Ich halte ja nicht unbedingt viel vom iPhone. Ich meine, wenn Microsoft einem vorschreiben würde, welche Programme auf ihren Computern laufen dürfen und welche nicht, wäre das Geschrei groß. Aber man hat iPhone Benutzern ja bereits das Stockholm Syndrom diagnostiziert, vielleicht liegt es daran.
Aber das ist gar nicht mein Thema heute. Mein Thema ist: Anhand eines iPhone Fotos herausfinden, wo es geschossen wurde. Das ist leichter, als ihr denkt. Denn das iPhone ist so schlau, die GPS-Koordinaten des Standortes zum Zeitpunkt des Fotos in die unsichtbar gespeicherten EXIF-Daten des Fotos zu schreiben. Und wenn jetzt jemand ein Foto in einem Forum einstellt, geht einfach auf diese Seite hier: http://regex.info/exif.cgi und lasst das Bild analysieren. Das Script ist sogar so freundlich, den Standort auf einer Googlemap darzustellen.
Schon witzig, was man an unsichtbaren Daten hinterlässt. Ihr könnt übrigens anhand des obigen Links und mit Hilfe des gerade gesehenen Bildes herausfinden, dass ich einen Apple benutze (einen, wo man Programme installieren darf, wie man möchte) und wie mein Bildschirmfarbprofil heißt
Das Handy ist im Jahr 2009 die Allzweck-Info Waffe geworden, von der alle Star-Trek Fans mal geträumt haben. Minicomputer, Anschluss an ein weltweites Informationsnetz, GPS Satellitennavigation, eine Kamera, ein Display und und und.
Das ist die Hardware, die die Grundlage für „Augmented Reality“ bringt. Heute bereits in Erprobung, oder mit der größeren Nintendo Wii bereits spielbar, wird die Welt abgefilmt und der kleine Supercomputer erzeugt auf dem Display eine Metawelt über das Bild gelegt. Man hält die Handykamera auf den Eiffelturm und man erhält sofort Informationen, vielleicht ein Video.
Wie das ganze schon aussehen kann, zeigt euch dieses Video:
Und selbst fürs iPhone ist bereits vieles in der Entwicklung:
Falls euch das interessiert ist der SPON Artikel hier sehr lesenwert. Ich finde das ganze absolut spannend. Stellt euch mal vor, die Technik wird so klein, dass das ganze in ein Headup-Display einer Sonnenbrille passt! Der nächste Kultur-Urlaub kann kommen.
Und wer keine Lust auf Wissen und Information hat, der kann immer noch damit Zombies abschlachten:
So, nachdem der sogenannte Wettbewerb vorbei ist, kann ich einmal drüber berichten, denn ich wollte nicht dran teilnehmen.
Das ganze war eine Aktion vom Apple Magazin “Macnotes“. Es wurde als Preis ein ungelocktes iPhone unter denjenigen ausgelobt, die mit dem Begriff “Befreiphone” bei Google auf Platz 1 landen. Herausgekommen ist eine beispiellose Werbekampagne für das Magazin selbst.
Denn: Für den Preis eines iPhones, etwa 500-700 Euro, bekamen die Macher von Macnotes einen Berg voller wertvoller Backlinks und jede Menge Aufmerksamkeit. Das hätte für den Preis keine PR-Firma oder Backlink-Verkäufer besser machen können. Das Magazin selbst spricht von Domain- und Subdomainregistrierungen im dreistelligen Bereich. Berichtet wurde über die Aktion in Online- und Printmedien wie Bild, Welt usw.
Und auch dienamhaftestenBlogger und Firmen sind wie die Lemminge dieser Werbeaktion hinterhergerannt und haben kostenlos die Werbetrommel für Macnotes gerührt. Ob das ganze nun aus Schnäppchenmentalität oder wirklichem Wettkampfgeist heraus passiert ist, sei dahingestellt. Fakt ist, dass die Wenigsten das ganze einmal kritisch betrachtet haben. Und Fakt ist auch, dass durch das einstreuen unsinniger Befreiphone Links die Qualität des normalen Contents bei manch respektabler Seite gelitten hat.
Kleines Detail am Rande: Der Begriff “Befreiphone” ist nun 190.000 mal in Google zu finden. Und nun ratet mal, wer die Domain befreiphone.de innehat und sich damit ein weiteres wertvolles Handelsobjekt erschaffen hat …
Wie keine andere Firma weiß es Apple, seine Fans in den Bann zu ziehen. Und die neuesten Gerüchte weisen darauf hin, dass es bald unglaublichgünstige Notebooks geben könnte, zb. ein MacBook für 650 Euro, oder ein MacBook Pro für 1200 Euro. Auch ist der schon lange vermutete mit einem Touchscreen bedienbare tragbare Rechner wieder in aller Munde. Insbesondere, wo Apple im Moment dabei ist, die dritte Stufe der Bedienbarkeit einzuführen. Zuerst gabs Tastatur, dann Maus und Desktop und nun folgt die Bedienung durch Handgesten. Das iPhone und Multitouch zeigt schon ganz gut wo der Weg hingehen wird.