das zeigt euch eindrucksvoll F!XMBR.de. Neben dem langsam langweilig werdenden dauernden Rezitieren eines Karikaturisten und dem ewigen FDP-, CDU-, Christina Köhler-, oder Piratengebashe finden sich in deren Artikeln auch glatt ab und zu mal ein paar halbwegs lesenwerte Beiträge, so zum Beispiel zum Thema Freiheit im Netz oder Grundrechte.
Dumm nur, wenn man hin und wieder anderer Meinung ist. Auf deren Kommentarfunktion sollte man dann nämlich nicht setzen. Einerseits den großen Grundrechtsvertreter und Freiheitskämpfer raushängen lassen, andererseits die Kommentare vorher kontrollieren, aussieben und nur die positiven erscheinen lassen. Die kritischen, in denen man vielleicht Inkonsistenzen in den pseudojournalistisch angehauchten Texten aufzeigt, lässt man untern Tisch fallen. Armseelig.
Wie ich hier schon schrieb, bin ich RSS-Fanatiker, mit einigen hundert abonnierter Feeds. Da muss man auch manchmal ausmisten und diesmal trifft es das Designtagebuch von Achim Schaffrina.
Er meint nämlich, seine RSS Einträge seit einigen Tagen nur noch gekürzt ausliefern zu müssen, so dass man auf die Seite gehen muss, um alles lesen zu können. Mich persönlich kotzt so ein Verhalten tierisch an. Wenn er unbedingt Kohle mit seinem Blog scheffeln will, dann soll er doch Werbung in seinen Feed einbauen und nicht sowas. Für einen Grimme Online Award Preisträger einfach unwürdig.
Ich hab mir vorgenommen gnadenlos jede Seite auszusortieren, deren Betreiber sich so verhält, undichbindaübrigensnichtalleine.
Übrigens…
Wem solche Blogs stinken, der kann sie womöglich auch austricksen. Es gibt im Netz einige Tools, die vervollständigen gekürzte Feeds automatisch, z.B. http://fivefilters.org.
Eins gleich vorneweg, von meiner großen Social Network-Skepsis bin ich nicht abgerückt. Gut, bei Xing habe ich im Zuge der Arbeitslosigkeit mal mein Profil ausgefüllt, aber die restlichen Social Networks interessieren mich weiterhin nicht.
Nur bei Twitter mische ich nun mit. Dabei ist mir Twitter an sich zuwider. Diese Interaktion über deren Seite kommt mir vor wie Web 0.5, als würde man ICQ über eine Internetseite machen. Aber da mein geliebtes Adium in Version 1.4 Beta jetzt Twitternachrichten so unterstützt, als wären es Instant Messages, erhält es auf einmal die Interaktion, die ich brauche.
So gesehen ist Twitter (wie gesagt, mit externen Tools) jetzt eine schöne Mischung aus kurzem Blogbeitrag, Instant Message und Trackback. Im Handel würde man wohl von einem weiteren Vertriebskanal sprechen. Ich habe Twitter jetzt in das Blog integriert und schreibe da kleinere Sachen rein, die zuwenig für einen Blogbeitrag wären. Ebenso wird über Twitter Bescheid gesagt, wenn ich einen neuen Blogeintrag schreibe. Da ich nur ein paar Einträge die Woche mache, sollte das nicht stören. Wer möchte, kann mir also ab sofort folgen
Design
Hab nochmal ein wenig am Design geschraubt. Einige nette CSS3-Features eingebaut (schade IE-Benutzer!), eine schicke @font-face Schrift eingebaut und mal eine Verbindung zum Flickr-Album hergestellt.
Zusätzlich habe ich die Sidebar entrümpelt, insbesondere die Blogroll. Blogs wie Admartinator, Praegnanz, Apfelquak haben eh genug Backlinks und bringen wenn überhaupt nur vereinzelt langweilige Beiträge. Allgemeines Blogsterben.
Juchu, Kai Diekmann, seines Zeichens seit 2001 oberste Heeresleitung der Bildzeitung, hat ein Blog. Nicht, dass es mich sonderlich interessieren würde, wenn der Chef eines überflüssigen Boulevardblattes nicht besonders ausgelastet scheint und viel Zeit zum bloggen hat, mich interessiert da eher, was für unfähige Grafiker er dort beschäftigt.
Bei einem „Interview mit sich selbst“ haben diese Photoshopgötter den Herrn auf die andere Seite des Schreibtischs gespiegelt, und dabei sein Spiegelbild im Tisch vergessen. Oder ist er etwa ein Blutsauger? Ich könnte ja jetzt noch weitermachen und ein wenig über den Header seines Blogs herziehen, diese grandiose Kombination aus rotem Grund, weißem Kreis und schwarzem Innenleben kommt mir so seltsam bekannt vor, aber das wäre zuviel des Guten, der Typ kriegt ohnehin schon mehr Aufmerksamkeit, als er verdient hat.
Es hat nicht lange gedauert, bis aus der Blogosphäre auch Negatives über die Blogvergoldung von Robert Basic geschrieben wird. Grandios ist das Video was ich auf Helmschrott gefunden habe:
Wie krank ist es bitte, dass einer (der angeblich erfolgreichste Blogger Deutschlands) sein von den Lesern zu Ruhm getragenes Blog für 46.000 Euro an irgend eine Serverfirma verscherbelt? Was ist von der Firma zu halten, was will die damit? Nur den Werbeeffekt? Rechnet sich das? Und was ist vom Betreiber Robert Basic zu halten, der sein Blog so vergoldet? Macht euch euer eigenes Bild. Ich hab meines, und das ist kein Gutes.