Ich halte ja nicht unbedingt viel vom iPhone. Ich meine, wenn Microsoft einem vorschreiben würde, welche Programme auf ihren Computern laufen dürfen und welche nicht, wäre das Geschrei groß. Aber man hat iPhone Benutzern ja bereits das Stockholm Syndrom diagnostiziert, vielleicht liegt es daran. ;)

Aber das ist gar nicht mein Thema heute. Mein Thema ist: Anhand eines iPhone Fotos herausfinden, wo es geschossen wurde. Das ist leichter, als ihr denkt. Denn das iPhone ist so schlau, die GPS-Koordinaten des Standortes zum Zeitpunkt des Fotos in die unsichtbar gespeicherten EXIF-Daten des Fotos zu schreiben. Und wenn jetzt jemand ein Foto in einem Forum einstellt, geht einfach auf diese Seite hier: http://regex.info/exif.cgi und lasst das Bild analysieren. Das Script ist sogar so freundlich, den Standort auf einer Googlemap darzustellen.

Schon witzig, was man an unsichtbaren Daten hinterlässt. Ihr könnt übrigens anhand des obigen Links und mit Hilfe des gerade gesehenen Bildes herausfinden, dass ich einen Apple benutze (einen, wo man Programme installieren darf, wie man möchte) und wie mein Bildschirmfarbprofil heißt ;-)

Edit: Smiley eingefügt, bleibt locker ;)

“Verbraucherschutz”-Ministerin Aigner macht grad ein riesen Getöse um Google Street View und den Datenschutz. Und das aus dem Mund einer Ministerin einer Regierung, die uns datenschutztechnisch die Hose sowas von auszieht, ich zitiere mal Fefe:

Das sagt die Regierung eines Landes, die ihren Bürgern ELENA zumutet, den großen Lauschangriff, die Vorratsdatenspeicherung, ELSTER, die die SWIFT-Daten durch die Amis tunneln will, damit sie indirekt Zugriff darauf kriegt, die DNA-Datenbanken und biometrische Pässe einführt, und die IMSI-Catcher gegen ihre Bevölkerung einsetzt.

Nee, is klar. Würde die sich mal mit solcher Inbrunst wirklich für den Verbraucherschutz engagieren und zum Beispiel die Lebensmittelampel einführen (die alle wollen, nur nicht die Industrie), dann …. hey, man wird ja wohl mal Träumen dürfen.

Vielleicht sollte Google auch einfach mal Berater in die Ministerien schicken und so gut äääh spenden, wie die Lebensmittelindustrie, vielleicht läuft dann deren Streetview Projekt auch wie geschmiert.

Gehört ihr auch zu den Leuten, die die Aufregung um Google Street View nicht verstehen können, also dass Google unsere Straßen abfotografiert und ins Internet stellt? Dann hat man euch vermutlich noch nicht in peinlichen Situationen abgelichtet, so wie diesen Herrn hier. Über Street View kann man sehr schön sehen, wie er sich in Spanien ein paar Straßenprostituierten nähert. Hier ist die “live”-Ansicht und hier eine kleine Fotozusammenstellung. Na, wie wärs wenn man euch dabei erwischen würde?

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