, egal mit was für Mitteln („Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“). Geld kann man ersetzen, aber Zeit, Körper, Lebenslust und Gesundheit nicht. Und: je mehr Geld man verdient, desto mehr ist man mit der Firma verheiratet und dass denke ich, gefällt keiner Frau, wenn der Mann spät Abends nach Hause kommt, total müde und lustlos und Typ starrer, konservativer Karrieretyp mit wenig Hang zu weltoffenem Blick ist. Trifft nicht auf alle zu, ist aber oft der Fall. Denn gerade diejenigen, die bei uns am wenigsten verdienen, geben den Kollegen am Meisten und diejenigen, die top verdienen, fordern dauernd ohne zu geben. Und wenn ich an Geschäften oder Vitrinen vorbeilaufe, hat es noch einen weiteren Vorteil, wenn man wenig Geld hat: man kommt nicht in Versuchung und konzentriert seine Ausgaben auf die wichtigen Dinge, die einem wirklich im Leben helfen. Dann Dir noch Erfolg, Gesundheit, Lebenssinn, Erfüllung von Träumen und Glück im weiteren Leben!

  24. Esperanza am

    Lebenslauf: 30 Jahre alt, weiblich,ledig

    Umzug von einer Großstadt in NDS mit 20 Jahren in ein Dorf im Sauerland, Praktikum 4 Wochen (200€ netto vergütung), Konkurrentin hat Ausbildung durch Vitamin B bekommen (Vater war Kunde der Agentur), trotz dass ich von den Kollegen für meine Arbeit mehr gelobt wurde und kreativer war.

    Umzug nach Köln und Ausgebildung als Mediengestalterin für Digital und Printmedien Fachrichtung Mediendesign (damals gab es noch 4 Fachrichtungen die man einschlagen konnte)

    Für die Ausbildung natürlich extra in eine andere Stadt umgezogen (damals fand ich es noch witzig und abenteuerlich)
    mit 24 Jahren Ausbildung mit 2,6 abgeschlossen (also keine Bombennote)

    Nach Ausbildung (1. 600€ 2. 650€ 3. 700€ brutto) in kleiner Agentur nicht übernommen wegen wirtschaftlich schlechter Lage, aber 1A Zeugnis bekommen (selbe Agentur hat aber einen neuen Azubi angestellt, Umschüler von MALER auf MG *lol* ist ja beides kreativ ;-), kostete die Dame also fast nix, da von der Rehakasse oder so bezahlt)

    Nach langer Suche und freier Mitarbeit Gehalt 2000€ knappes Jahr als Angestellte MG in einer Druckerei, 24 Tage Urlaub, Überstunden kamen nicht vor oder Ausgleich, danach Kündigung (wirtschaftl. schlechte Lage)
    Selbe Druckerei wollte mich nach 3 Monaten nach Kündigung zurück *lol* habe ich abgelehnt -> ich lass mir nicht auf der Nase rumtanzen nicht für den Beruf) für eine Stelle im Einzelhandel/eCommerce InHouse 2200€ brutto, 1 Jahr befristet obwohl unbefristet versprochen war (ja auch Chefs können lügen) zudem sollte ich noch 1 Monat befristete Proberbeit leisten, dann vorzeitig nach halbem Jahr ca. Kündigung (Chef hat sich preislich verkalkuliert mit seinem Projekt und nen Riesen Umsatz für seinen Online-Shop erwartet).
    In dieser Stadt (es war die Hölle meines Lebens) superunglücklich geworden weil Stadt Seniorenfreiluftheim… und alle Kollegen 40+ (Dorfochsen & Harzhexen) (eben keine Agentur).

    Außerdem ging ich auf die 30 zu und machte mir ernsthafte Gedanken wie mein Leben mit diesen von undankbaren und selbstsüchtigen Profitgeiern geführten Unternehmen weitergehen soll. Wie soll ich je etwas aufbauen?

    Wieder Umzug, wieder auf der Suche und ehrlich gesagt habe ich keine Lust mehr auf diesen Beruf als Angestellte… und als Freie habe ich zu wenig Kontakte und wohne in der falschen (Heimatstadt). Umzug kommt für mich nach insgesamt 5 beruflichen und 1 privaten Umzug nicht mehr in Frage!!!!!!!

    Kenntnisse immer wieder selbstständig vertieft (Autodidaktin), sonst wäre ich schon längst weg vom Fenster!

    Ich empfehle NIEMANDEN diesen Beruf neu zu erlernen, da dieser Markt so überlaufen ist wie ein Klo voller Sch**** und da wollt ihr sicher nicht drin schwimmen 🙂

    (Ein sorry an diejenigen, die keinen Sinn für Sarkasmus besitzen)

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  25. Ich kann nach zig Jahren in allen erdenklichen Anstellungsformen die hier genannten Gehälter auch als absolut realistisch bestätigen. Ich (31, m) habe 2002 meinen Fachhochschulreife-Abschluss mit 2,3 gemacht, dann 1 Jahr Zivi und von 2004 bis 2007 Kommunikationsdesign studiert und mit 1,9 abgeschlossen. Im Studium 2 Praktikas und dann nach dem Studium begann das Martyrium. IT, Chemie, Schlossereien, Gartenbetriebe, Medizingerätehersteller, Logistik, Werbeagenturen, es gab fast keinen Bereich, in dem ich nicht unter Teilzeit oder anderen dubiosen Anstellungen angestellt war. Nie hat man einen Vollzeitvertrag erhalten und es war sehr schwer, über 400 Euro zu kommen. Dazwischen natürlich noch weitere 5 Praktikas. Ich konnte meine Krankenversicherung kaum bezahlen und habe ÖPNV-Tickets mehrmals wieder benutzt, um überhaupt zur Arbeit zu kommen. Manchmal musste ich mich um 7 Uhr morgens oder in der Nacht von meinen Eltern hinfahren oder abholen lassen, da ich keine Verbindungen zum nächstgrößeren Verkehrsknotenpunkt bekommen habe (Wohnung war zu teuer). Damit der Lebenslauf beim nächsten Vorstellungsgespräch nicht total verhunzt rübergekommen ist, habe ich sogar meine Anstellungen als Hilfsarbeiter im Lager (mit einem Haufen Assis und Abteilungsleitern, die einen angeschrien haben + 240 Euro Fahrtkosten, da Bundesland-übergreifend), als Tellerwäscher in der Großküche an Wochenenden bei Sportveranstaltungen, als Regalauffüller in Fahrradmärkten und Supermärkten weggelassen, da dies negativ rüberkommen würde. Erst im Alter von ca. 28 Jahren (als knappe 4,5 Jahre nach Studium) habe ich das erste Mal 1800 Brutto erhalten, aber nur deshalb, da ich mich auf eine weniger kreative Stelle in einem IT Systemhaus am Arsch der Welt beworben habe. Dadurch resultierend hatte ich monatliche Fahrtkosten von ca. 240 Euro und zig Kilometer zusätzlich noch zu Fuß bei jedem Wetter (also auch Blitze/Regen/Glatteis) und kam immer erst am späten Abend zu Hause an. Nach 1 Monat hatte ich schon die Schnauze voll und kaufte mir endlich den ersten 11-jährigen Gebrauchtwagen und konnte somit die Fahrtzeit drastisch verkürzen und die Kosten auf ca. 170 Euro reduzieren (da sag einer, ÖPNV sei günstig!) bei ca. 500km pro Woche Strecke. Ich hatte dort auch das erste Mal zusammen mit einer Grafikerin gearbeitet (davor immer alleine). Das war super, da man sich so ein wenig das Wissen austauschen konnte. Dort war aber leider auch eine Vorgesetzte, die per DU mit der Geschäftsführung war und eine ziemliche Furie war. Weder ich noch die andere Grafikerin konnten sich gut mir ihr verstehen. Somit = scheiss Gehalt für scheiss Rahmenbedingungen (die Wichtigste = Arbeitsklima, wenn schon. Aber auch das war nicht vorhanden). Dann nach ca. 2,5 Monaten wurde ich gefeuert. Ich war natürlich begeistert, da ich gerade die sauteure Versicherung für das Auto bezahlt habe. Tja, wie immer, heulte ich der Firma keine Träne nach und mich interessierte nur, wie ich ans Geld komme, genauso so, wie es jeden Arbeitgeber und der gesamten Wirtschaft auf dieser Erde nur interessiert. Also schrieb ich weiterhin, meine ich glaube schon 980. Bewerbung (ist mein Hobby am Wochenende + sich selbst am Abend und Wochenende alles beibringen, da kein Geld für Unterricht) und dann habe ich zusammen mit einer Personalagentur meinen Lebenslauf optimiert (ich will hier besser nicht weiter darauf eingehen), um überhaupt noch an bezahlte Jobs zu kommen und dann nach mehreren Anläufen 3 Monate später ab Januar 2013 eine feste Anstellung mit ca. 2150 Brutto, 40h, Web/Print/Marketing, 18km Entfernung (deutlich besser, da nur noch eine halbe Stunde und der Benzintank nur noch 1,3 mal im Monat gefüllt werden muss), keine bezahlten Überstunden, kein abfeiern möglich, 27 Urlaubstage, keine Gratifikationen, kein Weihnachtsgeld, Urlaubstage müssen im selben Jahr abgefeiert werden, keine Weiterbildungen, zu erhalten. Seitdem habe ich mich mit dem Rentnerladen abgefunden, da ich ja wusste, was für ein Haifischbecken der Markt draußen ist. Die Mitarbeiter sind vollkommen in Ordnung, der Chef, wie so oft, ist aber nicht ohne. Dann, in diesem Jahr gegen Juni im besten Wetter der Schock – Kurzarbeit aufgrund schlechter Auftragslage. Mein ohnehin nicht besonders „üppiges“ Gehalt rutschte daraufhin auf magere 900 Euro pro Monat. Zum Glück bringe ich mir selbst alles nebenbei bei (habe im Fahrradladen Shimano/Schwalbe-Teile sortiert und repariere somit im Haus die Fahrräder umsonst + mein Auto (Ölwechsel/Filter, Dichtungen, Dämpfer, Bremsen etc.) und spare somit bares Geld. Das witzige daran war, dass ich sogar schon an eine eigene Wohnung gedacht habe. Nun denn, wieder mal das Elternhaus. Kann man ja toll planen, wenn die Finanzen nicht stimmen. Immerhin wurde ich beim Eröffnen eines neuen Kontos nicht wie damals vom Institut abgewiesen. So, jetzt bin ich hier im Moment immer noch in Kurzarbeit und habe mich natürlich wie immer beworben und auch einige Vorstellungsgespräche gehabt. Wunderbar, nach mehrmaligem Anfragen nach der Bewerbung dann ca. 3,5 Wochen nach Bewerbungsgespräch eine kurze Mail mit Absage. Weiter bewerben. Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung mehr, wie es weitergehen soll. Wie viele schon hier und im Netz beschrieben haben, reicht das Gehalt kaum aus, um selbst über die Runden zu kommen und vor allem als Mann kann man einer Familie nichts bieten und einer Frau keine Sicherheit. Und ehrlich gesagt, wäre ich eine Frau, würde ich mich schleunigst von einem Mann verabschieden, der mir keine Sicherheit und keine zukünftige Planung oder ein gutes Leben ermöglichen könnte. Ich habe schon einmal während der Dauerpraktika-Phase eine Ausbildung als Fachinformatiker gemacht, aber nach ca. 8 Monaten abgebrochen, da mich der Stoff und die Umgebung nicht gereizt (Elektrotechnik-Schaltungen, Leukozyten-Berechnung, Syntaxfehler, objektorientiertes Denken, Werkstätten, Rechenzentren etc.) haben und vor allem das magere Azubigehalt und die weite Entfernung zur Arbeitsstelle sowie das Arbeitsklima (ruppiges Lager in Logistik-Branche mit verrauchten Büros und desinterssierten Mitarbeitern) mich fertig gemacht haben. In der Berufsschule hatte ich auch kein gemeinsames Thema, da der Durchschnitt 21 war und sie alle Computerspiele gezockt haben, die ich als Zeitverschwendung angesehen habe. Die Themen waren auch nicht unter einem gemeinsamen Nenner und ich träumte von einer Anstellung als Grafiker/Webdesigner/Marketing-Mitarbeiter. An eine Umschulung habe ich auch gedacht, aber nur dann, wenn man es sich leisten kann und es tatsächlich auch zu einem Mehrverdienst führt. Bis dahin bin ich weiterhin ein Spar-Weltmeister, nur vergeht leider die Lebenszeit so schnell (bald 32) und die Lebenszeit nutzen kann man leider nur mit GELD. Der Hammer aber war die letzte Woche, wo mich innerhalb der Kurzzeit (man darf somit keinen Urlaub machen, nebenbei fehlt das Geld dazu sowieso) mein Chef angerufen hat und mich für Korrekturarbeiten in den Betrieb gerufen hat und über seine Assistenten mir Bescheid gegeben hat, dass ich für den Arbeitstag kein Geld erhalte. Ich werde somit nur vom Arbeitsamt bezahlt. Ich dokumentiere das alles natürlich, denn ich finde, dass ist rechtswidrig. Immerhin fehlen am Tag somit locker einmal über 70 Euro im Portemonnaie und es war am Ende eine ganzer, normaler Arbeitstag (für mich sind 70 Euro schon eine Menge Geld. Ich komme mit wenig Geld sehr weit.). An alle, die das hier lesen: der Bereich ist völlig überrannt, man verdient fast nichts und die Anstellungen sind sehr unsicher. Wenn man ein gutes Arbeitsklima erwischt und über 1500 Netto verdient und in Zukunft Gehaltserhöhungen erhält oder sogar Fortbildungen, dann kann es natürlich auch eine Traumjob sein. Aber in über 90% der Fälle stimmen die Rahmenbedingungen durch fehlende Gewerkschaften, Tarifbindungen und Firmengrößen überhaupt nicht.

    Antworten
    • Zufriedener MG am

      Hallo zusammen,
      bei meinem Vorredner schwingt (wohl auch zurecht) einwenig Frust mit bei. Aber ich kann ein nicht ganz so verheerendes Urteil fällen.
      Der Markt IST DEFINITIV überrannt, allerdings gibt es (zumindest hier im Süden) doch auch einige gute Stellen.
      Das man in dieser Branche nicht übermäßig reich wird stimmt schon auch. Aber dafür ist man in einem Bereich in dem man Kreativ arbeiten darf und wenn das Arbeitsklima stimmt man durchaus mit Freude zur Arbeit geht.
      Meine Eckdaten:
      Mediengestalter
      3 Jahre ausgelernt
      2850 Brutto
      + Weihnachtsgeld | + Urlaubsgeld
      29 Tage Urlaub
      40h/Woche
      Überstunden werden nicht bezahlt und auch nicht mit Freizeit vergütet (allerdings halten sich diese auch in Grenzen)

      Antworten
      • @Zufriedener MG:

        Die Stelle musst Du gut verteidigen. Diese Rahmenbedingungen sind ein Traum von mir, sogar besser. Wenn das Arbeitsklima stimmt, die Arbeitszeiten stabil sind, man eine Menge lernen kann, in einem guten Team arbeiten kann und in dem Land, in dem man arbeitet auch gut verdient – perfekt. Wenn die Arbeit total Spaß macht kann man ein wenig beim Gehalt drücken, aber man muss davon ohne Probleme leben können. Durch Arbeit wird keiner reich, aber ich spreche doch eigentlich nur Punkte aus, die der klassische Mittelstand immer erreichen will. Ich denke, dass ist nicht zu viel verlangt. WORK-LIFE BALANCE eben. Wie so viele, könnte ich nicht jeden Tag frühmorgens aus den Federn kommen, wenn ich wüsste, dass ich wieder lange pendeln darf für wenig Geld, mit langweiligen Leuten, blöden Abteilungsleitern, Chefs, grauen Bürogängen, amerikanischen CallCenter-Cubicles mit dünnen 3/4 Wänden oder Glas, keinen Entwicklungsmöglichkeiten, langweiligen Projekten oder einem Typus Arbeit, der einen überhaupt nicht interessiert und am Besten auch noch vielen unbezahlten Überstunden. Glückwunsch für die Stelle. Suche ich schon seit ~ 7 Jahren, erhalte aber immer nur Absagen, da alle Anderen auch diese Stelle haben wollen.

        Antworten
        • Zufriedener MG am

          @ Patrick
          Ein wichtiger Punkt den ich noch vergessen habe zu erwähnen. Ich arbeite in der Industrie (Inhouse-Agentur). 500+ Mitarbeiter (Marketingabteilung 10 Personen) . für gewöhnlich gibt es dort geregeltere Arbeitszeiten und die vergütung ist meist auch besser.

          Antworten
          • Genau auf diese Stellen bewerbe ich mich immer. Aber Marketing Stellen werden nie öffentlich ausgeschrieben und Hinz und Kunz bewerben sich darauf, d.h. viel zu viele Initiativ-Bewerbungen, darunter auch ich :). Und ja, das ist ein absoluter Traum von mir, weg von Lebens-verneinenden Arbeitszeiten für schwachsinnige Gehälter. Ausserdem bin ich halt immer direkt mit dem Chef verbunden und der alleinige Gestalter, d.h. wenn was beim Druck oder der Webseite oder dem Corporate Manual nicht zu 100% stimmt, kriege ich die volle Breitseite ab wie z.B. „dann kommen Sie morgen wieder und korrigieren ihre Fehler, aber ohne Zeiterfassung bitte… oder …das ist mir scheißegal, sie bleiben so lange, bis das Problem behoben ist!“. Ist natürlich alles klasse, da sich so tonnenweise unbezahlte Überstunden ansammeln und ich immer der Einzigste auf der Straße bin, der dann am Abend nach Hause rollt. Wie gesagt, genau auf diese Stellen bewerbe ich mich schon seit etlichen Jahren, aber immer nur Absagen. Das nervt einfach nur, wenn man Freitag Abend nach Hause kommt und man nur noch Essen und schlafen will, während die Anderen sich fein machen, um auszugehen oder dann wochenlang zu Hause bleiben oder in Urlaub gehen, weil sie ihre Überstunden zusammen mit genügend Cash abfeiern können. Ja, ich kenne den Satz „Love it, leave it or change it“, aber love it = nein, leave it = geht nicht, da sonst kein Geld, change it = was mache ich denn andauernd? Zwickmühle des Niedriglohnsektors bzw. Niedrig-Qualifikationssektors. Ausgerechnet die, die nur durch mehr Bildung (Investitionen) rauskommen könnten, haben nicht die Möglichkeit, zu investieren. Kann mich also nur weiter bewerben und „on the fly“ während der Arbeitszeit oder bei staatlich unterstützten Bildungsangeboten weiterbilden.

  26. Erstmal: sehr informative Seite. Die genannten Zahlen und Empfehlungen kann ich nach 10 Jahren als Angestellter in einer Werbeagentur und 16 Jahren als Selbstständiger auf eigene Rechnung absolut bestätigen. Auch „Mein Tipp“ beschreibt den Berufsweg sehr gut. Allerdings will man nach einer Selbstständigkeit, die übrigens Spaß macht, wenn man gelernt hat, finanziell wechselnd erfolgreiche Jahre gut auszuhalten, nichts anderes mehr machen. Aber es muss jeder selbst herausfinden und entscheiden, oder er/sie eher Typ (sicherheitsorientierter) Angestellter oder (freigeistiger) Selbstständiger ist. In beiden Fällen: Herzblut und Offenheit zählen. Entscheidendes dafür lernt man in der Regel in den ersten Jahren übrigens nicht unbedingt im Studium sondern in den ersten Beschäftigungsverhältnissen in Agenturen.

    Antworten
  27. Hi zusammen,

    auch von mir, Lob an die Seite. Auch wenn der Artikel jetzt schon ein wenig alt ist, vielleicht hat jemand einen hilfreichen Tipp für mich.

    Werde in diesem Jahr noch 29, habe bereits nach dem Realschulabschluss erfolgreich eine Ausbildung absolviert. In einem Bereich der leider gar nicht mit Medien zu tun hat. Hab mir damals halt reinquatschen lassen, hatte selbst nicht viel Ahnung.

    Jedenfalls habe ich die Ausbildung „befriedigend“ abgeschlossen, 2 Jahre im Beruf gearbeitet und arbeite seit dem als Kundeberaterin. Jetzt will ich eine zweite Ausbildung machen, Bewerbungen für 2014 waren leider nicht erfolgreich. Keine einzige Einladung zum Gespräch.

    An der Bewerbung an sich liegt’s nicht, sind keine Standartfloskeln und Konjunktive drin, soweit hab ich mich schon damit beschäftigt.

    Glaube viel mehr, es liegt am mangelnden Fachwissen und das die Ansprüche heut zu Tage höher sind als noch vor 4-5 Jahren. Weiterbildung wäre eine Idee, aber dank aktuellem Nettogehalt (40h) von gerade mal 1100 Euro nicht drin.

    Ich habe halt in vielen Programmen „nur“ Grundkenntnisse, mit dem PC kann ich allerdings mehr als gut umgehen. 😉

    Dazu kommt wahrscheinlich noch mein Alter, bei dem viele Firmen denken: „Ah die will eh bald Kinder, dann fällt sie eh bald aus!“ was aber nicht so ist, aber das kann man ja auch schlecht in die Bewerbung schreiben.

    Daher meine Fragen in die Runde: Wird man mit knapp 29 überhaupt gern gesehen, für eine 2. Ausbildung? Theoretisch bin ich ja eine vollwertige Arbeitskraft die man nicht mehr wie einen frischen Azubi an die Hand nehmen muss, nur eben auf Azubigehalt.

    Was wird gern gesehen in einer Bewerbung? Außer Motivation? Es kann ja nicht sein, dass ich schon alles können muss im Bereich Mediengestaltung/Digital und Print, oder?

    Antworten
  28. Moin, vielen Dank für deine Arbeit und die vielen nützlichen Infos. Ich habe nun 5,5 Jahre ausgelernt und verdiene momentan 3.150 Brutto in einer Agentur mit etwa 15 Kollegen. Besten Gruß Chris

    Antworten
  29. Hamburg, 1 Jahr Erfahrung nach Ausbildung, aktuelle Weiterbildungen in gängiger Software für knapp 4000€, kleiner Copyshop mit 2 Angestellten, 1700 Brutto, 20 Tage Urlaub. Bin nach nichtmal 1 Jahr wieder auf der Suche. Habe die Stelle nur angenommen um in Hamburg Fuß zu fassen.

    Antworten
    • Arbeite in Friedrichshafen. Zwei Jahre nach Ausbildung 3000 Brutto + Gratifikationen, 29 Arbeitstage bei 39h/Woche.
      Bin in der Industrie (Metall) > 500 Mitarbeiter.

      Antworten
  30. Suley-Katz am

    Hallo Andreas,

    auch von mir ein dickes DANKE für diese informative Seite!

    Ich falle hier schon altersmäßig aus dem Rahmen, daher hier meine Daten:

    Alter: 52 weiblich
    Arbeitsort: Süddeutschland BaWü
    Berufserfahrung: 30 Jahre (hab noch „Schriftsetzer“ gelernt)

    Ich habe bei meinem Ausbildungsbetrieb (Agentur) 24 Jahre gearbeitet und 2008 zuletzt € 16.15/Stunde verdient. 35 Stunden/Woche. Überstunden wurden abgegolten oder konnten abgefeiert werden. Urlaubs und Weihnachtsgeld je nach wirtschaftlicher Lage.

    Danach Umzug und ein Jahr arbeitslos.
    Arbeite jetzt in der Medizintechnik-Branche (Metall) und verdiene € 2900,– Brutto bei einer 40 Stunden Woche. Kein Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. Es werden max. 15 Überstunden pro Monat gutgeschrieben, werden mehr gemacht, verfallen sie.

    Ein Ex-Kollege arbeitet bei einem Betrieb in der chemischen Industrie und verdient weitaus besser!

    LG

    Antworten
  31. Hallo Andreas

    ich bin eigentlich nicht so der „Kommentar-Schreiber“, aber hier möchte ich meine Meinung dazugeben, vor allem weil dieser Artikel sehr gut und informativ geschrieben ist. Ich finde es super dass du versucht hast viele Bereiche zu „beleuchten“, auch die Infos über Weiterbildungen und Fachwirt sind sehr schön.

    Um beim Grundthema zu bleiben: Der Markt ist mit Mediengestalter überfüllt (leider)! Die Arbeitsagenturen haben vor Jahren einmal viel zu viele „Laien“ zum Mediengestalter „umgeformt“ und somit den Markt mit Leuten überflutet, die zwar den Job gern machen und evtl. auch diverses Talent haben, aber die diesen Job nicht nur als „Job“ sehen, sondern als Hobby. Leute die Ihr Hobby zum Job machen können sind natürlich froh wenn sie einen Einstieg in die Branche finden – das geht meistens über das Gehalt. Das Gehalt von Mediengestaltern ist beängstigend niedrig.

    Mich verwirrt vor allem die Angabe von der Arbeitsagentur ca. 2300-2900€ (schön wär’s).

    Antworten
    • Hallo zusammen,

      zum Beitrag meines Vorschreibers.
      Die Angaben der der Arbeitsagenturen stützen sich unter Anderem auch auf die Gehälter der Mediengestalter die in der Industrie (und nicht in Agenturen) tätig sind.

      In der Industrie (Automobil, Pharma, Metal, Elektro, etc.) sind solche Gehälter nichts unübliches und auf jeden Fall zu erreichen.

      Allderings stimme ich ihm auch zu. Die Arbeitsagenturen sollten nich das Gehalt angeben was maximal möglich ist sondern den tatsächlichen Durschnitt (bundeslandspezifisch), dieser dürfte dann 4-500€ niedriger liegen.

      Das der Markt überflutet ist stimmt auch, allerdings hat es sich die letzten 1-2 Jahre auch schon wieder gebessert.
      Da einfach auch eine kon­ti­nu­ier­liche Nachfrage bestehet.

      Antworten
  32. Nathalie am

    Hallo Ihr, hier hat aber lange keiner mehr was hinterlassen.
    Ich habe gerade meine 8te Bewerbung rausgelassen, Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital und Print. Ich bin 27 und habe schon eine abgeschlossene Berufsausbildung zur Gestaltungstechnischen Ass. plus Fachabi, daher sind mir die Grafikprogramme nicht ganz fremd… was denkt Ihr wie meine Chancen sind? Kann das ganz schlecht einschätzen.

    lg

    Antworten
  33. Hallo Leute,

    ich brauche einen Rat und bin total verunsichert.

    Kurz zu mir:
    Ich bin gelernte Mediengestalterin für Digital- und Printmedien mit dem Schwerpunkt Gestaltung und Technik. Ich habe ein Fachabitur und habe jetzt ca. zwei Jahre Berufserfahrung. Leider wurden alle Mitarbeiter unserer Firma auf Grund betriebswirtschaftlicher Umstände entlassen und somit bin ich nun leider arbeitslos. Natürlich bin ich schon dabei Bewerbungen zu schreiben und hoffe das dieser Zustand auch nicht lange anhält.
    Nun beschäftigt mich natürlich das Thema Gehaltsvorstellungen. Im Internet habe ich schon ein wenig recherchiert, aber konkret nichts aussagekräftiges gefunden. Ich weiß auch das Faktoren wie beispielsweise die Betriebsgröße, Kenntnisse usw. eine große Rolle spielen…

    Denkt ihr eine Gehaltsspanne von 2200 – 2500 € ist angemessen wenn man sich bei mittelständigen Unternehmen von 1-50 Mitarbeitern mit zwei Jahren Berufserfahrung bewirbt?

    Vielleicht habt ihr ja ein paar gute Tipps für mich.

    Gruß MG-w

    Antworten
  34. Vielen Dank für diese Seite !!!

    Ich suche ein Antwort auf meine Frage:
    Kann ich mit meinem jetztigem Stand an Know-How mehr verdienen?

    Ich verdiene zur Zeit knapp 1700 € netto./mtl. bei 38 Std/wcht. und 25 Urlaubstagen im Jahr
    und bin in dem mittelständischen Werbeunternehmen der einzige Mitarbeiter im Büro.
    Meine Leistungen erbringe ich in folgenden Bereichen:

    – Konzeption, Gestaltung für sämtliche Werbemaßnahmen im Printbereich
    – Konzeption, Gestaltung für Internet-Auftritte (technische Umsetzung wird abgegeben)
    – Kundenbetreuung (teils im Büro, teils telefonisch)

    Alle Aufträge werden von mir von Anfang bis Ende betreut.

    Hinzu kommen hier auch sämtliche Büroarbeiten und Verwaltungangelegenheiten.

    Ich bin schwerbehindert (Grad 50) und habe deswegen keinen Führerschein.
    Bin auch froh mit meiner Behinderung in meinem gelernten Beruf weitermachen zu können
    und hier im Unternehmen zu dürfen, aber trotzdem frage ich mich ob da nicht noch mehr
    am Ende des Monat rum kommen kann.

    Würde mich auf Kommentare dazu freuen!

    MFG MG Aki

    Antworten
    • Süddeutschland am

      Hallo Aki,

      nach den Angaben zu deinem Aufgabenbereich bin ich der Meinung das du deutlich mehr verdienen solltest.

      Ich weiß nicht wie es sich mit den besonderen Begebenheiten für Schwerbehinderte (>50 Grad) verhält aber eine 38h-Woche bei 1700 Brutto ist ziemlich wenig.

      – Zusatzurlaub für Schwerbehinderte und die Freistellung von Mehrarbeit
      – Nachteilsausgleiche
      – etc.

      Ich weiß auch nicht wie es mit den Stellenangeboten in diesem Bereich aussieht, aber sich umzuschauen ist meiner Meinung nach immer eine Option. Selbst wenn du etwas „besseres“ findest und nicht wechseln willst, so hättest du auf jeden Fall ein Argument vor deinem Chef für neue Gehaltsverhandlungen.

      Antworten
  35. Süddeutschland am

    Hallo zusammen,

    bin ausgebildeter Mediengestalter Digital und Print – Gestaltung u. Technik.
    _______________________

    Rahmenbedingungen (Ausbildung = Festanstellung):
    – Gleitzeit (nicht in der Ausbildung)
    – 40h/Woche
    – 18 Überstunden unbezahlt (Gelten als Geschäftsinteresse)
    – 30 Urlaubstage

    – Urlaubsgeld (1/2 Monatsgehalt)
    – Weihnachtsgeld (1/2 Monatsgehalt)
    – Bonus „Gewinnüberschuss“ (1/4 bis 2/3 Monatsgehalt)
    _______________________

    In der Ausbildung (Brutto):
    – 1. Jahr 700
    – 2. Jahr 800
    – 3. Jahr 900
    _______________________

    Festanstellung (Brutto):
    – Probezeit (6Monate): 2250
    – Festanstellung: 2750
    – 1 Jahr nach Festanstellung: 3000
    _______________________

    – Die Firma ist in keiner Gewerkschaft.
    – Keine Unterschiede zwischen Frauen und Männer.
    _______________________

    Persönliche Empfehlung:
    Wunderschöner Beruf mit viel Abwechslung. Gehalt hängt sehr stark von der Branche ab (Werbeagentur oder Inhouse-(Pharmakonzern / Automobil / Metall / etc.). Allerdings erhält man in diesem Berufsfeld, so sehr wie in fast keinem Anderen Zweig, Druck durch „Hobbydesigner“. Man sagt Kleinvieh macht auch Mist nur wird dieses Kleinvieh gerne unter der Hand an Jemand vergeben dessen Sohn vom Nachbar auch Photoshop hat und das „genau so gut kann“. Und das kennt jeder von uns, denn wir sind genau diese „Söhne“.

    Ob ich mich wieder für diesen Beruf entscheiden würde?
    Jederzeit! Und das sage nicht nur da ich ganz ordentlich verdiene (was mir durchaus bewusst ist).
    Es ist ein Beruf in dem man kreativ sein darf, mit Form, Farbe und Schrift. Ein Beruf der einem im Alttag überall begegnet und mit dem man sich identifizieren kann.

    Um in Betracht zu ziehen einen Beruf ein Leben lang auszuüben ist mit unter der wichtigste Punkt ob man gerne zur Arbeit geht. Da spielt die Vergütung eine Rolle, allerdings auch sehr das Betriebsklima. Arbeitskollegen die mehr sind als Kollegen, Freunde. Chefs mit denen man Reden kann und geschätzt wird.

    Antworten
  36. an Thomson:
    du sagtest „ich kenne keine Berufe wo man immer einen Zeitrdruck hat, auch mal 65 Stunden die Woche im Büro hockt und tortzdem den Beruf liebt“…
    da muss ich dir leider wiedersprechen. ich denke ernsthaft darüber nach in ein paar jahren komplett aufzuhören und eine umschulung zu machen.
    ist schön, wenn es dir dabei so geht, bedeutet nämlich, dass du die richtige entscheidung getroffen hast.
    ich, für mein empfinden, bin sehr unglücklich und für mich war die entscheidung MG zu werden die schlechteste, die ich je getroffen habe und bereue es sehr. mir macht es absolut kein spaß und schlecht verdient man auch.

    Antworten
  37. Bin Mediengestalter Azubi Gestaltung und Technik.
    Netto
    1. lj 800
    2. lj 900
    3. lj 1060

    Bin in einem großen Handelsunternehmen tätig, 38h/Woche, Gleitzeit, keine Überstunden, 30 Tage Urlaub, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld + Prämie. In München.

    Nach der Ausbildung vermutlich 2350 brutto

    Antworten
  38. Finde ich schön, dass sich viele beteiligen. Meiner Meinung nach sind die max. Gehälter eines Mediengestalters etwas negativ. Ich mein mit einem Studium und 2 Jahre Berufserfahrung ist man durchaus in der Lage über 40.000 Euro zu verdienen. Wenn man immer nur einen Durchschnitt sieht, nimmt man auch nur den Durchschnitt.

    Schaut man sich das Mediengestalter Gehalt hier mal an: http://www.gehaltsvergleich.com/gehalt/Mediengestalter-Mediengestalterin-Digital-Printmedien.html

    So sieht man auch die max. Gehälter abgebildet. Da gibt es auch welche die verdienen knapp 6.000 Euro im Monat. (klar evtl. auf freiberuflicher Ebene) dennoch finde ich das wichtig, dass gerade die neuen Mediengestalter unter uns sollten sich nicht unter Wert verkaufen. Denn dann sehen auch wir „die älteren“ schlecht aus… wieso sollte eine Agentur einem Mediengestalter z.B. 45.000 Euro im Jahr zahlen, wenn diese für 30.000 einen jungen und nicht versauten einstellen könnte?

    Wir müssen zusammen halten Leute und wir dürfen nicht zu wenig verlangen… ich kenne keine Berufe wo man immer einen Zeitrdruck hat, auch mal 65 Stunden die Woche im Büro hockt und tortzdem den Beruf liebt 🙂

    Antworten
  39. Andreas Poschen am

    Sagtmal liebe Abonnenten, Fans und Mediengestalter: Habt ihr Interesse an weitergehenden Austauschmöglichkeiten auf dieser Seite? Z.B. ein Forum oder ähnliches?

    Antworten
  40. Hallo …. Respekt für die Super Seite! Kurz zu mir. Ich bin männlich, 31 Jahre, verheiratet, 2 Kinder und komme aus NRW. Beruflicher Werdegang: Fachabi, Gestaltungstechnicher Assistens Schwerpunkt Print, Studium kommunikationsdesign, Diplom Designer, Freiberufler und seit Januar 2013 als Medienagestalter in einer Druckerei für Digitaldruck eingestellt. Habe in den ersten 3 Monaten 2150 brutto verdient und ab den 4ten Monat 2300 brutto. 40 Std. Woche, Urlaubsgeld Ja Weihnachtsgeld nein! Überstunden werden mit Freizeit ausgeglichen. So das waren die Eckdaten, jetzt zu meiner Frage! Ich möchte gerne mehr Geld verdienen ( 2800 brutto) und unbefristen Arbeitsvertrag haben. Ist das deiner Meinung zu früh?

    Antworten
    • Andreas Poschen am

      Im gleichen Betrieb? Ein Sprung von 500 Euro? Das erscheint mir ziemlich viel, der Arbeitgeber braucht ja einen Grund, warum er dir auf einmal so viel mehr zahlen soll. Wenn du einen Vorweisen kannst (mehr Aufgaben, mehr Verantwortung, o.ä.), dann vielleicht. Oder dachtest du an Jobwechsel?

      Antworten
      • Hi danke für die Antwort… Im gleichen Betrieb ! Abeite seit dem 3 Monat alleine in der 2 Filiale und habe ne freie Aushilfe unter mir. Vorher hatte ich jemand der mich eingewiesen hat! Somit Mache ich eigentlich mehr als vorher.

        Antworten
  41. Hi Andreas, ich wollt dich persönlch zu folgendem etwas fragen:
    Ich bin 25 u habe eine abgeschl. Ausb. als EH-Kaufmann u seit 1.9.13 Beginn der Ausbildung bei Macromedia Akademie in Osnabrück zum Mediengestalter Digital u Print.
    Ist eine Ergänzungschule mit IHK Abschluss u einem 1jährigen Praktikumsplatz.
    Muss aber für dies monatl. ca 445€ hinblättern u hierbei hilft mir nur das Bafög.
    Zudem muss ich nebenbei arbeiten u trotzdem reicht es nicht ganz.
    So frag ich dich ob es eher Sinn macht entweder sich ein Unternehmen sucht auf die Aussicht ein 1jähriges Praktikum zu machen u danach gleich die Ausbildung ?!
    Oder sich gleich einen Ausbildungsplatz sucht mit Ausbildungsgehalt.
    Naja es gibt da vlt ein kl Problem, dass ich leider keinerlei Kenntnisse verfüge (wie Adobe Illustrator,PS, Indesign)

    Und bei dem was ich jetzt mache, so hatte man mir in einem Gespräch versprochen dass man Nachhilfe bekommt und am Endefekt sich selbst bemühen muss den Stoff zu erlernen und im Unterricht wird dies wohl erklärt, doch auf anhieb versteh ich es nicht gelich !

    Also was deiner Meinug soll ich nur anstellen, denn ich will ja echt in diese Richtung gehen bzw. in die Animation.
    Oder ist diese Ausbildung eher schlecht, wenn ich dann in die Animation gehen möchte ?

    Bitte hilf mir, denn jünger werde ich leider nicht 🙂 🙂
    Okay dank Dir schon jetzt und ich hoffe du kannst mir echt helfen.

    Antworten
    • Andreas Poschen am

      Hmm schwer zu sagen, mit solchen Ergänzungsausbildungen oder privaten Schulen kenne ich mich nicht sonderlich aus. Aber selbstständiges Lernen ist das A und O. Ich habe neben und während meiner Ausbildung unzählige Tutorials im Internet gemacht. Hab so die krassesten Photoshoptricks und viel HTML/CSS gelernt. Just do it! 🙂

      Antworten
  42. Hallo Zusammen,

    also ich (weiblich, 20 Jahre alt) habe eine Ausbildung zur Mediengestalterin Digital und Print, Fachrichtung Konzeption und Visualisierung gemacht. (In einer Kleinstadt in der Oberpfalz)

    1. Azubi Jahr: 450
    2. 570
    3. 690

    danach bekam ich bei einer 42 Stunden Woche ein halbes Jahr lang 1.600,-
    dann 1.800,-

    Ab Januar 2014 werde ich mich am Wochenende zur Dipl-Kommunikationswirtin fortbilden… danach wird mein Gehalt wohl hoffentlich noch etwas steigen…

    was meint Ihr mit wie viel ich dann rechnen kann?

    LG S.

    Antworten
    • Andreas Poschen am

      Dein jetziges Gehalt ist schon an der unteren Grenze würde ich sagen. Wenn du als Kommunikationswirt auch Führungsaufgaben übernimmst, mit Budgetplanung und Mitarbeitereinsatz zu tun hast, kann ich mir schon ein weitaus höheres Gehalt vorstellen. Kommt ein wenig auf den Job an, den du dann machst

      Antworten
  43. Hallo Lena,

    Danke für Dein Feedback! Da ich wie Du schon bemerkt hast von der Thematik zu wenig Ahnung habe, hatte ich mir genau so ein Feedback gewünscht.

    Mir war nicht bewusst, dass ein Mediengestalter für Web anders ausgebildet wird, als jemand für Print. Ich hätte vermutet, dass die Ausbildung alle Bereiche enthält und man sich später eventuell in einem Bereich spezialisiert. Packagingdesign (Konzepte), Salesfolder usw. fallen am häufigsten an. Somit ist eine Spezialisierung im Bereich Print sicherlich deutlich besser für uns. Was genau fällt in den Bereich Konzeption und Visualisierung? Ist das die einfache Erstellung von Konzepten ohne Reinzeichnung? Aufwendigere Projekte würden wir auch nach wie vor an Agenturen geben.

    Für mich wäre es kein Problem die Leute nach Tarif zu bezahlen. Die richtige Ausrüstung inkl. einem kalibrierten Monitor sollten wir sicherlich auch herbeischaffen können.

    Ich habe bewusst hier die Fragen gestellt, damit ich nicht einfach nach Leuten suche und am Ende beide Seiten enttäuscht sind. Nachdem die genaue Fachrichtung geklärt ist, wo würde ich dann am besten nach geeigneten Kandidaten suchen? Gibt es spezielle Jobbörsen oder einfach über die Agentur für Arbeit?

    Sorry für die vielen Fragen aber leider fehlt mir das entsprechende Fachwissen auf diesem Gebiet.

    Gruß Tim

    Antworten
    • Hallo Tim,

      finde es gut, dass du dich informierst.
      Hier kannst du etwas über die Fachrichtung erfahren:
      http://www.zfamedien.de/aktuelles/mgstruktur.php
      (Denke aber daran, dass es in der Praxis letztendlich bei jedem Azubi anders war)
      Ich finde es schade zu sagen „Aufwendigere Projekte würden wir auch nach wie vor an Agenturen geben.“ Die Leute, die in einer Agentur arbeiten sind nicht unbedingt besser als die Leute, die du vllt später einstellt. Ich würde meine eigene MMitarbeiter nicht so unterschätzen und es ist für deine Gestalter dann fast demütigend, anspruchsvollere Arbeiten an eine Fremde Firma weiter zu geben, da dies ein Zeichen dafür ist, dass man den eigenen Mitarbeitern her wenig zumutet.
      Gebe wirklich die Sachen weiter, die deine Angestellte nicht machen können (weil es nicht ihr Bereich ist od vllt mal sogar aus Zeitmangel). Investiere lieber in die Weiterbildung deiner eigenen Angestellten, da sparst du dir Geld und vllt Ärger mit Agenturen.

      Du kannst so ziemlich überall eine Anzeige schalten.
      Ich würde auf mehrere Gemeindeblätter und Zeitungen eine Anzeige schalten und im Internet (z.B. bei der Agentur od auf deiner eigenen Homepage). Wichtig ist, dass die Leute wissen, was du suchst und wen du suchst.
      Ich habe leider oft Stellenangebote gelesen, bei denen ein Mediengestalter Gestaltung und Technik Print gesucht wurde, aber letztendlich nur im Web tätig hätte sein sollen… Total bescheuert!
      Also genau erklären, was die Aufgaben sein werden und welche Erfahrung sie haben sollen (zb. speziell mit InDesign oder Photoshop usw.)

      LG

      Antworten
  44. Hallo und Danke für den guten Bericht über die Vergütung von einem Mediengestalter! Ich habe ein kleine Firma (25 Mitarbeiter), die auf die Vermarktung von Spielzeugen spezialisiert ist. Bislang lassen wir alle unsere gestalterischen Dinge (Packagingdesign, Webdesign, Kataloge usw.) von Agenturen erstellen. Allerdings würde ich zukünftig gerne einige dieser Aufgaben von eigenen Mitarbeitern erledigen lassen. In anderen Firmen vorher habe ich damit nur positive Erfahrungen gemacht. Dein Beitrag hat mir schon einmal einen Überblick über die Vergütung eines Mediengestalters gegeben. Neben den typischen Lohn und Lohnnebenkosten würde mich interessieren, welche Kosten zusätzlich für einen Mitarbeiter anfallen würden. Welche Voraussetzung braucht es damit ein Mediengestalter effizient arbeiten kann. Die Kosten für einen Mac und entsprechende Software wie Illustrator, Photoshop, usw. sind sicherlich überschaubar.

    Müsste ich in weitere Dinge investieren bzw. noch etwas berücksichtigen?

    Gibt es spezielle Jobbörsen für Mediengestalter? Wonach wählt man eine entsprechenden Kandidaten aus? Lässt man sich Arbeitsbeispiele zeigen?

    Im Prinzip suchen wir eine(n) Allrounder(in) für Alles; von schönen Illustrationen über Salesfolder/ Kataloge bis hin zum Packaging-/Wegdesign. Ist es üblich, dass entsprechende Kandidaten das komplette Spektrum beherrschen?

    Ich denke, dass die Arbeit sicherlich für einen Mediengestalter spannend und abwechslungsreich wäre.

    Ich würde gerne alle Dinge berücksichtigen, bevor ich mich entscheide eine Person einzustellen. Am Ende soll es sich für beide Seiten lohnen. Über entsprechendes Feedback von Euch wäre ich sehr dankbar.

    Gruß Tim

    Antworten
    • Hallo Tim,

      einen Allround-Mediengestalter zu suchen ist (nimms mir bitte nicht übel) eine total bescheuerte Idee und ich sage dir auch wieso:
      1. Mediengestalter ist nicht gleich Mediengestalter! Es gibt sehr viele Sparten (über denen du dir einen Überblick verschaffen solltest, bevor du überhaupt Leute suchst) und jede Sparte lernt was anderes. D.h. dass ein Mediengestalter für Gestaltung und Technik Print was komplett anderes lernt als ein Mediengestalter Gestaltung und Technik Web. Außerdem gibt es Mediengestalter Konzeption und Visualisierung (was vllt eher was für dich wäre)… viele meinen Gestaltung und Technik sei das gleiche wie Konzeption und Visualisierung was aber absolut falsch ist.

      Denke bitte auch daran, dass wenn du die Leute schlecht bezahlst, dass sie auch eine dementsprechende nicht so gute Leistung bringen könnten, wie bei einer gerechten Bezahlung. Mit gerecht meine ich keine 1700 € brutto bei 40h (natürlich Überstunden für die Firma geschenkt), sondern eine Bezahlung wenn möglich nach Tarif od zumindest sehr nah am Tarif und die Überstunden sollen die Mitarbeiter doch wenigstens frei nehmen dürfen (oder bezahlt…).

      Was die Materialien angeht wäre es vorteilhaft, wenn man Bildschirme hätte, die sich kalibrieren lassen (d.h. diese werden farbecht) und das geht bei einem Mac-Kasten (diese Rechner im Bildschirm) nicht, dafür braucht man einen zusätzlichen kalibrierbaren Bildschirm. Das tut man aber nur dann, wenn man viel Wert auf die Farbechtheit legt. Sollte dir diese nicht wihtig sein, dann lass es weg… ärgere dich aber im Nachhinein nicht, wenn die Farben nicht so sind wie gewünscht, denn dafür können weder die Gestalter was noch die Drucker!

      Denke daran, einen Allrounder wirst du entweder sehr schwer finden (und wenn lässt er sich ganz sicher nicht für paar Kröten bezahlen und er kann vllt alles nur halbwegs) oder gar nicht. Am besten du stellst Leute ein, die sich im gewünschten Gebiet bestens auskennen (weil sie eben dafür ausgebildet wurden). Oder was glaubst du, wie Agenturen arbeiten? Sie haben Leute fürs Print und Leute fürs Web und keine Allrounder!!!

      Antworten
  45. Ich bin weiblich, 1989 geboren (also 24), wohnhaft in Baden-Württemberg und habe 2012 meine Ausbildung zur Mediengestalterin Digital u. Print FR: Gestaltung u. Technik erfolgreich abgeschlossen (Durchschnitt 1,2)

    Als Azubi bekam ich folgendes:
    kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, 24 Tage Urlaub, Überstunden bekam man frei, 40h/Woche, Arbeit hat mir sehr gut gefallen und war abwechslungsreich, sehr schlechtes Betriebsklima
    1. LJ: 500 €, 2. LJ: 550 €, 3. LJ: 600 €

    Wurde nach der Ausbildung übernommen zu folgenden Bedingungen:
    kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, 24 Tage Urlaub, Überstunden weder frei noch bezahlt, regulär 40h/Woche (durch Überstunden kam ich nie unter 55h/Woche), Arbeit hat mir sehr gut gefallen und war abwechslungsreich, sehr schlechtes Betriebsklima, kleine Aufstiegschancen … Firma 30km von meinem Wohnort entfernt (Monatliche Fahrtkosten ca. 60 – 80 €)
    Unbefristeter Vertrag, keine Probezeit
    1700 € brutto (1100 € Netto) – keine Aussichten auf Erhöhung in den nächsten Jahren (so sagte der Chef)

    Habe nach einem Monat gekündigt und Firma gewechselt. Habe insgesamt 10 Bewerbungen abgeschickt (viele davon waren Initiativbewerbungen) und hatte 8 Zusagen und 2 Absagen (weil kein Bedarf). Habe alle 8 Angebote miteinander verglichen und mich für die Firma entschieden, die mir folgendes angeboten hat:

    Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Überstunden frei oder Bezahlt (nehme sie lieber frei – kommt aber selten vor, dass man welche machen muss), 25 Tage Urlaub (bezahlt) + 5 Tage Urlaub unbezahlt, 35h/Woche (bei 40h/Woche gibt es 30 Tage Urlaub bezahlt + 5 Tage Urlaub unbezahlt), Arbeit eher mittelmäßig bis schlecht, mittelmäßiges bis etwas schlechtes Betriebsklima (komme aber mit den Kollegen sehr gut klar, sodass ich gerne hin gehe), keine Aufstiegschancen … Firma ist in meinem Wohnort (keine Fahrtkosten – fahre mit dem Fahrrad oder laufe – ca. 8 min)
    Befristeter Vertrag (1 Jahr), 6 Monate Probezeit – nach dem Jahr sollte ich einen unbefristeten Vertrag bekommen
    Einstiegsgehalt (erste 6 Monate) 1900 € brutto (Netto: 1300 €)
    Nach 6 Monate 1970 € brutto (Netto ca. 1330 €)

    Werde hoffentlich übernommen und bekomme noch eine Erhöhung und hoffentlich auch mehr Stunden.
    Im Vollen und Ganzen bin ich in der neuen Firma zufrieden, wobei mir die Arbeit sehr zu schaffen macht – nicht, weil sie mich überfordert, sonder weil sie mich extrem unterfordert – und ich wollte eigentlich 40h…

    Um ehrlich zu sein bin ich nicht an Aufstiegschancen interessiert, da für mich fest steht, dass ich Familie gründen möchte. Ist zwar für die nächsten paar Jahre noch kein Thema, aber es wird kommen.
    Mit dem Beruf des Mediengestalters an sich bin ich sehr unzufrieden und würde es auch nicht weiterempfehlen. Geld ist nicht immer alles was Zählt. Ich schätze mich glücklich, in der Firma zu arbeiten, in der ich heute arbeite. Obwohl sie nicht perfekt ist und mir meine Aufgaben eher wie Kinderkram vorkommen, kann ich mich über die restliche Bedingungen nicht beklagen und deshalb kann ich mir meine Zukunft in dieser Firma vorstellen.

    Würde ich die Zeit zurückdrehen können (was ich leider nicht kann), würde ich nichts lernen, was mit Medien zu tun hat.
    Die Branche ist überfüllt (was die wenige Stellenangebote begründet) und Menschen mit Kindern (vorallem Frauen) haben da sehr schlechte Karten. Für Männer ist die Bezahlung zu dem miserabel, wenn sie eine Familie ernähren müssen.
    Außerdem verlangen die Firmen immer höhere Bildungsstände, bieten aber immer weniger Geld an zu immer schlechteren Konditionen.

    Antworten
    • Hi, ich bin 25 und habe eine abgeschlossene Ausbildung als EH-Kaufmann und mache seit dem 01.09.2013 eine Ausbildung zum Mediengestalter in Digital und Print bei einer privaten Ergänzungsschule Macromedia Akademie in Osnabrück. Da ich keinerlei Erfahrung in diesem Gebiet habe, doch wirklich gern in diese Richtung gehen möchte, so frage ich dich Lena und auch Andreas, ob es Sinn macht bei einem solchen Unternehmen meine Ausbildung zu machen die mich jeden Monat ca 445 € kostet und ich nebenbei noch arbeiten muss und ich nur Bafög bekomme, damit ich diese monatlichen Kosten ausgleichen kann und sonst eigentlich nichts an Geld über bleibt ? !!!

      Und in diesen 3 Jahren gibt es noch ein 1jähriges Praktikum in einem ausgewählten Unternehmen mit ein bisschen Praktikumsgehalt.

      Oder sollte ich doch eher eine Ausbildung anstreben in dem ich ein Ausbildungsgehalt bekomme und wo ich ich nicht nebenbei arbeiten müsste um die restliche Zeit zum üben, lernen nutzen könnte ?!

      Was auch hinzu kommt ist, dass man mir erst gesagt hatte, dass wenn man kaum oder keine Kenntnisse mitbringt mir geholfen wird in dem man mir Nachhilfe gibt und dann feststellen muss sich selber zu kümmern den Stoff zu verstehen. 🙁

      Oder gibt es vlt auch die Möglichkeit sich in einem 1jährigen Prakitum in einem solchen Unternehmen zu lernen und danach eine Ausbildung zu beginnen ?!

      Und zum Schluss würde ich gerne noch wissen wollen, wenn ich egal wo und wie jetzt diese Ausbildung zum Mediengestalter beendet habe, wie schwer wird es dann sein in die Animation hinein zu kommen ???

      Okay danke schon mal jetzt M.f.G. Uli
      Ps brauche dringenst einen echt GUTEN Rat 🙂

      Antworten
  46. Nach der Ausbildung 1.600 Euro brutto (sollte sich aber regelmäßig steiegern). Leider musste ich die Firma betrieblich bedingt nach einem Monat verlassen. Jetzt werde ich 1.850 Euro verlangen.

    Antworten
  47. Hallo,
    erstmal vorweg, hat mir die Seite wirklich sehr weitergeholfen. Danke dafür.
    Ich hätte eine Frage. Und zwar bin ich (m/16Jahre) mit der Schule fertig, hab meinen Realschulabschluss und helfe im Moment noch in der Firma meines Vaters aus. Ich würde mich gerne in die Richtung Mediengestalter weiterbilden, aber hab leider keine Idee wie ich es am besten angehe. Ich habe leider nur Durchschnittsnoten, wie 2-3-4. Hauptsächlich 3er. Ich hab noch niemanden gefunden, der mir sagen kann ob meine Noten überhaupt für diesen Job ausreichen und daher wollte ich hier mal fragen. Und ob ich außer die Realschule noch andere Qualifikationen brauche.

    Lg Julian

    Antworten
    • Hallo Julian,

      ich habe nicht mal einen qualifizierten Hauptschulabschluss und konnte den Mediengestalter 2005 ohne größere Probleme absolvieren. Ich vermute, dass das heute auch noch so ist.

      Das Problem sind eher die Unternehmen, die auf die Noten schauen. Das ist aber meist kompensierbar durch eine ansprechende Bewerbungsmappe. Solltest du schon ein paar Erfahrungen im Print- oder Online-Bereich gemacht haben, umso besser.

      Ich stehe ebenfalls vor der Frage, ob ich den Medienfachwirt noch machen soll. Bin derzeit in einer Festanstellung als Web-Entwickler im Frontend und Screendesign und verdiene 3.000 brutto. 28 Urlaubstage. Überstunden werden in keiner Weise vergütet, allerdings gibt es auch selten welche.

      VG

      Antworten
      • Hallo Roland,
        vielen Dank, dass du mir dein Wissen weiter gibst.
        Was dir bei deiner Entscheidung weiterhelfen könnte wäre jemand, der auch so eine ähnliche berufliche Erfahrung wie du gemacht hat. Zuerst solltest du wissen ob du dich auch wirklich weiterbilden willst, weil dein jetziger Job dir eine wie ich finde angemessene Vergütung bereitstellt.

        Lg Julian

        Antworten
  48. Hallo Andreas,
    erstmal danke für diese Seite. Sie hat mir persönlich sehr viel gebracht.

    Ich (weibl. 30 Jahre) habe seit 2 Wochen meine Ausbildung zum MG Digital und Print in BaWü beendet. Ich habe im ersten Jahr 600 € und in dem Jahr darauf 50€ Euro mehr bekommen (konnte wegen ordentlichen Vorkenntnissen um 1 Jahr verkürzen).

    Nach dem Übernahmegespräch konnte ich (nur) 2000 € Brutto als Einstiegsgehalt durchsetzen. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich Leistungen weit über das Maß eines reinen Mediengestalters mitbringe.
    Tägliche Überstunden werden natürlich nicht bezahlt (ofiziell 40 Std. Woche und 24 Urlaubstagen im Jahr). Zufrieden bin ich noch nicht ganz, aber bis Ende nächsten Jahres werde ich mein Wunschgehalt von 2400-2500 € Brutto sicher erreichen, denn die bin ich allemal wert. (sagt auch der Chef, nur kann er sich die momentan noch nicht leisten)

    Mal sehen.

    Grundsätzlich stimme ich hier allen zu, dass es ganz massiv auf LEISTUNG ankommt und natürlich für WEN man sie erbringt.

    Beste Grüße

    Antworten
  49. Ich habe im ersten Ausbildungsjahr 320 Euro Brutto bekommen..

    Aber diese Woche habe ich meine Ausbildung endlich abgeschlossen und hoffe auf mehr Gehalt. 🙂

    Morgen habe ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Werbeagentur, bei der ich 1800 Euro Brutto als Gehaltsvorstellung angegeben habe – das hat die wohl nicht abgeschreckt. 🙂

    Antworten
  50. Hey,
    erstmal großen Respakt an deine Seite. Alles auf einen Blick, top! … Du hast geschrieben, dass du empfiehlst nach gewisser Zeit in einem großen Konzern einzusteigen. Ich würde gleich direkt bei so einem Konzern machen wollen (Rossmann). Würdest du das empfehlen? Denkst du, dass man in so einem betrieb ewig arbeiten und alt werden könnte? 🙂

    Antworten
  51. Eine sehr interessante Seite und viele interessante Kommentare.
    Ich bin selbst Inhaber eines digitalen Druckstudios und suche immer wieder Mediengestalter. Doch das was ich da an Bewerbungen auf den Tisch bekommen, du meine Güte. Da ist ja bald jeder Mittelpunktschüler in der 9. Klasse besser motiviert. Wenn ich mich dann mal für deinen einen oder anderen Bewerber entscheide (Frauen selbstverständlich auch, bitte verzeiht die einfache Anrede), dann werde ich ebenfalls schnell eines Besseren belehrt.
    Leistung, eigene Ideen, Kreativität, Flexibilität, Motivation, Wissen, und Engagement lassen leider schwer zu wünschen übrig. Und da spielt die Gehaltsfrage ABSOLUT KEINE Rolle. Ob ich 4.000€ oder 1.500€ brutto anbiete. Das Ergebnis ist leider erschreckend.
    Fachkräfteüberschuss, so die Aussage der IHK. Man hat wohl zu viele in die Richtig MG geschickt. Sorry, die meisten haben zwar gelernt wie man Pixel und Buchstaben schiebt und das Ganze etwas hübsch aussehen lässt. Mehr jedoch meist nicht.
    Einer hier hat es auch schon beschrieben. Das Unternehmen wird euch nicht bezahlen, weil der Chef die Spendierhosen anhat. Ihr müsst euer Gehalt mehr als Doppelt als Umsatz einfahren. Und dann prüft mal selbst, ob ihr wirklich 35 bis 40€ Stundenlohn einfahrt. JA! Dann hat eucher Chef noch nix an euch verdient.
    Rechnet mal selbst nach. 3000€ Brutto machen mind. mal 6000€ an Kosten aus. Da ist die Schreibkraft, der PC, die Software und die Raummiete und Heizung noch nicht mal mit drin. Das sind nur mal die Lohnnebenkosten, Urlaub, Krankheit und uneffektive Zeit mit drin. Und da habe ich schon gut gerechnet. Besprechungen bringen keinen Umsatz, denkt daran. Doch ihr wollt eure Arbeitszeit bezahlt haben. So, jetzt macht ihr auch mal einen Fehler und die Broschüre muss auf Kosten des Chefs neu gedruckt werden.
    Also, bringt Leistung und dann findet ihr auch euren Job.
    In meiner Firma gibt es Gratifikationen. Wenn mehr erreicht wurde als geplant – und die Planung machen die Mitarbeiter mit – dann gibt es Bares.
    So, wenn jetzt ein Arbeitssuchender bis hier noch mitgelesen hat, dann darf er sich gerne bei mir bewerben. Ich suche noch gute Mediengestalter in Südhessen (35km südlich von Darmstadt).

    Auf die richtig guten Mediengestalter
    Michael

    Antworten
    • Hallo,

      ich habe tatsächlich bis zum Schluss gelesen. Mich interessiert dieser Beruf, weil auch bei mir eine Umschulung ansteht, die ich mittlerweile viel lieber beruflich als schulisch machen möchte, weil einfach direkte Praxiserfahrungen gesammelt werden. Ich habe bereits vor gut 7 Jahren eine berufsbegleitende Weiterbildung als Fotografin durchgeführt und nebenberuflich als solche gearbeitet. Um meinen Kunden mehr bieten zu können, stürzte ich mich zusätzlich in die Visagistik. Und nun, mit 33 scheine ich für manche Arbeitgeber schon zu alt, so dass auf eine Umschulung überlegt wird. Ich muss dazu sagen, dass ich im kaufmännischen gelernt und auch eine zeitlang gearbeitet habe und natürlich auch dort eine Menge Bewerbungen geschrieben. Im kaufmännischen bekomme ich meist die Anwort, ich wäre zu lange raus. Da steh ich also nun am Scheideweg und werde sehe, wohin mich selbiger führen wird.

      Antworten
  52. Hallo.

    Ich bin seid 2007 ausgelernt und arbeite in einer Druckerei als Mediengestalterin.
    Eigentlich habe ich Print gelernt, aber mittlerweile gehört auch Nonprint (Websiten programmieren, Typo3, Produktfotografie (eher selten) zu meinen Aufgaben)

    Ich bekomme 1800 brutto
    40 Stunden Woche
    bis zu 8 Überstunden sind mit abgegolten
    28 Urlaubstage
    weder Urlaubs- noch Weihnachtsgeld.

    Mein Chef ist der Meinung ich gehöre damit zu den Glückspilzen der Branche.

    Antworten
  53. Wer in Dortmund wohnt, könnte das interessieren. Da spricht jemand aus seiner Berufserfahrung.

    In Zusammenarbeit mit dem Verlag Hermann Schmidt Mainz präsentiert THE BOOKSTORE Frank Berzbach mit seinem neuen Buch „Die Kunst ein kreatives Leben zu führen“.

    Dieses Buch richtete sich an alle kreativen Köpfe. An Schüler und Studenten, die von der Arbeit in einer großen Agentur träumen. An all jene, die überlegen sich selbstständig zu machen. Aber auch an alle, die bereits den Arbeitsalltag kennengelernt haben. Frank Berzbach wirft einen Blick auf die Realität, zu der Zukunftsangst und Zweifel gehören können, wenn die kreativen Ideen mal ausbleiben.

    Der Autor von „Kreativtität aushalten“ ist am 17.Juni ab 19 Uhr bei THE BOOKSTORE im Dortmunder Kreuzviertel zu Gast.

    Liebe Grüße,
    Markus

    Antworten
  54. Hi Andreas, ich wollte noch mal eine kleine Rückmeldung geben. Mittlerweile ist die Entscheidung gefallen, welche Umschulung ich mache. Die ist aber zu Ungunsten der MG ausgefallen. Ich habe mich gründlich im BFW informiert und auch auf deiner Seite viele Informationen und Einsichten bekommen. Letztendlich habe mich für den Podologen entschieden. Die Aussichten auf einen zwar sehr schönen aber doch recht stressigen Beruf, haben mich zu dieser Entscheidung gebracht.
    Also, vielen Dank für die hilfreichen Infos und weiter viel Erfolg im Beruf und mit dieser Seite!
    Gruß, Markus

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  55. Habe noch etwas vergessen. Da ich hier auf dem Land lebe, finde ich in näherer Umgebung momentan Null Jobangebote. In welchen Regionen ist dieser Beruf denn am gefragtesten?

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  56. Halli hallo! Erst einmal einen Riesen Dank! Die Seite ist super und ich glaube sie hilft vielen Menschen bei der Suche nach Antworten!
    Ich habe da auch eine Frage: Ich bin gelernter Handwerker und durch ein Burnout war ich nicht mehr in der Lage, meinen Job zu machen. Ich bin 47 Jahre alt und mein Jobcenter empfiehlt mir die Umschulung zum Mediengestalter Bild/Ton. Finde das was ich über das Berufsbild lese auch sehr spannend. Habe aber 2 Ängste: Einmal, dass der Job bestimmt sehr stressig sein kann und ich wieder gesundheitliche Probleme bekomme, aber noch viel wichtiger…Wer nimmt einen dann 49-jährigen ohne Berufserfahrung nach einer Umschulungsmaßnahme und dieser gesundheitlichen Vorbelastung in seine Firma auf? Mir kommt das so vor, dass das Jobcenter mich einfach erstmal loswerden will. Dazu kommt, dass die Berater hier in Limburg jedem 2. diese Umschulung empfehlen. Wäre Dir sehr dankbar über einen Rat! Beste Grüße Peter

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  57. Wenn ich das alles so lese…
    und man muss sich für gute Arbeit mit 780 Netto zufrieden geben…
    (Facharbeiter)

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  58. Hallo zusammen,

    wir haben eine Grafikagentur in Münster (NRW) und suchen ab Juli/August 2013 einen Mediengestalter zur Festeinstellung. Gern junge Leute, die wir auch selber sind. Das Arbeitsgebiet umfasst die üblichen CD Aufgaben wie Logodesign und Print-Gestaltung sowie auch später die Entwicklung von Textilkollektionen für Großkunden. Dazu kommen Einsatzmöglichkeiten im Bereich Webdesign und Druckvorstufe. Wir erwarten grundsätzlich erst einmal, dass der Bewerber Lust auf Arbeiten hat, Erfolg haben und mit uns etwas erreichen will und Arbeit nicht als notwendiges Übel sieht. Gute Kenntnisse um Umgang mit Mac und der Adobe Creative Suite (Bei uns 5.5) setzen wir vorraus.
    Bewerbungen oder Rückfragen könnt ihr gern an info@squirrel-graphics.com schicken. Jetzt seit ihr gefragt 😉
    Feine Grüße und allen viel Erfolg
    Dennis Mennigen

    Antworten
    • Ich kann im übrigen den jungen Leuten (Ich bin selber erst 31) nur ganz dringend raten am Anfang nicht so auf das Geld zu achten sondern sich erst einmal ins Arbeitsleben zu stürzen und etwas leisten zu wollen (!!!). Und zwar für sich selber! Wille ist der Schlüssel zum Ziel. Ich habe selber vor 8 Jahren (Bin Kaufmann) mit 1.700 brutto angefangen mich dann nur durch meine reine Arbeitsleistung in 2 verschiedenen Firmen bis 3.000 € innerhalb von 5 Jahren hochgearbeitet. Ich hatte nie den Anspruch schnell mehr Geld zu verdienen sondern meine Arbeit gut zu machen und mir damit meine eigenen Erfolgserlebnisse zu holen. Das Geld kam dann automatisch. Heute besitze ich selber eine Grafikagentur und eine Werbemittelagentur und muss leider sehen, dass die meisten Bewerber überhaupt nicht einsehen, Leistung zu bringen. „Ist ja nur n Job“. Man muss sich als Mitarbeiter dann aber fragen, wie die Firma das Gehalt aufbringen soll. Praktisch ist es so: Ein Mitarbeiter, der 2.000 € brutto verdient kostet mich als Unternehmen mit Lohnnebenkosten gut 3.000 € (Ohne Aufrechnung von Urlaub udn krankzeiten). Damit sich der Mitarbeiter für die Firma überhaupt „lohnt“ und auch mal mehr Gehalt bekommen kann, muss er effektiv eigentlich mindestens 3.500 € erwirtschaften bzw abarbeiten. So ist nunmal die harte Realität. Ich kann also nur jedem raten, zeigt Einsatz & Leistung – dann kommt Erfolg – dann kommt Geld. Und wenn der Arbeitgeber sich über Jahre quer stellt, nehmt euer 1a Arbeitszeugnis und sucht euch einen neuen.

      Antworten
  59. Tolle Seite mit vielen Infos!

    Ich habe vor eine Umschulung zur Mediengestalterin zu machen, da es mein Beruf “ Stahlgraveur“ nicht mehr gibt.
    Das AA hat schon so ziemlich grünes Licht gegeben.

    Doch manchmal kommen mir Zweifel, ob ich mit fast 47 überhaupt noch Chancen habe, in diesen Beruf einzusteigen.

    Und kann mir jemand Tipps geben, der schon Erfahrung mit einer Umschulung hat?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Liebe Grüße Mo

    Antworten
  60. Sebastian am

    Hallo
    Ich bin 28 Jahre alt, Mediengestalter mit Schwerpunkt 3D (aber wohl nicht besonders gut (sagen mir jedenfalls meine ehemaligen Ausbildungskollegen durch die Blume)). Ich modelliere Tag ein Tag aus Kläranlagen, Biogasanlagen und Müllverbrennungsanlagen für Video und Print. Alles gaaaaaanz aufregend ><)
    Mein Chef will mich am 1. April (schlechtes Omen?) mit 600€ Netto einstellen. Er meint dass es über das Jahr noch auf 1000€ erhöht wird. Dass ich 40 Stunden plus Überstunden arbeite versteht sich von selbst. Dafür darf ich mir öffters einen Tag frei nehmen ohne das es vom Urlaub abgezogen wird.

    Persöhnlich weiß ich nicht ob er so blauäugig ist und nicht weiß das es zu wenig ist oder ob er mich wirklich nur ausquetschen will.

    Habe mich schon in ganz Dresden beworben und meistens keine oder nur die Antwort "sie können nichts Besonderes" gehört. Dabei wurde nie in die Mappe geschaut sondern gleich das Zeugniss begutachtet. Dieses ist leider sehr mies.
    Das ist aber nur zum Teim meine Schuld. Damals bekam ich vom Arbeitsamt die Vermitlung an einer spezielle Ausbildung teil zu nehmen (ich war vorher gestaltungstechnischer Asisstent). Dieser bestand aus 6 Wochen schulichen Intensievkurs bei Profies und 9 Monaten Praktikum (bei T-Systems MMS). Danach waren die Prüfungen der IHK angesetzt. Pustekuchen…die hatten in der Zwischenzeit den Stoff kommplet umgestellt und auch danach gefragt. Etwa die Hälfte der Klasse fiel durch. Der Rest hatte "nur" schlechte Noten. Die Schule konnte nichts dafür, den die wurde von der IHK einfach übergangen (halb Staatlich halb privat). Dagegen Klagen hatte auch keinen Sinn gehabt (nicht das wir es nicht versucht hatten)den bei einem gerichtlichen Erfolg hätten ALLE Geprüften nochmal die Prüfung neu schreiben müssen.

    Kurzum für mich schaut es im Momment finster aus. Die AA hatt schon angeboten mich zum LKW-Fahrer auszubilden

    Antworten
  61. Hallo Andreas,

    wirklich eine super Seite.

    Ich bin seit Sommer 2012 ausgelernte Mediengestalterin Digigtal und Print – Fachrichtung Nonprin und verdiene seit dem 1800 Brutto. Ab März bekomme ich eine Gehaltserhöhung von 250 Euro NETTO..

    Ich habe in dem knapp halben Jahre mehr gelernt als in 3 Jahren Ausbildung muss ich ehrlich gesagt dazu sagen. Mittlerweile kann ich wesentlich mehr und mein Chef kann mir mehr abverlangen.

    Überstunden werden bei uns nicht bezahlt und wir haben 4 Veranstaltungen im Jahr die jeweils über ein ganzes Wochenende gehen, die mein Chef gerne „Freiwillige Pflichtveranstaltung“ nennt. Dafür haben wir 5 – 6 Wochen Urlaub im Jahr, da wir Betriebsferien (jeweils 3 Wochen) im Sommer sowie im Winter über Weihnachten und Neujahr.

    Ich möchte mich auch dringend weiter bilden, aber bin mir nicht sicher in welche Richtung ich gehen soll. Mir liegt die Kundenbetreuung sehr gut, die Organistation meines Teams, sowie das Planen strukturierter Abläufe.

    Technisch war ich anfangs nicht besonders gut, bin aber dank meiner Kollegen jetzt auf den aktuellsten Stand gebracht worden und werde von Woche zu Woche besser.

    Was ist denn zukunftorientierter? Eher die Weiterbildung in HTML 5, CSS3, allgmein das technische oder eher Betriebsfachwirt, wie in deinem oben beschriebenen Text?

    Ich möchte mich irgendwann selbstständig machen und nicht ewig für jemanden arbeiten. Was macht mehr Sinn? Ich bin hin und her gerissen und bin ein wenig ratlos….

    LG Isabell

    Antworten
    • Hallo Isabell,

      der Besuch einer Fachschule an einer Berufsschule wäre eine Möglichkeit… Du könntest dort berufsbegleitend ein Abendstudium machen und als Staatlich geprüfter Designer oder Techniker abschließen. Der Abschluss ist lt. Hochschuldirektoren-Konferenz dem Bachelor gleichgestellt.

      Mich hat es jedenfalls deutlich weitergebracht…

      Antworten
  62. Hi Andreas,

    deine Seite ist wirklich super informativ!
    Ich habe auch etwas Probleme mit meinem Gehalt:
    Ich habe eine Ausbildung bei einer Agentur gemacht, und bin nun seit einem Jahr ausgelernt. Habe nun ein Jahr lang 1850 EURO brutto bekommen und soll nun, da das Jahr um ist, 2150 EURO brutto bekommen. Ich bekomme zwar Weihnachtsgeld aber Überstunden werden nicht bezahlt. Ist meine eigentliche Gehaltsvorstellung von 2500 EURO brutto gerechtfertigt? Nicht das ich zu hohe Ansprüche habe!

    Vielen Dank und Grüße,
    Rinoa

    Antworten
    • Hi Rinoa,

      Du bist seit einem Jahr ausgelernt und Du willst 2500 brutto?
      Was hast Du in diesem Jahr geleistet, denn es geht dabei nicht um Gehaltsspiegel oder Tarife. In der Branche werden Deine persönlichen Erfolge als Masstab gesehen. Hinzu kommt für welche Kunden Du bzw. Deine Agentur arbeitet. Es ist auch immer eine Sache des Budgets, was gute Werbung und schlechte Werbung unterscheidet und somit auch das Gehalt.

      Einfaches Rechenbeispiel:

      Ein hochglanz Modekatalog einer Trendmarke, mit hohen Ansprüchen gegenüber den Kunden bringt der Agentur deutlich mehr, als ein *nicht so blöd* oder *geil ist cool* Prospekt mit den neuesten Angeboten der Woche.

      Jetzt schau einfach was für Kunden Dein Arbeitgeber hat, dann welche Rolle Du in dem Ganzen hast (Kreation, Umsetzung oder Korrekturlesen) und wenn Du die Kreation eines hochglanz Modekataloges machst, dann fordere mehr Gehalt, wenn es das Korrekturlesen des *nicht so blöd* Prospektes ist mit dem Gehalt, dann schick mir ne Mail vom Personalbüro 😉

      Was die Überstunden betrifft, solange diese nicht zum Standard werden. In der Branche kann es durch schlechtes Timing im Management auch dazu kommen, das Daten fertiggemacht werden müssen. Natürlich nehme ich jetzt nicht das Management in Schutz. Der Kunde ist König und daher wenn er sein Prospekt am Dienstag haben will und es ist Freitagabend, dann kann es schon sein, das man auch Überstunden schrubben muss, allerdings kann man diese eigentlich dann auch in auftragsschwachen Zeiten abfeiern.

      Es ist immer ein schmaler Grad auf dem man sich befindet, bevor man von Ausbeutung oder schlechtem Arbeitsklima redet.

      Bei der guten alten 9to5 Branche war das noch mit 18 Uhr Hammer fallen lassen und dann Freizeit.

      Mach Dir ne positive Dinge, negative Dinge Liste.

      Alles muss eine Waage haben, denn ich habe auch Agenturen insolvent gehen sehen, weil Grosskunden abgesprungen sind aufgrund miserablem Handlings der CI Daten etc.

      Also Ying Yang, Plus Minus, Ja und Nein, Hip und Hop

      Hoffe ich konnte Dir damit helfen.

      Greetz egoody

      Antworten
  63. Hallo Andreas,

    das die Chance bei den Druckern für Ü30iger größer ist, finde ich sehr interessant. Bin leider durch eine Insolvenz aus dem grafischen Bereich rausgeflogen und habe keine Chance mehr irgendwo reinzukommen (bin erst 35 aber anscheinend zu alt). Weißt du wie es Gehaltsmäßig im Bereich Digitaldruck aussieht? Das wäre ja ein Bereich den gelernte Mediengestalter im Druckbereich locker abdecken können.

    Antworten
  64. Hallo Andreas,
    vielen Dank für deine Informative Seite.
    Ich stehe zur Zeit vor der Entscheidung, mich im Alter von 47 Jahren für einen neuen Beruf in Umschulung entscheiden zu müssen. Bisher war ich in der Pflege tätig. In der Freizeit betreibe ich als Hobby die Fotografie (EBV mit LR3.6 und PS CS2) und auch etwas Computergrafik (zB Terragen). Vor langer Zeit habe ich mal als Seiteneinsteiger im DTP-Bereich (Quark XPress, Photoshop) gearbeitet. Damals noch mit Photoshop v2. Konnte damals nicht mal Ebenen. 🙂
    Natürlich will ich den neuen Beruf nach meinen Neigungen und Fähigkeiten auswählen. Im Berufsförderungswerk wird unter anderem der „Mediengestalter Fachrichtung Gestaltung und Technik“ angeboten. Bisher klingt das alles sehr interessant, auch die in Kooperation mit ansässigen Firmen gestaltete Umschulung.
    Meine Befürchtung jedoch besteht darin, dass ich durch mein „fortgeschrittenes Alter“ später keinen Job finden könnte. Die Branche ist doch eher jung. Wie sind deine Erfahrungen, was ältere Mitarbeiter oder Bewerber angeht? Wie werden die angenommen? Gibt es die überhaupt?
    Ich bin für jedes bisschen Information dankbar.

    Liebe Grüße,
    Markus

    Antworten
    • Andreas Poschen am

      Ich halte es für sehr schwer. Wenn man in die Agenturen schaut, da findet man kaum Leute Ü30. Der Arbeitsmarkt bei Mediengestaltern ist leider sehr überfüllt (auch weil soviele Leute dahin umgeschult werden), so dass sich Agenturen die jungen günstigen Mitarbeiter wirklich aussuchen und austauschen können.

      Wenn ich den Stimmen aus meinem Medienfachwirt-Kurs trauen darf, ist der Fachkräftemangel bei Druckern sehr groß. Es wäre wohl sehr schwer, vernünftige Leute zu finden. Vielleicht wäre das für dich?

      Antworten
      • Hallo Andreas,
        vielen Dank für deine Antwort und Einschätzung. So ähnlich sind auch die Aussagen, die ich bisher bekommen habe. Leider wird eine Umschulung zum Drucker nirgends angeboten. Aber zumindest ist das ein Information, die ich im Gespräch mit dem Reha-Träger anbringen kann. Man weiß ja nie, was noch so kommt oder welche Ideen daraus entstehen.
        Herzlichen Dank,
        Markus

        Antworten
        • Hallo Markus,

          ich kann das mit dem Alter nicht so bejahen, auch wenn die Mehrheit glaubt, ab einem gewissem Alter kann man nichtmehr in die Medienbranche wechseln. Eine Umschulung ist zwar nicht so gern gesehen wie ein Diplom an einer Hochschule oder eine vergleichbare Ausbildung bei einer renommierten Agentur, aber schliesslich lernst Du ja nur mit Programmen umzugehen bzw. Workflow zu praktizieren. Die Kreativität wird dabei meist unterschätzt. Wenn Du Ideen hast, die zumindest den heutigen Werbemassnahmen in Sachen Design, Konzept und Realisation in Nichts nachstehen, spielt das Alter keine Rolle. Dein Auftreten und natürlich eine Mappe sind der Schlüssel zum Erfolg, nicht das Alter…

          Leider wurde der Arbeitsmarkt mit vielen grauen Mäusen überschwemmt, die glauben, weil Sie einen Flyer mit bunten Buchstaben und Schatten in Photoshop halbwegs zustande bringen, können sie sich schon Grafiker nennen. Genauso passiert das auch bei vielen Diplom Kommunikationsdesignern.

          Um es mal kurz zu machen, es ist nicht wichtig, alle Programme zu beherrschen, das kommt mit der Zeit. Checke erstmal, wie kreativ kannst Du sein und das auf Abruf, damit meine ich auch nicht nur EINE super Idee.
          (die berühmte Eintagsfliege kennt man ja bei der Musikbranche)

          In dem Job muss einen die Muse küssen, sonst ist man schnell weg vom Fenster, davor spielt das Alter noch keine Rolle, daher auch immer die Nachfrage für junge Designstudenten, weil diese noch verrückte und rebellische Ideen haben, die meist sowieso der wichtigsten Zielgruppe gefallen. Bist Du auch so verrückt???, dann rate ich Dir mach ne Umschulung zum Mediengestalter.

          So eine Entscheidung fängt meist bei der Person selbst an. Schau Dich im Spiegel an und prüfe, ob Du überhaupt in diese Branche reinpasst. Du musst Dir jetzt nicht unbedingt einen Nasenring verpassen oder ein Tattoo über den Arm machen lassen, aber die Exoten haben in der Branche (das sind auch meist die, über die der Mainstream lacht) die besten Chancen.

          Achso und als Reinzeichner (Mediengestalter Print) verdient man erst gut, wenn man jahrelange Erfahrung mit jedem Trick und Kniffel hat. Dazu kommt, dass man sich bei den ständigen Neuerungen der DTP Programme informieren muss, was bei den Apfelprodukten alle halbe Jahre oder schneller sein kann.

          Wenn das Dein Ding ist, dann mach die Umschulung, allerdings als Reinzeichner hat man schnell auch mal die Schlinge um den Hals, weil bei falschen Druckdaten schnell hohe Kosten zustande kommen und darüber freut sich kein Chef, der Nachteil… ein paar solcher Patzer und niemand nimmt Dich, der Vorteil… Reinzeichner sind gefragt, weil viele Diplomanten aus dem Kommunikationsdesign zwar kreativ sind, aber nicht wissen was CMYK oder 300dpi bedeutet, somit kann man da auch recht gut verdienen. Nur Vorsicht, meist ist man auch mit einem kurzen Zeitfenster zwischen Drucktermin und Datenübergabe gesegnet, also nicht gerade etwas für gemütliche Gesellen.

          Alles in allem *Spiegel Yourself* und die Antwort kommt von alleine…

          Ich hoffe Du findest den Job der Dir Spass macht

          P.S. Drucker ist kein so sicherer Job, nachdem viele Werbemassnahmen eher auf Onlinemedien zielen (APPs, Internet, Onlineshops und Co.) Zwar wird noch gedruckt, aber schon lange nicht so viel wie in den Good Old 90s.

          Cheers egoody

          Antworten
          • Danke für die ausführliche Info, trifft auf mich zu und ich konnte mir ca. ein Bild machen.
            Ist eine Umschulung ratsam, wenn man noch nicht so gut programieren kann?

  65. Stefanie am

    Ich habe meine Ausbildung gerade beendet. Im 3. Lehrjahr bekam ich zum Schluß 600 brutto, nun 1600 brutto. Allerdings sind dort sämtliche Überstunden inclusive und die habe ich als Azubi schon laufend schieben müssen.

    Antworten
    • Andreas Poschen am

      Hallo Stefanie,

      danke für deinen Kommentar!

      So etwas ärgert mich sehr, denn was dein Arbeitgeber macht ist schlicht und einfach VERBOTEN. Es gibt ein höchstrichterliches Urteil vom Bundesarbeitsgericht, dass Überstunden nicht inklusive sein dürfen. Ausnahmen sind Top-Jobs mit einem sehr hohen Gehalt. Davon kann bei 1600 Euro nun wahrlich nicht die Rede sein.

      Hier ein Link dazu:
      http://www.heise.de/resale/artikel/Normalerverdiener-haben-Anspruch-auf-Mehrarbeitsausgleich-1663130.html

      Pauschal abgegoltene Überstunden verstoßen gegen das Transparenzgebot, jeder Mitarbeiter muss klar erkennen können wieviele Stunden er arbeitet und wie diese Vergütet werden. Geschenkte Überstunden gibt es nicht.

      Der Arbeitgeber macht sich übrigens sehr angreifbar. Man stelle sich vor alle Mitarbeiter fordern nach Ende des Arbeitsverhältnisses 3 Jahre Überstundenlohn zurück. Da kommt einiges zusammen. Mein Tipp: Jeden Tag deine Arbeitszeiten in einem „Tagebuch“ notieren, sowas ist vor Gericht Gold wert.

      Antworten
  66. Hallo und erstmal danke für die gute Erläuterung.
    Ich hätte da mal eine Frage, wobei, Sorge trifft es eher.
    Ich mache in ein paar Monaten (hoffentlich) meinen Fachhochschulabschluss in der Werbegrafik.
    Mein Problem ist dass ich momentan nicht so wirklich weiß wie es mit mir weiter gehen soll.
    Einerseits würde ich jetzt schon mit 22 sehr gern arbeiten gehen und Geld verdienen da jetzt 5 Jahre Schulbank drücken so langsam Motivationsprobleme hervorrufen (2 Jahre Gestaltungstechnischer Assi, dann 3 Jahre Fortbildung Werbegrafiker).
    Problem nur dass ich überhaupt keinen Plan habe ob ich überhaupt leistungstechnisch schon ins Berufsleben einsteigen kann da hier an dieser staatlichen Schule vieles ganz ganz falsch läuft (Bsp: Adobe Illustrator ist zwar auf den Schulrechnern vorhanden, da jedoch kein Lehrer das Programm beherrscht kann es uns natürlich auch niemand beibringen,tja blöde Sache) und in den 3 Jahren Werbegrafiker- Ausbildung auch kein Praktikum veranstaltet wurde.
    Ich weiß ich hätte vermutlich in den letzten Jahren mal Praktikas in den Ferien machen können, habs leider total verpeilt, jetzt vor den Prüfungen und den ganzen Abschlussarbeiten lässt sich ein Praktikum praktisch nicht mehr einschieben. Habe jedoch früher ein paar Praktikas in Werbebetrieben gehabt, ist halt nur gut 4-5 Jahre her.

    Nun war meine Überlegung und auch ein Tipp meiner Berufsberaterin dass ich halt noch eine betriebliche Ausbildung als Mediengestalter mache, da könnte ich wohl sogar ein Jahr überspringen und ich würde mich gut zurechtfinden da es ja praktisch dasselbe ist wie das, was ich schon gemacht habe, nur eben mit Vergütung und im Betrieb.
    Jetzt wollte ich einfach mal einen gestandenen Menschen in der Branche fragen wie schwer es ist als Berufsanfänger einzusteigen bzw. ob es sich in Programme wie Illustrator gut einarbeiten lässt.
    Oder macht es wirklich mehr Sinn doch noch eine duale Ausbildung zu starten? Hätte ich zwar egl auch keine Lust drauf jedoch will ich keinesfalls arbeitslos sein wenn ich hier fertig bin.
    Ich will halt endlich mal bei meinen Eltern ausziehen, befürchte jedoch dass die Ausbildungsvergütung hier im Osten nicht viel höher sein wird als das bisschen Bafög was ich zurzeit bekomme.

    Also ich brauch echt ein bissl Hilfe 😀

    Hoffe das liest noch jemand, der Artikel ist ja nun auch schon ein wenig älter.

    Tschö mit Ö

    Antworten
    • Andreas Poschen am

      Hallo Gonzo,

      danke für dein Feedback! In der Branche kommt es halt immer darauf an, was man drauf hat. Der Abschluss kommt dann an zweiter Stelle. Da wäre es wichtig, sich jetzt selbst zu analysieren. Was kann man? Bzw. wenn man nicht viel beigebracht bekommen hat, hat man zumindest ein Gefühl, worin man gut ist. Ist es die Bildbearbeitung? Fotoretusche? Webseiten gestalten? Oder eher doch Flyer und Drucksachen? Vielleicht hat man schonmal mit Videoschnitt experimentiert?

      Wenn man sich selbst analysiert hat, kann man die Richtung einschlagen: Geht man zur Fotoagentur und retuschiert? In die Druckagentur, ins Webdesign, zu Filmfirmen oder TV-Sendern?

      Und wenn man noch nicht soviel vorzuweisen hat, an Referenzen und Kenntnissen, sollte man mit 1-2 Praktika beginnen. In der Schule kriegt man nichts beigebracht, da muss man einfach mal ein Praktikum bei einem Profi machen.

      Bei mir war es auch so, dass ich mir so ziemlich alles selbst in Freizeit durch Internetutorials beigebracht habe. Die Schule und der Ausbildungsbetrieb hatten daran fast keinen Anteil.

      Ich wünsche dir viel Erfolg!

      Antworten
  67. 24 Jahre / w

    Mediengestalterin – Gestaltung u. Technik

    Kleinere Stadt nähe Mainz
    Rheinland-Pfalz

    Urlaubsgeld + Weihnachtsgeld

    40 Std. (ab und zu Überstunden -> wurden auch ausgeglichen)

    1. – 3. Ausbildungsjahr: ca. 700 – 900 Euro Brutto

    Danach übernommen: 2000 Euro Brutto

    Antworten
  68. Hallo, ich habe Mediengestalter Digital und Print gelernt. Arbeite nun in einer 5-Mann Firma. Ich bin die einzige Designerin die sich um das Webdesign kümmert. Vom Layout bis zur Fertigstellung. Findet ihr das mein Gehalt von Brutto 1.200 zu wenig? Ich wohne/arbeite im Osten und komme damit gerade so hin. Große Sprünge kann ich damit nicht machen, da heißt es dann sparen 🙁

    Antworten
    • Andreas Poschen am

      Hallo Lina, danke für Deine Rückmeldung! 1200 Brutto ist echt schon krass wenig. Wieviel bleiben da Netto, so 900 Euro? Überleg mal, bei einer 40 Stunden Woche (und ich wette du machst viele Überstunden) kommt man auf einen Nettolohn von ca. 6 Euro die Stunde, das ist weniger als bei so mancher Putzfrau. Es gibt wie im Artikel beschrieben natürlich viele Rahmenbedingungen, Lebenskosten in der Gegend, eigenes Können etc., aber meiner Meinung nach sollte man als Fachkraft nirgends für so wenig Geld arbeiten.

      Antworten
      • Ja, so in etwa kommen da raus. Überstunden mache ich selten und wenn, dann feiere sie auch schnell wieder ab.. das geht bei uns schon. sammeln tue ich nicht. bin seit knapp 1 jahr hier, zuvor über ein jahr praktikum hier gemacht. meine arbeiten gefallen den chefs. reden auch von gehaltserhöhung, wenns besser läuft. na ich bin gespannt.. übrigens danke für deine schnelle antwort. lg lina

        Antworten
      • Also 1.200 Brutto ist viel zu wenig! Da könnte man gleich Hartz 4 beantragen und zu Hause sitzen und Kaffe trinken 😀 anstatt sich für diesen miesen Lohn ab zu rackern. Mein Tipp: Besser bezahlte Stelle suchen!

        Antworten
  69. Hallo miteinander,
    ich quäle mich auch schon seit langem mit der Frage was ich nach meinem Realschulabschluss machen soll. Vom Notenschnitt wäre grundsätzlich sowohl ein weiterer Schulbesuch mit anschließender Hochschulzulassung möglich, als auch eine Ausbildung(die Noten sind gut bis sehr gut). Ausblidungstechnisch bin ich momentan total hin und her gerissen, meine Interessen liegen zwar im Bereich Medien, jedoch habe ich nun auf vielen Seiten rechergiert und über das hier beschriebene Problem mit den zu niedriegen Vergütungen gelesen. Nun weiß ich nicht genau ob ich das Finanzielle in erster Linie vernachlässigen soll und auf meine Interessen achten soll, oder eben nicht. Werde vermutlich bei diversen Medienakademien mir zunächst Informationen eiholen, um meine Entscheidung zu erleichtern.

    Antworten
  70. Hallo zusammmen,

    momentan mache ich eher die Erfahrung, das die Stellenausschreibungen im Bereich Mediengestaltung im Raum Aachen sehr rar zu sein scheinen.
    Diesen Sommer schließe ich meine Ausbildung zur Mediengestalterin Digital und Print ab.
    Würde danach gerne Kommunikationsdesign studieren und nebenbei als Mediengestalterin in einer Agentur flexibel hier in Aachen o. Umkreis arbeiten.
    Sollte das nicht klappen wäre ich auch einer Arbeit als festangestellte Mitarbeiterin nicht abgeneigt.

    Habe mich dank Google die letzten Wochen und Monate mal schlau gemacht was es so gibt.

    Momentan sieht es meiner Meinung aber nicht danach aus, als wäre man groß daran interessiert junge Mitarbeiter zu bekommen.

    Zur Info: Ich bin 22, habe meine Fachhochschulreife im Bereich Gestaltung mit 1,3 gemacht. Mein Ausbildungszeugnis momentan liegt bei 1,7.
    Ich verfüge über sehr gute Kenntnisse in Adobe Photoshop und gute Kenntnisse in Adobe Indesign, sowie durch meine Ausbildung Erfahrung im Webdesign, speziell HTML und CSS.
    Außerdem habe ich neben sehr guten Deutsch, Englisch und Französisch Kenntnissen, Grundkenntnisse (vor allem schriftlich) in sechs weiteren Sprachen.
    Zusätzlich verfüge ich über sehr gute Kenntnisse in Kundenkommunikation, Warenpräsentation, Office, Geschäftsführung, Buchhaltung und Verkauf.

    Liebe Grüße

    Nadine

    Antworten
  71. Hey, super Seite !! Habe im Moment das Problem, dass ich mich zwischen zwei Ausbildungsstellen entscheiden muss. Zum einen Mediengestalter Digital und Print in einer Druckerei und Kauffrau für Marketingkommunikation beides super Firmen in Düsseldorf. In der Druckrei verdiene ich fast 2,5 x soviel als in der Mediaagentur. Kann mich nicht entscheiden. Was würdet Ihr tun ?

    Antworten
  72. Moin,
    ich habe Kommunikationsdesign studiert und ein Praktikum bei einer Agentur gemacht.
    Mein Anfangsgehalt beschränkt sich momentan auf 2000 brutto (das ist vergleichsweise sogar noch ganz gut) und nun wollte ich mich erkundigen, wie die jetzigen Durchschnittsgehälter für Mediengestalter mit abgeschlossener Ausbildung, sowie Berufserfahrungen sind, da ich demnächst doch etwas gerne mehr verdienen würde.

    (Für den Anfang wars okay, da ich keine praktische Erfahrungen hatte, aber nun wendet sich das Blatt ja…)

    Antworten
    • Hallo,

      mein Name ist Björn und ich arbeite als Mediengestalter für D-P-Medien in Bochum.

      Ich habe mit einem Bruttogehalt von 2.100 € angefangen. (Sommer, 2008)

      Nach 1,5 Jahren (2010) gab es die erste Gehaltserhöhung auf 2.400€ und nach weiteren zwei Jahren (nun 3,5 Jahre ausgelernt) 2.800€ Brutto.

      Viele Grüße
      Björn.

      Antworten
      • Das ist doch schon nicht schlecht. Interessant zu wissen wären die Rahmenbedingungen. Arbeitszeit, Überstunden, Gratifikationen, etc.

        Antworten
  73. Ist es rechtlich ok als Azubi Mediengestallter digital print Gestalltung Technik

    im 1 Jahr 350 2 Jahr 400 3 Jahr 450 Euro Brutto
    zu bekommen ??

    Antworten
    • vetlac0n am

      Auch wenns schon was her ist, vielleicht für den einen oder anderen doch noch interessant:

      Ich fürchte solche Gehälter sind leider rechtens. Habe in meiner Ausbildung auch nur ein ganz paar wenige Euro mehr bekommen. Das hat mit Betrieben zu tun, die nicht im Arbeitgeberverband und damit theoretisch nicht an die dort geltenden Tarife gebunden sind. Die dürfen dann afaik 40% unter den Tariflöhnen bleiben, womit man bei o.g. Gehältern landet. Das ist eine Schweinerei, aber leider so erlaubt. Und wahrscheinlich segnet die IHK auch Veträge mit geringeren Löhnen ab, nur um Auszubildende unterzukriegen.

      Antworten
    • Leider ja. Das was da steht ist der IHK Tarif, ist eine Agentur/Firma nicht bei der IHK müssen se das auch nicht zahlen. Ich habe 20 Leute in der Klasse (bin bald 2. Lehrjahr) und nur einer davon wird nach Tarif bezahlt.

      Antworten