Im letzten Wahlkampf konnte jeder, der ein wenig Ahnung von Technik hat, wunderbar miterleben, wie inkompetent, unerfahren und hilflos die meisten Politiker sind, wenn es um das Thema Internet geht. Aber Beispiele gibts nicht nur zu Wahlkampfzeiten, jeden Tag gibt es einen neuen Leckerbissen:

Heute ist es die Stadt Mannheim. Sie schickt ernsthaft einen Anwalt vor, der vom Besitzer des Twitteraccounts twitter.com/mannheim die Herausgabe eben jenes Accounts fordert. Namensrechte blahblahblah.

Was glaubt die Stadt eigentlich, wieviel Anrecht sie an einem Login-Namen oder einem Pfad (/mannheim/) auf dem Webserver einer Firma hat, die noch nichtmal in Deutschland sitzt? Was kommt als nächstes? Werden alle verklagt die „Mannheim“ als Teil ihrer Mailadresse haben? Oder die, die ihre Fotos auf dem Webserver nach /fotos/staedte/mannheim ordnen?

Andreas Poschen

ist ein 34jähriger E-Commerce Experte, agile Product Owner und UX-Fan aus Aachen. Er arbeitet in Köln in einer großen Agentur und schreibt hier über seine Profession, seine Gedanken, Netzfundstücke und zu seinen Lieblingsserien. (mehr zu Andreas). Folgt ihm auf:


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