Frage

oder b) ein Hurrikan?

Welche Ausgeburt der Hölle hat eigentlich zuerst damit begonnen, diese dämlichen Gewinnspielfragen in jede Sendung einzubauen? Saudumme Fragen die selbst die dümmste Zielgruppe beanworten kann. Und jetzt stellen wir uns vor, da rufen dann 40.000 Leute an. realistische Zahl, wenn wir mal eine gute Einschaltquote von 4 Mio annehmen sind das 1%. Diese ach-so-einfachen Gewinnfragen kosten jeden Anrufer 49 Cent und schon sind wir bei 20.000 Euro Einnahmen für den Sender, der dafür großzügigerweise einen 300 Euro Flachfernseher verlost.

Einfache Rechnung zum Geldvermehren, nicht wahr? Kein Wunder das diese Pest dann so um sich greift. Und es wundern sich dann noch Sender, dass ihre Aktien, Quoten und wasweissich in den Keller rauschen? Mich nicht. Kackgewinnspiele, Kackfilme, Werbung an allen Ecken und Enden. Da wunderts doch keinen, dass ich mir meine Filme nur noch auf DVD anschaue und meine News aus dem Netz hole.

Television

Es ist schon aufregend, wie durch das Internet Jahrhunderte alte Medienstrukturen aufgebrochen werden. Den Massenmedien, die in letzter Zeit eigentlich nur Wiederkäuer von Regierungserklärungen geworden sind, stehen Millionen von Blogs gegenüber, die im Einzelnen zwar subjektive Meinungen bringen, aber in der Masse der Meinungsbildung dienen, weil man differenzieren kann und jede Seite anhört. Hat schon einigen Hass von Journalisten gebracht, vermutlich weil sie ihre Felle wegschwimmen sehen.

Und auch Magazine bekommen erheblich Konkurrenz von Onlinependants, die schneller, flexibler und meist billiger sind. Dementsprechend brechen bei allen Printprodukten die Auflagen ein.

Da hilft eigentlich kein Jammern oder Wehren. Die starren deutschen Verlage sollten sich mit der neuen Welt arrangieren und neue Produkte anbieten, anstatt zu jammern.

TV im Web

Aber die Intention meines Beitrages ist eine andere. Und zwar diese: Während der Rest der Welt, insbesondere Amerika, die Zukunft des TV testen, wird eben diese durch eine Grundsatzentscheidung des obersten Gerichts in Deutschland unter Strafe gestellt. Es wurde jetzt der P2P Dienst „Cybersky TV“ verboten (und mit der Begründung wohl alle zukünftigen Entwicklungen), weil man damit auch geschütztes TV Material an andere Leute verteilen kann. Mit diesem Verbot ist zwar nun Premiere ganz toll geschützt, andererseits hat man somit auch der Grundlage für den Schritt des TV ins Web schwere Steine in den Weg gelegt.

Andererorts ist dies noch nicht verboten und mittels P2P-Fernseh-Programmen wie z.B. Joost werden Fernsehprogramme (auch legale die Extra für diesen Zweck ausgestrahlt werden) verteilt und in allen Enden der Welt gesehen. Der Schritt vom klassischen TV zum globalen Internetfernsehen. Die ist mit dem Verbot leider in Deutschland unmöglich geworden. Schade! Hoffen wir mal, dass die Sender das gesetzlich verordnete Stillsitzen nicht ebenso bereuen werden, wie ihre Printmagazinkollegen.

CNN goes Facebook

Ein nettes Detail am Rande der derzeitigen Präsidentenvereidigung in den USA:

cnnfacebookCNN triftt auf Facebooks Social Community. Ob Youtube, Joost, oder dieses hier. Amerika machts vor, Deutschland machts kaputt

Television

Ich hasse es. Wirklich. Wie die Pest. Ich bin jemand, den die Abspänne interessieren, ich bleibe im Kino bis zum Ende sitzen (oft kommt ja nach dem Abspann sogar noch was) und lese (überfliege) alles was da steht. Oft findet man interessante Namen oder erfährt, welche Musik verwendet wurde.

Ich krieg´ regelmäßig einen Hass, wenn ich Filme im TV schaue und ein guter Film mit einem guten Übergang in den Abspann mitten in der Filmmusik SCHNIPP einfach unterbrochen wird. Einzige Ausnahme sind (manchmal) die öffentlich-rechtlichen. Meine DVD Sammlung ist mittlerweile so groß, dass ich ohnehin fast jeden guten Film auch so, werbefrei und mit Abspann schauen kann.

Wie geht es euch, nervt euch das auch?

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