Im letzten Wahlkampf konnte jeder, der ein wenig Ahnung von Technik hat, wunderbar miterleben, wie inkompetent, unerfahren und hilflos die meisten Politiker sind, wenn es um das Thema Internet geht. Aber Beispiele gibts nicht nur zu Wahlkampfzeiten, jeden Tag gibt es einen neuen Leckerbissen:

Heute ist es die Stadt Mannheim. Sie schickt ernsthaft einen Anwalt vor, der vom Besitzer des Twitteraccounts twitter.com/mannheim die Herausgabe eben jenes Accounts fordert. Namensrechte blahblahblah.

Was glaubt die Stadt eigentlich, wieviel Anrecht sie an einem Login-Namen oder einem Pfad (/mannheim/) auf dem Webserver einer Firma hat, die noch nichtmal in Deutschland sitzt? Was kommt als nächstes? Werden alle verklagt die “Mannheim” als Teil ihrer Mailadresse haben? Oder die, die ihre Fotos auf dem Webserver nach /fotos/staedte/mannheim ordnen?

Pacman auf Twitter

Dies ist nur eine von unzähligen Mails, die intern in einem nicht weiter genannten Unternehmen umhergegangen sind, die sich ins pure Web2.0 stürzen wollen. Natürlich langfristig geplant und korrekt vorbereitet stürzen … sowas gibts nur in Deutschland.

Re:Re: Re: Re:Re: Re: Re: Re: Re: FW: Re: FW: Re: Re: Tweet#1

Montag 13:40 Uhr

CC: K, M., P., D., L.

Hallo F., N. wird, gemeinsam mit unsereren neuen Praktikanten, ein paar Folien (Powerpoint) zusammenstellen und unsere Kommunikationsstrategie für twitter darlegen. Dazu werden wir Ende kommender Woche eine Besprechung einberufen. Ich denke es macht Sinn, das dann aus allen Abteilungen ein Entscheidungsträger anwesend ist.

Wir werden bis heute Abend eine Excel-Liste im Intranet veröffentlichen, die alle tweets der kommenden 14 Tage beinhaltet. Ich denke, das beschleunigt den Freigabeprozess.

Viele Grüße H.

Den vollständigen Mailwechsel gibts hier. Einfach zum totlachen. (via)

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